Roadshow

Statements bezüglich Neuprodukten, Weiterentwicklungen, Highlights uvm.

IDS 2009 - Statements

14.11.2009


Dirk Schöttelndreier, Bielefeld

  • Dirk Schöttelndreier
  • Dirk Schöttelndreier

Neuprodukte und Weiterentwicklungen: Im Bereich der Diagnostik ist sicherlich die 3-D-Diagnostik in Ihrer Gesamtheit zu sehen, ohne jetzt spezifisch darauf eingehen zu wollen. Hierbei sollten wir jedoch mit übertriebenen Scans vorsichtig sein, denn gerade ein CT hat doch sehr hohe Strahlenbelastung. Bei den Implantaten selbst ist es eher ein Konzept als ein Implantat. Clinical House Europe weist ein System auf, bei dem das Implantat selbst bereits für die Zukunft (Verlust etc.) versichert ist. Dies ist im Implantatpreis selbst enthalten. Das System werde ich mir in den nächsten Wochen einmal näher anschauen.

Persönliches Messe-Highlight: Die Highlights habe ich schon oben angesprochen. Hierbei sind eher die Trends zu sehen, die im Prinzip von allen Herstellern aufgegriffen werden. Als witziges technologisches "Highlight" sehe ich eine Zahnspangen- oder Schienendose mit Erinnerungsfunktion von Megadent. Diese Dose blinkt und gibt nach einem gewissen Zeitraum Signaltöne ab, um an das Wiedereinsetzen zu erinnern.

Stimmung: Die Stimmung war ausgesprochen gut. Sowohl Besucher als auch die Veranstalter mit denen ich gesprochen habe, waren guter Dinge und nur selten wurde über die aktuelle Krise gesprochen. Vielleicht ist das Statement der Deutschen Bank, dass die Zahnärzte von allen Ärzten die Krise am meisten spüren werden, falsch oder es betrifft nur diejenigen, die sich nicht bewegen wollen. Jedenfalls ist im Rahmen jeglicher Resonanz auf diese Art und Weise sicherlich der Krise besser Herr zu werden. Herzlichen Glückwunsch an Veranstalter, Aussteller und Kollegen!!

 

Dr. Achim Sieper, Kamen

  • Dr. Achim Sieper
  • Dr. Achim Sieper

Neuprodukte und Weiterentwicklungen: In der Implantologie scheint die sichere 3-D-Navigation nach vorheriger Volumentomographie-Darstellung der Kieferregionen Standard zu werden. Die Produkte werden immer preisgünstiger, bei den Zahnimplantaten selbst werden sie auch immer ähnlicher. Der Trend zur Sofortversorgung bzw. -belastung wird nicht mehr so aggressiv propagiert, wie in den Jahren davor. In der Parodontologie hat die Pharmazie Einzug gehalten. Zahnmedizin bleibt Medizin.

Persönliches Messe-Highlight: Ein Messehighlight war sicherlich die Präsentation der CAD/CAM -Technologien, welche sicherlich dazu führen, dass sich das Berufsbild des Zahntechnikers immens wandeln wird. Analog zu anderen medizinischen Hilfsberufen wird der Dentiker bzw. Dentalingenieur seine Beziehungsqualität zu den Zahnärzten und auch Kunden intensivieren müssen und die Akquise von Aufträgen wird immer mehr in den Vordergrund geraten, die technische Fertigung dank modernster Produktionstechnologien immer weniger Ressourcen erfordern. Das bedeutet aber auch bessere Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Fernost-Anbietern.

Was war positiv oder negativ: Besonders positiv ist die gute Beratungsmöglichkeit an den Ständen und das Engagement der Firmenmitarbeiter aufgefallen. Wenn es überhaupt etwas Negatives anzumerken gibt, dann die meiner Meinung nach fehlenden speziellen Messeofferten mit herausragenden Preisnachlässen. Bei fehlenden Anreizen besteht die Gefahr, dass sich zwar jeder informiert, aber keiner wirklich kauft.

Stimmung: Die Stimmung war außerordentlich positiv bezüglich des Fachinteresses. Es zeigt, dass sich auf der Messe immer diejenigen Kollegen befinden, die ohnehin schon hervorragend aufgestellt sind und somit dafür sorgen, dass sich der Markt weiter polarisiert. Gerade in Zeiten der Krise besteht die Chance, die Weichen zu stellen für Innovation und Wachstum, so dass ­ wenn die Krise vorbei ist ­ man mit seinem Unternehmen bestens aufgestellt ist. Wenn der Boden schwankt, wird aber auch jeder Schritt mit besonderer Sorgsamkeit und Achtsamkeit begangen. Diese Grundstimmung war auf der Messe erkennbar. Die anwesenden Produktanbieter und Anwender bestätigten in ihrer Grundstimmung das Statement. "Auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten wird weiter konsumiert, die Frage ist nur bei WEM!"

