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Orientierungs-und Entscheidungshilfe für dentale Produkte und Leistungen >>Zu den VergleichenTipps zur Prothesenstabilisierung mit Mini-Implantaten
DruckenMit den MDI Mini-Implantaten von 3M ESPE können Totalprothesen sicher und unkompliziert stabilisiert werden. Das Insertionsprotokoll ist einfach, so können die MDIs meist transgingival inseriert, mittels eines überschaubaren Instrumentariums zügig eingebracht und bei ausreichender Primärstabilität sofort belastet werden. Zudem kommen sie mit einem verhältnismäßig geringen Knochenangebot aus, was gerade bei älteren, zahnlosen Patienten mit atrophiertem Kiefer wichtig ist. Viele Zahnärzte nutzen diese minimalinvasive, schmerzarme Vorgehensweise bereits in ihrer Praxis wie unser Interviewpartner Dr. Zoltán Keilinger aus Schwäbisch Gmünd, der im Folgenden Tricks aus seinem Praxisalltag verrät.

Kontrolle einer endgültigen typischen mit Mini-Implantaten stabilisierten Versorgung nach zwölf Wochen Tragezeit: Auf der Prothesenunterseite sind die eingebauten Metallgehäuse mit den schwarzen Gummiringen zu sehen.
DI: Herr Dr. Keilinger, Sie verwenden Mini-Implantate von 3M ESPE in Ihrer Praxis für die Prothesenstabilisierung. Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?
Dr. Keilinger: Die Stabilisierung von Prothesen mittels kleiner Implantate ist das Konzept, das mein Behandlungsspektrum und damit meinen Praxisalltag in den vergangenen Jahren am stärksten verändert hat. Davor kamen viele ältere Patienten regelmäßig in unsere Praxis und beklagten sich über den unbefriedigenden Sitz ihrer Prothese. Eine Unterfütterung und sogar die Neuanfertigung einer Prothese brachten meist keine durchschlagende Verbesserung, eine konventionelle Implantation erschien uns zu aufwändig. Letztendlich blieb nur die Überweisung an den MKG-Chirurgen oder die Zahnklinik. Dort wiederum wurden den Patienten meist sehr zeit- und kostenintensive Behandlungsoptionen vorgeschlagen, die für ältere Menschen eher nicht in Frage kommen. Jetzt können wir unseren Patienten selbst eine gute, günstige und schnelle Lösung anbieten.
DI: Zur prothetischen Versorgung: Verwenden Sie meist die alte Prothese weiter oder präferieren Sie eine Neuanfertigung?
Dr. Keilinger: Grundsätzlich ist es möglich, eine bereits vorhandene Prothese in Kombination mit MiniImplantaten weiterzunutzen. Dies kann insbesondere dann empfehlenswert sein, wenn die Versorgung erst wenige Monate alt ist. Meist aber lassen wir in unserer Praxis neue Prothesen anfertigen. Denn zum einen benötigen die Metallgehäuse, die die Kugelköpfe der MDIs aufnehmen, ein ausreichendes Platzangebot, was nicht bei allen vorhandenen Prothesen gegeben ist. Des Weiteren kommen gerade Neupatienten oftmals mit einer insuffizienten Versorgung zu uns, die funktionalen Kriterien nicht mehr genügt. Zum anderen wünschen die Patienten oft selbst eine neue, ästhetischere Prothese. Sie möchten "schöne Zähne" und nehmen den preislichen Unterschied gerne in Kauf. Insofern rate ich nach meiner Erfahrung dazu, dem Patienten eine Neuanfertigung vorzuschlagen. Er wird zufriedener aus der Praxis gehen, und für den Zahnarzt vereinfacht sich das Vorgehen.
DI: Können Sie ihren Kollegen einen Tipp zum Einbau der Metallgehäuse in die Prothese geben?
Dr. Keilinger: In unserem Praxisalltag hat es sich als sehr sinnvoll erwiesen, die Prothese im Vorfeld der OP vorzubereiten. Das heißt, sie wird freigeschliffen bzw. der Zahntechniker fertigt eine neue Versorgung mit entsprechender Aussparung an. Während der OP entscheiden wir dann, je nach erreichter Primärstabilität, ob wir weich unterfüttern oder die Metallgehäuse definitv einpolymerisieren. Somit bleibt man in seiner Entscheidung flexibel und vermeidet gleichzeitig eine große zeitliche Verzögerung, die den Patienten nur unnötig belastet.
DI: Herr Dr. Keilinger, zum Abschluss eine allgemeine Frage: Was empfehlen Sie grundsätzlich Kollegen, die jetzt beginnen möchten, mit dem MDI-System zu arbeiten?
Dr. Keilinger: Die soeben gegebenen Tipps sind das Resultat langjähriger Erfahrungen. Wer heute in das MDI-Konzept einsteigt, kann davon durch den Besuch eines Einsteiger-Kurses profitieren. 3M ESPE bietet eine Vielzahl von Seminaren und Fortbildungsveranstaltungen an, die durch eine Hospitation bei einem erfahrenen Mini-Implantat-Anwender ergänzt werden können.
DENT IMPLANTOL 14, 5, 342 342 (2010)






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