Ästhetik, Sicherheit und prothetische Flexibilität

Drucken aktualisiert am 17.02.2010

Es gibt zahlreiche Implantatsysteme auf dem Markt, die in vielen Punkten auch noch vergleichbar sind. Warum also ein neues System? Zahnarzt Themis Papadopulos aus Rastatt hat sich vor mehr als einem halben Jahr für das neue Hexacone Implantat von Dr. Ihde Dental als weitere Implantatlinie entschieden. Für ihn gab es einige Gründe, die dafür sprachen, zum Beispiel: Ein Implantat auf Knochenniveau mit einer dreifachen Rotationssperre und viel Flexibilität bei der Prothetik.

Das neue Hexacone Implantat von Dr. Ihde Dental.
Das neue Hexacone Implantat von Dr. Ihde Dental.


DI: Sie implantieren seit vielen Jahren. Wie viele Ihrer Kollegen haben Sie sich bewusst für einige wenige Systeme entschieden. Warum haben Sie vor rund einem halben Jahr das Hexacone Implantat von Dr. Ihde Dental mit aufgenommen?
Papadopulos: Das Implantat entspricht in vieler Hinsicht meinen Wünschen. Zunächst ist es ein Implantat, das auf Knochenniveau inseriert wird. Dabei ist positiv, dass es im Vergleich zu anderen Bone-Level-Implantaten keinen polierten Kragen hat. So schließt das Implantat nach dem Inserieren tatsächlich mit dem Knochen ab. Klappt man nach der Einheilungsphase wieder auf, dann sind nur Knochen und die Verschlusskappe des Implantats zu sehen. Der Implantatkörper ist vollkommen von Knochen umgeben.
Der große Vorteil in punkto Sicherheit ist für mich die dreifache Rotationssperre, die durch das Gewindedesign mit den drei axialen Fräsungen am unteren Implantat zustande kommt. Die Knochenspäne, die beim Eindrehen des Implantats entstehen, werden wie mit einer Knochenfräse gesammelt. Diese Späne bilden eine mechanische Sperre, so dass sich das Implantat nicht ohne weiteres entfernen lässt. Mit den Knochenspänen in den kleinen Hohlräumen erhalte ich direkt nach der Implantation ein kompaktes Interface zwischen Implantatkörper und Knochen. Es entsteht ein guter Primärkontakt.

DI: Eignet sich das Implantat dann auch für die Sofortversorgung und -belastung?
Papadopulos: Durch die minimale Konusform in Verbindung mit dem Gewinde-Design kommt es beim Eindrehen des Implantates auf Endposition zu einer Presspassung – auch in weicherem Knochen. Das sorgt für eine gute Primärstabiltität und bringt gerade in der kritischen Einheilphase der zweiten und dritten Woche post OP mehr Sicherheit für die Osseointegration. Mit diesen Eigenschaften kann das Implantat auch sofort belastet und versorgt werden – allerdings müssen dafür die klinischen Voraussetzungen vorliegen. Diese sind meiner Erfahrung nach nur bei sehr wenigen meiner Patienten gegeben. Selbst bei einem relativen Risiko bevorzuge ich die gedeckte Einheilung.

DI: Bei welchen Indikationen greifen Sie zu Hexacone?
Papadopulos: Es ist ein Allround-Implantat, da es sich von der Einzelzahnversorgung in der ästhetischen Region bis zur Fixierung einer Totalprothese auf Kugelköpfen einsetzen lässt. Es gibt eine sehr große Auswahl an Aufbauten: Magnetiks und Kugelköpfe, Geschiebe-, Steg- und Teleskopversorgungen. Damit gibt es mir viel prothetische Flexibilität.
Als Bone-Level-Implantat setze ich es natürlich gerne für ästhetisch anspruchsvolle Versorgungen in der sichtbaren Region ein, da es in der Intermediärzone die besten Voraussetzungen mitbringt.

DI: Ein wichtiger Punkt für die Sicherheit ist die feste Verbindung von Implantat und Aufbau. Wie sieht es hier aus?
Papadopulos: Hexacone hat eine interne Hexverbindung mit einer Tiefenverschraubung. Das gibt mir für das Platzieren des Zahnersatzes zum einen genügend Spielraum und zum anderen ist diese Verbindung langfristig stabil. Das Implantat hat innen einen konisch gefrästen Kragen. Die gleiche Eigenschaft weist auch die Unterseite des Abutments auf, so dass es beim Festschrauben zu einer Presspassung an dieser Stelle kommt. Diese Fassung sorgt für die maximal mögliche Abdichtung. Trotzdem zementiere ich die Abutments zusätzlich – vor allem Einzelkronen wegen der maximalen Rotationsbelastung.

DI: Das neue Implantat eignet sich für die ästhetisch anspruchsvolle Frontzahnregion. Allerdings gibt es nur Titanabutments. Widerspricht dies nicht Ihrem Anspruch an Ästhetik?
Papadopulos: Eine anspruchsvolle Ästhetik ist auch mit Titanabutments sehr gut zu machen. Ich verblende die Abutments mit Keramik und erhalte somit eine natürliche Zahnoptik. Viel wichtiger ist der Punkt, dass das Abutment die Anlagerungsfläche für das Weichgewebe bildet und deshalb speziell geformt ist. Es geht tulpenartig in die Breite, so dass eine Hohlkehle mit einer Stufe entstanden ist. Damit definiert das Abutment für den Techniker den Abschluss für die spätere Krone. Diese Abutments gibt es in verschiedenen Gingivahöhen. Um das richtige Abutment zur Hand zu haben, sollte man auf alle Fälle verschiedene Größen auf Lager haben. So kann man ästhetisch sehr hochwertige Arbeiten anfertigen.

DI: Wem empfehlen Sie das Implantat?
Papadopulos: Das Implantat eignet sich nur für erfahrene Chirurgen. Als Bone-Level-Implantat hat Hexacone beispielsweise keinen mechanischen Tiefenstopp. Damit besteht das Risiko, das Implantat zu tief zu setzen. Das bereitet Probleme bei der prothetischen Versorgung. Um dieses zu vermeiden, muss das Implantatbett exakt vorgebohrt und dann unter Sichtkontrolle manuell eingedreht werden. Das erfordert eine gewisse chirurgische Erfahrung. Als erfahrener Implantologe kann man allerdings die Vorteile des Implantats ausschöpfen.

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Fotostrecke
Zahnarzt Themis Papadopulosvon der Tagesklinik am Stadtpark in Rastatt.  

DENT IMPLANTOL 14, 1, 62 - 63 (2010)

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