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Orientierungs-und Entscheidungshilfe für dentale Produkte und Leistungen >>Zu den Vergleichen30 Jahre Straumann Deutschland
Vom Implantat-Pionier zum innovativen Lösungsanbieter
DruckenBemerkenswert ist die Firmengeschichte von Straumann in den vergangenen 30 Jahren. Durch innovative Neuprodukte und strategisch bedeutende Firmenübernahmen konnte das Portfolio und damit die Marktposition konstant ausgebaut werden. Seit 2001 ist Wolfgang Becker Geschäftsführer von Straumann Deutschland, mit Sitz in Freiburg im Breisgau. Freundlicherweise hat er sich bereit erklärt, unsere Fragen zu beantworten.

DI: Herr Becker, Sie arbeiten bereits seit 1986 bei Straumann und haben somit nahezu die gesamte Firmenhistorie von Straumann "live" erlebt. Wie sahen denn die Anfänge von Straumann aus?
Becker: Straumann hat sich zunächst als ImplantatPionier im Markt einen Namen gemacht. 1980 war die Implantologie eine ganz junge und allgemein noch nicht sehr bekannte Disziplin in der Zahnmedizin. Wir starteten mit einem Mitarbeiter im Außendienst, der die ersten Kunden für unser Implantat "Straumann Bone fit" begeisterte. Heute beschäftigen wir in Deutschland 250 Mitarbeiter. Die Implantatbehandlung ist mittlerweile zu einem etablierten Therapiekonzept geworden. Viele Innovationen aus unserem Haus trugen in den vergangenen 30 Jahren zum Fortschritt im Bereich der zahnärztlichen Regeneration, der Restauration und des Zahnersatzes bei. Zur Basis unseres Erfolgs gehören auch all die Kunden, die uns über die Jahre die Treue bewiesen haben.
DI: Wie hat sich der Dentalmarkt rückblickend verändert?
Becker: Die Implantologie hat sich aus einer Nische heraus beginnend in den 80er Jahren zu einer etablierten Behandlungsmethode entwickelt, die heute innerhalb des Dentalmarktes nicht mehr wegzudenken ist. Der gesamte Dentalmarkt hat sich meines Erachtens in den letzten 10 bis 15 Jahren rasant entwickelt bezüglich neuer Behandlungsmethoden, hochwertiger Materialien und der fortschreitenden Digitalisierung. Rückbetrachtend muss man sagen, dass der Dentalmarkt nicht mehr isoliert in einzelne Teilbereiche fragmentiert ist, sondern sehr stark miteinander verflochten wird, um auch im Zuge einer Qualitätssicherung validierte Prozesse (wie z. B. von der Planung bis zur finalisierten Krone) zu ermöglichen.
DI: Welche Eckpunkte in der Firmengeschichte waren verantwortlich dafür, dass Straumann in Deutschland nach wie vor unangefochten die Nummer 1 ist?
Becker: Ich glaube, mit ausschlaggebend war und ist die Nachhaltigkeit der Produkte gewährleistet durch eine hohe wissenschaftliche Evidenz. Parallel dazu kommt die konstant hohe Servicekultur bei Straumann. In diesem Jahr wurden wir beim Wettbewerb "Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister" zum vierten Mal ausgezeichnet. Darüber hinaus liegen weitere Gründe in den permanenten Innovationen von Straumann.
DI: In welchen Bereichen der Zahnmedizin bzw. Implantologie sehen Sie Straumann als Pionier? Welche nennenswerten Weiterentwicklungen im Produktangebot gab es in den vergangenen 30 Jahren?
