Kurzverzeichnis Implantologie
Kurzverzeichnis Implantologie

„Implantate – Weichgewebe - Funktion“

München trifft Bad Wörishofen

Drucken aktualisiert am 23.10.2009

Über 300 Zahnärzte, Zahntechniker und zahnmedizinische Assistentinnen folgten im Mai einer Einladung der Implantatspezialisten Dr. Ralf Masur, Dr. Andreas Kraus und Jan Märkle aus dem Implantatzentrum Bad Wörishofen/Unterschleißheim in das Forum nach Mindelheim im Allgäu. Die Veranstaltung fand nun schon zum 8. Mal in Folge statt. Der Erfolg der Symposiumreihe ist beeindruckend – mit mehr als 300 Teilnehmern mussten die Organisatoren in diesem Jahr „Ausverkauft!“ melden. Wie die Jahre zuvor war es vor allem die freundschaftliche Atmosphäre und das hohe fachliche Niveau das die Veranstaltung prägte.

Die Referenten: Dr. Andreas Kraus, Dr. Claudio Cacaci, Dr. Ralf Masur, Prof. Dr. Johann Müller, ZTM Ulrich Werder und Zahnarzt Jan Märkle (von links)
Die Referenten: Dr. Andreas Kraus, Dr. Claudio Cacaci, Dr. Ralf Masur, Prof. Dr. Johann Müller, ZTM Ulrich Werder und Zahnarzt Jan Märkle (von links)


Mit Dr. Claudio Cacaci, Prof. Dr. Johann Müller, ZTM Uli Werder (alle München) konnte das Team um Dres. Masur, Kraus und Märkle wieder hochkarätige Referenten gewinnen.
Die große Resonanz zum Thema „Implantate - Weichgewebe - Funktion“ zeigte, dass die Bad Wörishofener Implantologen wieder den Nerv des Interesses getroffen hatten.

Foyer mit Ausstellung
Foyer mit Ausstellung


Einleitend nahm Dr. Ralf Masur zu Erstattungsproblemen bei Implantatbehandlungen vor allem bezüglich des Zielleistungsprinzips kritisch Stellung. Für Jan Märkle ist die Frage nach der medizinischen Notwendigkeit bei Implantatbehandlungen beinahe diffamierend - hätte er sonst die Behandlung begonnen? Ratschläge für die Erstellung von Kostenvoranschlägen rundeten den ersten Vortrag ab.

Dr. Claudio Cacaci zeigte in seinem äußerst kurzweiligen Vortrag wie man mit zahlreichen praxisnahen Tipps und Tricks mit provisorischen Kronen, sogenannten Prototypen, das Zahnfleisch um Implantate ausformen kann, um ein optimales ästhetisches Ergebnis zu erzielen. Das exakte Positionieren der Implantate ist dabei Grundvoraussetzung.

Prof. Dr. Johann Müller erklärte in seinem eindrucksvollen Vortrag die Funktion und Erkrankungen des Kiefergelenks und die möglichen Therapien. Die gespannte Ruhe im Saal bewies das hohe Interesse zu diesem Thema. 80 % der Bevölkerung leide an einer „Funktionsstörung“ des Kiefergelenks, so Müller. Er definierte die drei Kardinalsymptome:
  1. Schmerzen im Bereich der Kiefergelenke und/oder der Muskulatur
  2. Gelenkgeräusche
  3. veränderte Unterkiefermobilität (Hypermobilität, Limitation oder Deviation).

Er lehnt den Begriff der „Myoarthropathie“ ab, statt dessen muss zwischen Myopathie und Arthropathie genau unterschieden werden. Es sei notwendig, Störungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Genauso wichtig sei es aber auch durch stabil sitzenden exakt angefertigten Zahnersatz gegebenefalls mit Hilfe von Implantaten Funktionsstörungen gar nicht erst entstehen zu lassen.Zahntechnikermeister Uli Werder beeindruckte mit Bildern von naturidentischen Zahnkronen und Keramikverblendschalen. Es wurde allen anwesenden Kollegen wieder bewusst, wie aufwändig die Arbeit im zahntechnischen Labor ist und auf welcher weltweit anerkannten Qualitätsstufe deutsche Zahntechniker arbeiten. Nur die enge Zusammenarbeit des Zahnarztes mit dem Zahntechniker ermöglicht individuellen und technisch perfekten Zahnersatz für den Patienten.In ihrem Abschlussvortrag zeigten die routinierten Implantatspezialisten aus Bad Wörishofen Dr. Ralf Masur, Dr. Andreas Kraus sowie Jan Märkle wie man auch bei schwierigsten Ausgangssituationen mit Hilfe von Implantaten Kaukomfort und Selbstsicherheit erreichen kann. Schwerpunkt des Vortrags war die Rekonstruktion des verloren gegangenen Weich- und Hartgewebes mit chirurgischen Mitteln auf der einen und mit zahntechnischen, prothetischen Möglichkeiten auf der anderen Seite. In ihrer bekannten und angenehmen Art kurzweilige Vorträge zu halten, zeigten sie, dass mit entsprechender Erfahrung nahezu jede Situation mit Implantaten versorgbar und sicher lösbar ist.Der kollegiale Austausch in ungezwungener Atmosphäre bildete den Abschluss des diesjährigen 8. Implantologiesymposiums.

Weitere Informationen zum Implantologiesymposium in Unterschließheim in der Fotostrecke.

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