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Eine Pilotveranstaltung fand großen Anklang!
DruckenMit dem DENTSPLY Day in Lüneburg beschritten Dentsply Friadent und Dentsply Detrey „Neuland“. Erstmals wurden gemeinsam die Bereiche beleuchtet, die den implantologischen Erfolg planbar machen. Mit der stetig steigenden Zahl implantierender Zahnärzte wächst der Wettbewerbsdruck. Mehr denn je sind daher fachliche Kompetenz und ein entsprechendes Praxismarketing wichtig. Welche Faktoren den Erfolg planbar machen, konnten die Referenten in ihren Vorträgen ausführlich darlegen.

Dr. Frank Kornmann (links) und Dr. Peter Gehrke.
Dr. Frank Kornmann stellte die zentrale Frage: Wie trifft man eine optimierte Therapieentscheidung?
Die Entscheidungsfindung beginnt schon in der Planungsphase: Diagnostik und Planung zwei- oder dreidimensional, konventionelles OP-Protokoll mit Positionierungsschablone oder navigierte Implantation und Sofortbelastung oder verzögerte progressive Belastung mittels Langzeitprovisorium. Conditio sine qua non für eine provisorische Sofortbelastung seien unter anderem ausreichende Primärstabilität (Torque ≥ 25 Ncm), eine knochenadäquate Implantatbettaufbereitung (OK ≥ 13 mm, UK ≥ 11 mm), eine möglichst polygonale Abstützung oder eine Reihenversorgung sowie der Ausschluss rotierender Kräfte während der Osseointegration. Nicht zuletzt müsse der Patient ausführlich darauf hingewiesen werden, dass er Funktionseinschränkungen in Kauf nehmen muss, will er den implantologischen Erfolg nicht gefährden. Sein Credo: Ob Sofort- oder Spätbelastung, eine 3D-Diagnostik mit virtueller Planung und deren Umsetzung in eine OP-Schablone geben dem Behandler die notwendige planerische und chirurgische Sicherheit.
Für den Patienten bemisst sich – so Dr. Peter Gehrke in seinem Vortrag der Behandlungserfolg in erster Linie an der Suprakonstruktion und dem Weichgewebe. Das bestätigen die Ergebnisse einer Befragung bei 662 Patienten zum Zeitpunkt der ersten Implantatberatung. Danach ist rund 80 % der Befragten das Aussehen der Versorgung - unabhängig in welcher Region - wichtig. Für den Implantologen hingegen müsse die Funktion Vorrang vor der Ästhetik haben. Faktoren für den ästhetischen Erfolg sind die entsprechende Implantatposition in horizontaler und vertikaler Richtung unter Beachtung der Abstände. Je nach Biotyp und Knochenvolumen sind, wie der Referent an Schaubildern demonstrierte, vertikal, mesiodistal und orofazial Komfort- und Gefahrenzonen für die Implantatposition zu beachten. Ein Implantatdesign, das über ein Platform-Switching und einem bakteriendichten Interface das Risiko einer Hartgewebsrezession weitgehend ausschließe, sei ein weiterer, entscheidender Aspekt. Und nicht zuletzt komme es auf ein optimal gestaltetes Provisorium an. Es muss überzeugen und beim Patienten Vorfreude auf die definitive Arbeit wecken.
Piet Troost, Zahnarzt und Entwickler des Point-Konzepts, begeisterte die Teilnehmer, indem er Ihnen mit seiner unnachahmlichen Art ein eigentlich eher trockenes Thema näher brachte: „Die Präzisionsabformung“. Sie beginnt mit der idealen Vorbereitung des Zahns. Troost demonstrierte das standardisierte Vorgehen einer Frontzahnpräparation für eine CAD/CAM-gefertigte Vollkeramikkrone. Die adhäsive Aufbaufüllung sowie das initiale Bonding des präparierten Stumpfes bereits vor der Abformung tragen zu einem hohen Qualitätsstandard bei. Die Gegenkieferabformung – ob mit Alginat oder Alginatersatz – wird mittels einer Individualisierung konventioneller Rim-Lock-Löffel erreicht: das sogenannte Löffel-Setting. Troost delegiert diesen Arbeitsschritt komplett an die Stuhlassistenz. In der Implantatprothetik favorisiert Troost die Anwendung von offenem Abformlöffel und A-Silikonen.
Dr. Martin Christiansen schilderte abschließend, wie er mit Unterstützung der diversen Tools aus dem stepps-Programms seinen Erfolg als Implantologe sukzessive aufgebaut hat. Man dürfe aber nicht erwarten, dass das stepps-Programm ein „Selbstläufer“ sei. Voraussetzung ist, dass das Praxiskonzept plausibel ist und man damit authentisch bleibt. So habe er Mitarbeiter und Patienten befragt, was er in ihren Augen am besten könne. Ist das Konzept definiert, geht es an die Umsetzung. Er hat sich für die Bezeichnung „Manufaktur für regenerative Zahnmedizin“ entschieden. Der Erfolg gab ihm Recht, mittlerweile hat er eine zweite Praxis eröffnet.
Aufgrund des großen Zuspruchs der Teilnehmer soll die gemeinsame Veranstaltung fortgesetzt werden.






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