Becker: Gemeinsam mit Professor Branemark, den ich hier nicht vergessen möchte, waren wir die Pioniere in der Implantologie. Quantensprünge sind erfolgt im Bereich der Oberflächentechnologie. Unsere konsequente Weiterentwicklung der Oberfläche von TPS, über SLA bis hin zur Straumann SLActive-Oberfläche hat dazu geführt, dass die SLActive-Oberfläche den Benchmark in unserer Industrie darstellt. Das gilt auch für unser neu entwickeltes Implantatmaterial Roxolid. Für beide Innovationen erhielt Straumann den "Medical Device Technology of the Year Award" von Frost & Sullivan. Weitere Meilensteine waren sicherlich die Schraubkonusverbindung von Straumann im Jahr 1986, welche für die gleichmäßige Lastverteilung und zuverlässige Implantat-Sekundärteil-Verbindung sorgt. 1999 kam das synOcta Prothetiksystem dazu, welches einen neuen Grad an Flexibilität in der Prothetik anbietet. 2003 übernahm Straumann die Firma Biora, ein Pionierunternehmen in der biologisch basierten Regeneration, und bietet mit Straumann Emdogain seitdem Lösungen für die Orale Geweberegeneration an. Und 2007 wurden die Straumann Bone Level Implantate eingeführt.
DI: Welche Vorteile haben Kunde und Patient durch die Zusammenarbeit mit Straumann?
Becker: Straumann versteht sich als umfassender Lösungsanbieter in der Dentalbranche. Das bedeutet, dass Straumann heute sowohl chirurgische als auch restaurative und regenerative Lösungen anbietet. Im Jahr 2003 wurde unser Portfolio um die regenerativen Produkte Emdogain, PrefGel und BoneCeramic erweitert. Bis dahin bewegten wir uns als reiner Implantathersteller nur im Bereich des Zahnersatzes. Heute können wir dem Patienten auch Lösungen im Bereich des Zahnerhaltes anbieten. Der Patient hat bei Straumann die Gewissheit, evidenzbasierte Produkte mit höchster Qualität zu erhalten, die auch nach 20 Jahren weiterhin verfügbar sind. Getreu unserem Leitprinzip "Simply doing more" bieten wir bessere Lösungen an, die es Zahnmedizinern und Zahntechnikern ermöglichen, Patienten optimal zu versorgen. Und wir haben den Anspruch, uns stetig zu verbessern.
DI: Welche Rolle spielt die Digitalisierung in der Implantologie heute und in Zukunft?
Becker: Die Produktpalette umfasst seit 2007 die neuesten Entwicklungen in der CADCAM-Technologie. Im Jahr 2009 hat Straumann durch die Übernahme von IVS, einem auf Softwareapplikationen für die computergestützte Implantologie spezialisierten Unternehmen, einen weiteren Schritt in die digitale Dentologie unternommen. Unserer Meinung nach werden die neu akquirierten Bereiche der digitalen Lösungen in Zukunft einen hohen Stellenwert einnehmen. Von der präoperativen Planung (CoDiagnostiX) über den digitalen Abdruck (CADENT) bis hin zur Fertigung des Zahnersatzes wird die Zahnmedizin in eine neue Phase eintreten. Für uns wird es wichtig sein, hier eine führende Rolle einzunehmen, um von der Planung bis zur finalen Restauration validierte Prozesse zu etablieren und so ein Höchstmaß an Qualität sicherzustellen.
DI: Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft und wo sehen Sie Straumann in zehn Jahren?
Becker: Wünsche habe ich keine, aber ich kann Ihnen versichern, dass wir unserer Linie weiterhin treu bleiben: Der Patientennutzen steht im Vordergrund. Hierfür ist die Basis, qualitativ hochwertige Produkte, die evidenzbasiert erforscht sind, anzubieten und die Anwender entsprechend zu unterstützen durch qualifizierte Mitarbeiter, ein hohes Serviceangebot und ein beispielhaftes Fortbildungsangebot. Des Weiteren versprechen wir uns mit der Digitalisierung die ein neues Zeitalter in unserer Branche einläutet uns als führender Anbieter weiterentwickeln zu können. DI: Vielen Dank, Herr Becker. Wir wünschen Ihnen und dem Unternehmen Straumann alles Gute für die Zukunft.
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DENT IMPLANTOL 14, 4, 268 269 (2010)






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