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Lunch&Learn-Symposium der DGGZ beim Deutschen Zahnärztetag
DruckenEs war ein neues Konzept, das die Deutsche Gesellschaft für geschlechterspezifische Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde/DGGZ eingebracht in das wissenschaftliche Programm zum Deutschen Zahnärztetag hat:

Boten ein vielschichtiges Programm bei einem neuen Symposiums-Konzept (von links): Dr. Tim Nolting MSc. (Vizepräsident), PD Dr. Ingrid Peroz (Vorstandsmitglied), Prof. Dr. mult. Dominik Groß (DGGZ Scientific Board), PD Dr. Margrit-Ann Geibel (Vorstandsmitglied) und PD Dr. Dr. Christiane Gleissner (Präsidentin).
„Wir haben die Mittagspause genutzt für ein Lunch&Learn-Seminar, denn wir wollten nicht in Konkurrenz treten zu anderen Programm-Angeboten“, berichtet DGGZ-Präsidentin PD Dr. Dr. Christiane Gleissner. So habe man ein straff durchgeplantes Programm entwickelt – den Seminarteilnehmern auf der anderen Seite aber eine entspannte Atmosphäre geboten, die es erlaubte, sich am bereitstehenden Büffett zu versorgen und für den Nachmittag auf dem Deutschen Zahnärztetag zu stärken. „Was uns sehr gefreut hat: Das Konzept ist hervorragend angenommen worden, wir durften uns über einen übervollen Vortragssaal freuen und über sehr breites Interesse aus Praxis und Wissenschaft. Dass wir auch einige renommierte Wissenschaftler im Auditorium sahen, die sich für unser Symposium interessierten, zeigt uns, dass wir mit diesem jungen, aber wichtigen Thema auf dem richtigen Weg sind.“ Die anschließende lange Diskussion zeigte große Aufmerksamkeit, Nachdenklichkeit und auch Disputbereitschaft, sich mit den Referenten und den Vorträgen konstruktiv auseinanderzusetzen. Dr. Tim Nolting MSc., Vizepräsident der DGGZ: „Das Symposium war eindeutig der Auftakt zu einem neuen Blickwinkel auf die ZMK.“
Risiko Geschlecht: Gender von Zahn bis Arzt
Mit dem Motto der Veranstaltung griff die DGGZ den Schwerpunkt „Risikoerkennung und Risikomanagement“ im Fach-Programm des Deutschen Zahnärztetages auf. Die Referenten (PD Dr. Ingrid Peroz, PD Dr. Dr. Christiane Gleissner, Prof. Dr. mult. Dominik Groß, PD Dr. Margit-Ann Geibel) hatten jeweils spezielle Aspekte in das Zentrum ihrer Übersichts-Präsentation gestellt. Unter anderen ging es um Osteoporose und Bisphosphonate sowie die verschiedene Verteilung von CMD. Thema waren zudem die Bereiche Schmerz, Parodontitis und Karies – mit Hinweis auf international ähnliche Daten, die auf biologische Unterschiede hinwiesen statt auf gesellschaftliche. Aber auch dieser Bereich kam nicht zu kurz: Dargestellt wurden die Entwicklung der Zahnärztinnenzahl und entsprechende Konsequenzen aus wissenschaftlicher Sicht – hier seien grundsätzliche Veränderungen zu erwarten, sowohl im Hinblick auf die Gesamtarbeitszeit, auf Beschäftigungsverhältnisse und auch wissenschaftliche Karrieren. Ein Beispiel für den letzten Aspekt ist das Thema „Lehrmittelzuweisung“: Bisher werde diese orientiert an den Dozenten-Bewertungen durch die Studierenden. Studien haben allerdings gezeigt, dass diese Bewertungen unbewusst geschlechterspezifisch-psychologischen Mustern folgen und daher als Kern-Kriterium für Lehrmittelzuweisung untauglich scheinen.
Datenlage verbessern: „wissenschaftliche Mitgliedschaft“
Deutlich wurde, dass die ZMK Bedarf an Studien und zumindest weiteren Daten hat, die die offenen Fragen so einkreisen, dass sie die Antwortsuche erleichtern. „Wir haben daher neben der ordentlichen Mitgliedschaft in der DGGZ auch die Struktur von „wissenschaftlichen Mitgliedern“ entwickelt“, so Dr. Nolting MSc., „wir laden Wissenschaftler, Praktiker, aber auch Unternehmen und Verbände herzlich dazu ein, mit uns gemeinsam die Datenlage zu verbessern.“
Infos und Kontakt unter: www.dggz-online.de






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