 

Dr. Robert Böttcher, Ohrdruf

  • Dr. Robert Böttcher
  • Dr. Robert Böttcher

Neuprodukte und Weiterentwicklungen: Die Entwicklung im Bereich der Implantologie geht weiter zu neuen Oberflächen, die schnellere Einheilzeiten und Versorgungen für den Patienten ermöglichen. Die bei fast allen Systemen vorhandenen Keramikaufbauten zeigen die Wichtigkeit der Rot-Weiß-Ästhetik. Die zahlreichen Kooperationen zwischen Implantatund CAD/CAM-Anbietern verdeutlichen die Wichtigkeit dieser Versorgungsform. Besonders die Weiterentwicklung im Bereich der 3-D-Diagnostik ist mir aufgefallen. Das ab Mitte diesen Jahres erhältliche Programm Sirona Implants zur chirurgischen und prothetischen 3-D-Planung und -Diagnostik besticht mit seiner intuitiven Bedienung und scharfen Darstellung anatomischer Strukturen. Es wird eine komplett integrierte dreidimensionale CAD/CAM-Lösung von der Diagnostik bis zur Implantat getragenen Restauration und entsprechender funktioneller Gestaltung ermöglichen. Der Workflow ist einfach und zeitsparend: optischer Abdruck mit CEREC, Low-Dose-DVT mit GALILEOS, Einlesen der CEREC-Daten, ganzheitliche Planung und Bestellung der Bohrschablone.

Persönliches Messe-Highlight: Mein persönliches Messehighlight war die Vorstellung der neuen Ultrschallgeräte Implant Center 2 und Piezotome 2 der Firma Acteon. Mit noch mehr Power und Licht am Arbeitsende überzeugten diese Geräte auf ganzer Linie und machen die "Knochenarbeit" damit etwas leichter.

Stimmung: Besonders positiv ist mir die Stimmung auf der IDS aufgefallen. Sowohl die Händler als auch die vielen nationalen und internationalen Besucher waren guter Dinge, es war nichts von der allgegenwärtigen Wirtschaftskrise zu spüren. Für Zahnärzte, Zahntechniker, Zahnarzthelferinnen und Studenten bietet die IDS als das Highlight der internationalen Dentalbranche einzigartige Vergleichsmöglichkeiten.

 

Dr. Jörg Neugebauer, Köln

  • Dr. Jörg Neugebauer
  • Dr. Jörg Neugebauer

Neuprodukte und Weiterentwicklungen: Aufgefallen sind mir die zweiteiligen Keramikimplantate und die vielen Anbieter der Photodynamischen antimikrobiellen Therapie, wobei ich teilweise überrascht war, mit wie wenig technischen und klinischen Informationen diese Produkte vorgestellt und beworben wurden. Weiter scheint sich der Trend der computergestützten zahnärztlichen Behandlung fortsetzten. Wobei sich hier sicherlich die Frage stellt, wie viel Wertschöpfung vom Zahntechniker zum Zahnarzt verlagert wird und wie dies der Zahnarzt in der Praxis realisieren soll. Einige Software ist schon heute sehr komplex, dass hier Zahntechniker als Dienstleister für eigentlich zahnärztliche Aufgaben auftreten. Hier ist in der näheren Zukunft noch Klärungsbedarf welche Aufgaben der Zahnarzt in welcher Konsequenz delegieren darf.

Persönliches Messe-Highlight: Die Durchführung von Live-Operationen zeigt, dass der Vertrieb von Implantaten auch weiterhin sehr schulungsintensiv ist. Die Anwendung der komplexen Therapiekonzepte der Sofortversorgung an einem Nachmittag ist nur dann möglich, wenn ein ausgearbeiteter Behandlungsablauf entsprechend den Vorgaben umgesetzt wird. Diese Art der Produktpräsentation hat mich sehr beeindruckt, da hier live bewiesen wird, ob etwas funktioniert oder nur auf dem Papier entworfen wurde.

Was war positiv oder negativ: Der Vertrieb der Medizinprodukte "Dentale Implantate" scheint sich in drei Sektoren aufzugliedern. Eine Gruppe scheint nur über den Preis verkaufen zu wollen, ohne Absicherung der klinischen Anwendung und nachvollziehbaren Produktunterlagen ­ hier ist sicherlich eine Gefahr für die Implantologie zu sehen. Auf der anderen Seite konzentrieren sich die Hersteller auf Vertriebskonzepte der wissenschaftlichen und klinischen Absicherung ­ wie auch durch die Live-OPs gezeigt ­ oder es wird viel Wert auf eine emotionale Kundenbindung gelegt. Mitarbeiter aus den jeweiligen Konzernzentralen, die sich sonst immer nur in firmeninternen Meetings befinden, standen zahlreich für intensive Gespräche und einen Gedankenaustausch zur Verfügung.

