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Praxisnahe Fortbildung mit dem K.S.I. Implantatsystem
DruckenFortbildung mit großer Praxisnähe erlebten zehn Kollegen am 16. und 17. April 2010 in Bad Nauheim. In den Klinikräumen von ZÄ Andrea Bauer und ZÄ Renate BauerKüchle waren sie live bei zahlreichen Operationen und Insertionen der K.S.I. BauerSchraube dabei. Nach kurzem Kennenlernen bei Kaffee und Gebäck startete die Veranstaltung mit einem Vortrag zum Implantatsystem und seinen Indikationen.

Die beiden Referentinnen stellten zunächst das System vor. Die Abkürzung K.S.I. steht für Kompressions-Schrauben-Implantat. Durch das patentierte Kompressionsgewinde wird die Spongiosa während der Insertion gleichmäßig radial verdrängt und komprimiert, wodurch die primäre Stabilität und sofortige Belastbarkeit des Implantates ermöglicht wird. Das selbstschneidende Kompressionsgewinde und die Konizität des Implantatkörpers setzt die spongiöse Knochensubstanz unter Pressdruck. Daraus resultiert die so genannte Presspassung Voraussetzung für Primärstabilität und Sofortbelastung. Die K.S.I. Bauer-Schraube ist ein einteiliges System. Das Design ermöglicht ein einphasiges Vorgehen in Verbindung mit transgingivaler Einheilung. Diese minimalinvasive Vorgehensweise ist sowohl für den Patienten wie auch den Behandler von Vorteil.
Die Größe des Implantatkopfes ist bei allen Durchmessern und Längen identisch und besteht aus einem konischen Korpus mit aufgesetztem Vierkant als Eindrehhilfe und Rotationssicherung. Eine grazilere Gestaltung der Implantate im Halsbereich der so genannten Biegezone ermöglicht nach Insertion die Parallelisierung der Implantatköpfe mit speziellen Instrumenten. Neben dem klassischen Implantatkopf gibt es auch ein einteiliges Implantat mit Hohlkehle, das insbesondere bei Schaltlücken indiziert ist zur Aufnahme von voluminöseren Kronen, z. B. im Molarenbereich. Dieses Implantat mit Hohlkehle ist darüber hinaus sehr gut geeignet zur Aufnahme von Keramikkronen, z. B. aus Zirkondioxid. Zur Abrundung des gesamten Implantatsystems gibt es ein Kugelkopfimplantat zur sofortigen Versorgung des unbezahnten Kiefers. Nach dieser Vorstellung konnten die Teilnehmer gleich die erste Operation des Tages verfolgen. Vier K.S.I. Kugelkopfimplantate wurden bei einem Patienten regio 11 13 mit Aufklappung inseriert, regio 22 25 transgingival.
Auch die provisorische Versorgung des Patienten mit einem vorhandenen Modellguss sowie die hierbei notwendigen zahntechnischen Arbeitsschritte durch das praxiseigene Labor wurde den Kursteilnehmern gezeigt. Damit auch alle Teilnehmer die Operation optimal verfolgen konnten, wurde sie mit einer extraoralen Kamera gefilmt und auf einen an der Decke befestigten großformatigen Monitor übertragen. Es folgten drei weitere Eingriffe bis am Nachmittag Barbara Friedrich von der Degradable Solutions AG das Knochenersatzmaterial Easygraft vorstellte. Easygraft ist ein phasenreines ß-Tricalciumphosphat in der Spritze, das durch Vermischen mit einem so genannten Biolinker zunächst eine klebrige und gut modellierbare Konsistenz entwickelt. Es kann direkt aus der Spritze in den Knochendefekt appliziert werden und ist durch seine Konsistenz optimal modellierbar. Kurze Zeit nach Benetzung des Granulates mit Blut härtet die Masse vollständig aus und gewährleistet so einen sicheren Verbleib im Knochendefekt. Anschließend konnten sich die Teilnehmer bei der Vorstellung von z. T. schon lange mit der K.S.I. Bauer-Schraube versorgten Patienten ein Bild über die vielfältigen Versorgungsmöglichkeiten mit dem Implantatsystem machen. Den Abschluß des informativen Tages bildete ein gemeinsames Abendessen, bei dem sich die Teilnehmer im kollegialen Gespräch über die am Tag erlebten Patientenversorgungen austauschen konnten. Am zweiten Kurstag folgten weitere Operationen in denen den Teilnehmern erneut die einfache Handhabung und vielseitige Anwendbarkeit des Systems erläutert wurde. Während der Eingriffe konnten die Kollegen jederzeit Fragen zum Vorgehen stellen. Beide Referentinnen beantworteten diese Fragen umfassend und kompetent. Somit wurde eine große Praxisnähe geschaffen, die den Kursteilnehmern viele Informationen vermittelte und eine Umsetzung in der eigenen Praxis stark unterstützte.
Denn neben Fragen zum Vorgehen wurden auch viele Informationen zu verwendeten Materialien und Instrumenten beantwortet. Nach der Mittagspause hatten die Kollegen dann noch die Gelegenheit mit praktischen Übungen an der Rinderrippe eigene Erfahrungen mit dem System zu sammeln und ein Gefühl für die praktische Anwendung der K.S.I. Bauer-Schraube zu bekommen. Am Ende des Kurses konnten die Teilnehmer auf zwei ausgesprochen informative Tage zurückblicken, die ihnen eine Fülle neuer Erkenntnisse zu den Möglichkeiten des K.S.I. Implantatsystems vermittelt hatten. Alle Teilnehmer erhalten nach der Veranstaltung ein Teilnahmezertifikat und eine Gutschrift von 17 Fortbildungspunkten.
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DENT IMPLANTOL 14, 4, 276 277 (2010)






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