Kurzverzeichnis Implantologie
Kurzverzeichnis Implantologie

Periimplantitis, Mukositis, Ostitis, Gingivitis, Parodontitis

Periimplantitis ­ in aller Munde?

Drucken Von Dr. Georg Gaßmann    aktualisiert am 27.10.2010

Parodontitis als Prädisposition für periimplantäre Entzündungen (Renvert und Persson, 2009) ist selbst nach Totalextraktion nicht eliminiert. Schon im Jahre 2001 war dies auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGP) in Lübeck mit dem Thema "Zahnerhalt oder Implantat" eine Warnung. Spätestens seit den Untersuchungen von van Assche et al. (2009) und Cortelli et al. (2008), die eine Persistenz der mit Parodontitis assoziierten Keime in der Mundhöhle solcher Patienten zeigen konnten, ist klar, dass neben der immunologisch bedingten Prädisposition für den Übergang der weichgeweblichen bakteriell verursachten Entzündung (Gingivitis/periimplantäre Mukositis) in die mit Knochendestruktion einhergehende Parodontitis/Periimplantitis auch deren mikrobieller Hintergrund bestehen bleibt.

Abb.1: Während die mengenmäßig vergleichbare Biofilmbelastung auf der natürlichen Zahnhalsoberfläche die marginale Gingiva nahezu unaffektiert lässt, ist im periimplantären Gewebe eine deutliche Mukositis/Ostitis mit Suppuration erkennbar.
Abb.1: Während die mengenmäßig vergleichbare Biofilmbelastung auf der natürlichen Zahnhalsoberfläche die marginale Gingiva nahezu unaffektiert lässt, ist im periimplantären Gewebe eine deutliche Mukositis/Ostitis mit Suppuration erkennbar.
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