Kurzverzeichnis Implantologie
Kurzverzeichnis Implantologie

Indizes: Bisphosphonat, Kiefernekrose, Zahnsanierung, Dentalimplantate

Bisphosphonat-Medikation ­ Bedeutung für die zahnärztliche, implantologische und chirurgische Praxis

Drucken Von Prof. Dr. Dr. Knut A. Grötz    aktualisiert am 01.12.2010

Bisphosphonate (BP) werden seit Jahren erfolgreich beim multiplen Myelom (Plasmocytom) und bei ossärer Metastasierung solider Tumoren (z. B. Mamma-Karzinom, Prostata-Karzinom, Nierenzell-Karzinom, Lungen-Karzinom), aber auch bei Osteoporose und anderen Knochenstoffwechselstörungen (z. B. Morbus Paget) eingesetzt. 2003 wurde erstmals von BP-assoziierter Kiefernekrose (BP-ONJ) berichtet. Es folgten eine Vielzahl von Kasuistiken und Fallsammlungen. Die Häufigkeit (Prävalenz bzw. Inzidenz) der BP-ONJ liegt bei onkologischen Patientenkollektiven zwischen 3 und 10 %. Die Häufigkeiten der BP-ONJ für andere Patienten ist nur begrenzt beurteilbar, für Patienten mit Osteoporose und oraler BP-Medikation geht man von 0,1 % oder seltener aus.

Abb. 1 und 2: BP-ONJ regio 31 bis 35 auf dem Boden einer Parodontitis marginalis. Z. n. Spontanverlust 35.
Abb. 1 und 2: BP-ONJ regio 31 bis 35 auf dem Boden einer Parodontitis marginalis. Z. n. Spontanverlust 35.
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