Kurzverzeichnis Implantologie
Kurzverzeichnis Implantologie

Die Champions R(E)volution Tour 2011

Einfach und erfolgreich

Drucken Von Dr. Dietmar Krampe    aktualisiert am 20.11.2011

Einen höchst informativen und unterhaltsamen Abend erlebten etwa 50 Zahnärzte am 5. Oktober 2011 in Groß-Umstadt – eine von insgesamt 36 Stationen, an denen der Zahnarzt Dr. Armin Nedjat interessierten Kollegen das MIMI Verfahren in Verbindung mit dem Champions Implantatsystem vorstellt.

Die Referenten Dr. Armin Nedjat (rechts) und ZTM Norbert Bomba.
Die Referenten Dr. Armin Nedjat (rechts) und ZTM Norbert Bomba.


Die Veranstaltung fand in den Räumen des Dentallabor Glenz statt und Gastgeber Ulrich Glenz begrüßte die Teilnehmer herzlich zu diesem Informationsabend. Anschließend stellte Dr. Armin Nedjat seine Praxis und das Team rund um die Champions Implantate vor. Es folgte eine animierte und sehr humorvoll aufbereitete PowerPoint-Präsentation zur Geschichte der zahnärztlichen Implantologie sowie einem Ausblick auf die Zukunft mit einem zwinkernden Auge.
Der neu vorgestellte Hochleistungskunststoff WIN.
Der neu vorgestellte Hochleistungskunststoff WIN.
ZTM Norbert Bomba stellte ein neu in der Zahnmedizin eingeführtes Material für die Implantatund Teleskopprothetik vor: Das seit Jahrzehnten in der orthopädischen Chirurgie bewährte Material WIN. Es ist ein Hochleistungskunststoff, der abrasionsstabil, biokompatibel, mit 0,2 mm Wandstärke CAD/CAM gefertigt und verblendbar ist. Anhand vieler Beispiele zeigte der Referent die Indikationen wie Sekundärteleskope – auch auf natürlichen Zähnen – Prep-Caps und Stege auf.

Danach machte Dr. Nedjat einen kurzen Abstecher zu Patientenwünschen und Marketingaspekten in der Praxis und ließ dann die ausführliche Darstellung des Vorgehens bei klassisch zweiteiligen Implantatverfahren folgen. Einige veraltete Ansichten, wie z. B., dass es bei kontrollierter lateraler Knochenkondensation zu Knochennekrosen kommen könnte, konnte der Referent widerlegen. In der gesamten Veranstaltung erwies sich Dr. Nedjat als guter Redner, der die Fakten mit viel Sachwissen vermittelte. Zugleich arbeitete er jedoch wie ein unterhaltsamer Moderator interaktiv mit den anwesenden Zahnärzten und ließ von den Zuhörern auch Fragen diskutieren oder aus der eigenen Praxis berichten.

Als Ergänzung zum klassischen Implantationsverfahren stellte Dr. Nedjat das Minimal-Invasive Verfahren der Implantologie (MIMI) vor, das sowohl mit den ein- wie auch zweiteiligen Champions-Implantaten als gewebeschonendes Verfahren möglich ist. Hierzu gehört auch die Sofortbelastung der Implantate, die in den meisten Fällen möglich ist. Bei der Vorstellung des Implantatsystems legte Dr. Nedjat einen Schwerpunkt auf das kaltverformte Material Titan Grade 4, das bei hoher Festigkeit größte Gewebeverträglichkeit aufweist und aufgrund der mikromorphologisch idealen Oberfläche beste Einheilung in den Knochen gewährleistet.

Ein Highlight des einteiligen Systems sind die sogenannten Prep-Caps aus Zirkonoxid, Titan oder WIN, die fakultativ auf die Implantatpfosten aufzementiert werden. Diese präparierbaren Meso-Konstruktionen gleichen Divergenzen aus, verbreitern die klinische Krone und verbessern das periimplantäre Weichgewebsmanagement. Durch diese Prep-Caps werden aus den Implantatpfosten quasi „echte Zahnpfeiler“ präpariert, was das weitere prothetische Vorgehen deutlich erleichtert.

Anhand einer Vielzahl von gut dokumentierten Patientenfällen zeigte Dr. Nedjat den Teilnehmern dann die Lösungen, die mit dem Champions Implantatsystem individuell möglich sind. Hierbei wurden auch die 10 Champions Grundregeln anhand von Fallbeispielen erläutert, die für ein erfolgreiches Arbeiten nach dem MIMI-Verfahren unabdingbar sind.

Nach langer Entwicklungsarbeit ergänzt seit Anfang 2011 das zweiteilige Champions Implantatsystem das bisherige Sortiment. Dieses ist ebenso wie das einteilige System minimal-invasiv mit dem fast gleichen spartanischen Instrumentarium einsetzbar.
Die komplette Champions-Familie auf einen Blick.
Die komplette Champions-Familie auf einen Blick.
Das klassische Problem der zweiteiligen Implantate – die Belastung des Innengewindes und Mikrospaltbildung zwischen Implantat und Abutment – wurde bei dem Champions System durch einen patentierten Innenkonus (9,5°) mit rotationsgesichertem Hexadapter gelöst, der den Mikrospalt auf 0,6 μm minimiert. Durch die Insertion eines ab Werk mit 10 Ncm aufgeschraubten Implantat-Einbringmediums – dem Shuttle – kann das eigentliche Implantat bis zu 70 Ncm inseriert werden, ohne dass es zu Verformungen des Implantates kommt. Dadurch werden Abutmentlockerungen in der prothetischen Phase minimiert. Da es die Möglichkeit einer chirurgischen Verschlussschraube zur gedeckten Einheilung gibt, bleibt das Innenleben des Implantates bis zur Gerüstanprobe oder Fertigstellung der Suprakonstruktion kontaminationsfrei.

Auch die präzise Abformung erfolgt innerhalb weniger Minuten in einer geschlossenen Abformung und einem einfachen Procedere: In den meisten Fällen wird lediglich der in der OP-Sitzung fakultativ auf den Shuttle aufgesteckte Clix abgenommen und der Shuttle – und somit auch das Implantat – reproduzierbar abgeformt. Der Shuttle wird erst dann abgenommen, wenn die Gerüstanprobe oder das Einsetzen des definitiven Zahnersatzes erfolgt.

Die Teilnehmer erlebten einen abwechslungsreichen Abend mit viel kollegialem Austausch und zahlreichen Tipps aus der Praxis – sowohl vom Referenten wie auch seitens der Teilnehmer. Belohnt wurde die rege Teilnahme an der interaktiven Diskussion vom Referenten regelmäßig mit der Verteilung von 1 US Dollarnoten für besonders gelungene oder humorvolle Beiträge. In der Pause und im Anschluß an den Vortrag wurden in Einzelgesprächen ebenfalls viele Informationen ausgetauscht und gegenseitig Tipps gegeben, die in der täglichen Praxis hilfreich sind. 

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Fotostrecke
Die komplette Champions-Familie auf einen Blick.   Der neu vorgestellte Hochleistungskunststoff WIN.  

DENT IMPLANTOL 15, 7, 494 - 495 (2011)

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