Kurzverzeichnis Implantologie
Kurzverzeichnis Implantologie

Implantationskurs, Ganzkörperpräparat. Fortbildung

Spezialimplantationskurs am Ganzkörperpräparat

Drucken Von Adrian Lucaciu    aktualisiert am 13.10.2009

Bereits zum neunten Mal wurde in Zusammenarbeit der Abteilung Medizinische Zellbiologie der Universität Heidelberg, der Abteilung für Parodontologie der Universität Witten/Herdecke sowie der parodontologisch-implantologisch orientierten Praxis Dr. Matthias Mayer Anfang April ein Humanpräparatekurs am Institut für Anatomie und Zellbiologie II der Universität Heidelberg durchgeführt.

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Nach der Begrüßung durch Frau Schmitz-Bensberg (Geistlich Biomaterials), folgten die insgesamt zwölf Teilnehmer mit großem Interesse dem Einführungsvortrag von Prof. Dr. Dr. Völkl, der die topographische und mikroskopische Anatomie der Ober- und Unterkieferregionen darstellte. Hierbei wurden vor allem die für die Implantologie wichtigen anatomischen Grenzgebiete in den Fokus genommen.

Anschließend präsentierte Dr. Matthias Mayer M.S.D. (Frankfurt am Main) komplexe Implantationstechniken bei reduziertem Hart- und Weichgewebsangebot. Die Sicht aus der Praxis wurde durch seine Ausbildung an der Tufts University School of Dental Medicine (Boston, USA) durch aktuelle wissenschaftliche Herangehensweisen ergänzt. Hierbei konnte der Referent durch die Betrachtung des englischen Begriffs P.E.R.I.O., den Teilnehmern die Vernetzung der zahnmedizinischen Disziplinen Parodontologie, Endodontie, restaurative Zahnheilkunde, Implantologie und Orthodontie in Fokussierung auf die Entscheidungsfindung in der parodontologisch/implantologisch ausgerichteten Therapieplanung verdeutlichen.

Die minimal-invasiven Prinzipien der resektiven, der regenerativen und der plastisch rekonstruktiven Parodontalchirurgie wurden durch den sehr anschaulichen Vortrag von OA Dr. Georg Gassmann anhand von klinischen Fallpräsentationen verdeutlicht. Untermauert wurden die konzeptionellen Überlegungen durch eine aktuelle Literaturübersicht. In einer anschließenden praktischen Übung wurde durch das Referententeam die speziell durch Verwendung von Mikroinstrumentarien verbundenen Nahttechniken mit Hilfe von Gingivamodellen sowohl theoretisch als auch praktisch vermittelt.

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Nach einer Mittagspause begann der operative Teil der Veranstaltung, der durch die Referenten angeleitet wurde. Sie wurden dabei durch Vertreter der Firmen Geistlich Biomaterials, Wegmann Dentalinstrumente und CAMLOG Biotechnologies unterstützt. Bei den praktischen Übungen hatten die Zahnärzte die Möglichkeit an den kryokonservierten Ganzkörperpräparaten, die zuvor im theoretischen Teil vermittelten Operationstechniken durchzuführen. Unter den Präparaten fanden sich sowohl bezahnte als auch unbezahnte „Patienten“, so dass sowohl parodontal-chirurgische als auch parodontal-implantologische Eingriffe durchgeführt werden konnten. Das Hauptaugenmerk der durchgeführten Behandlungen umfasste dabei den internen und externen Sinuslift, den koronalen Verschiebelappen und die Tunnellappentechnik, Bindegewebstransplantate und freie Schleimhauttransplantate, Auflagerungsplastiken, Augmentationsmethoden mit retromolarem Knochenblock, die Split-Ridge-Technik unter Verwendung von Piezo-Surgery sowie die Implantation. Darüber hinaus gab es die Möglichkeit angeleitet durch Prof. Dr. Dr. Völkl und die Präparatorin Sarah Doll anatomische Grenzstrukturen an durchpräparierten formalin-fixierten Präparaten zu vergegenwärtigen.

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Fazit



Für den parodontologisch und implantologisch tätigen Zahnarzt ermöglichte diese Veranstaltung unumstritten die Rekapitulation theoretischer Inhalte verbunden mit unersetzbaren praktischen Erfahrungen, die in der täglichen Praxis vor allem den Patienten durch eine Erweiterung der Behandlungstechniken zu Gute kommen wird.

Abschließend kann aus Sicht der Teilnehmer dem Organisationsteam und den Referenten für die exzellente Betreuung und Verpflegung ein großes Lob ausgesprochen werden.

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