Stimmung: Besonders bei den Kollegen, die ich getroffen habe, standen gewaltige Investitionen auf Grund von Praxiserweiterung oder Neugründungen an, die auf Grund des wirtschaftlichen Drucks der Hersteller zu guten Konditionen bei den Vertragsabschlüssen geführt haben, sodass sowohl die Anwender als auch die Hersteller einen zufriedenen Eindruck gemacht haben.

 

Dr. Mathias Plöger, Detmold

  • Dr. Mathias Plöger
  • Dr. Mathias Plöger

Neuprodukte und Weiterentwicklungen: Die Vorstellung des neuen M-Guide-Systems von MIS Implant Technologies, basierend auf dem praxisreifen System von med3D. Das M-Guide-System ist ein neues Planungsmodul mit Herstellung einer präzisen Bohrschablone, basierend auf Dicom-Daten vom DVT/CT-Befund.

Persönliches Messe-Highlight: Das einteilige Mistral-Implantatsystem wie auch die neu vorgestellten Interimsimplantate von MIS waren mein persönliches Highlight. Ein weiterer Höhepunkt war die nicht mehr wegzudenkende digitale, und somit abdruckfreie, Praxis, wobei ein Hauptthema CAD/CAM - abdruckfrei hergestellte Zirkoniumrestaurationen war.

Was war positiv oder negativ: Neben der fast unüberschaubar gewordenen Anzahl von Implantatherstellerfirmen war ein weiteres zentrales Thema die Rückbesinnung auf das zahnärztliche Grundprinzip der Zahnerhaltung. Dabei spielten vor allen Dingen die Innovationen in der Endontologie eine große Rolle.

Stimmung: Ich hab die Messe bereits am Dienstag besucht. Obwohl dieser Tag dem Dentalfachhandel und den Importeuren vorbehalten ist, war die Stimmung in den gut besuchten Hallen 10 und 11 sehr gut. Der Besucherandrang in den Hallen 3 und 4 war hingegen etwas verhaltener.

 

ZTM Gerhard Stachulla, Affing

  • ZTM Gerhard Stachulla
  • ZTM Gerhard Stachulla

Neuprodukte und Weiterentwicklungen: Die ganze Messe zu durchforsten war wie immer unmöglich aufgrund der Vielzahl der Aussteller, so war ich in erster Linie auf der Suche nach Neuem in meinem persönlichen Spezialgebiet CAD/CAM und Computernavigation. Straumann und Materialise zeigten ihr eigenes Chirurgie-Set für Guided Surgery. Sie bieten aber die gleiche Löffeltechnik, die wir schon von Nobel Biocare, Astra Tech oder Biomet 3i kennen. Innovativ war hier Friadent, dessen Führungshülsen mit Trick am Bohrer befestigt sind und somit dem Behandler eine zusätzliche Hand sparen. Im Bereich CAD/CAM fiel SIRONA mit dem Intraoralscan auf, wie auch bei ESPE, Hint Els und anderen zu sehen. Jedoch zeigte Sirona nicht nur die mögliche Modellherstellung und das Weiterleiten an Fräseinheiten, sondern auch die Kombination mit einer Planungssoftware für Implantate. Ich denke es macht Sinn in Zukunft die gesamte Palette der digitalen Anwendungsmöglichkeiten zu kombinieren, um unnötige Workflows zu vermeiden. Machbar ist es allemal, es müssen nur zwischen vorhandenen Systemen am besten offene Schnittstellen geschaffen werden.

Persönliches Messe-Highlight: Deshalb gefiel mir wohl auch ganz besonders die Idee von Uli Mönckmeyer, der am Stand von Prittidenta seine neue Entwicklung zeigte: Er simuliert mimische Gesichtbewegungen inklusive Lächeln des Patienten mit Hilfe einer speziellen Fototechnik. Er matcht verschiedene ästhetische Zahnformen in dieses Bild und kann diese Daten dann an eine Fräsmaschine geben, die Kronen und Brücken passend zu dieser Visualisierung liefert ­ Wow! ­ ...und wenn wir das jetzt mit Implantat-Planungssoftware und Intraoralscan kombinieren...

Stimmung: Ohne die Zahlen zu kennen, meine ich, dass wie die Jahre zuvor eine große Besucherzahl da war, um sich zu informieren und auszutauschen. Die Neugierde scheint in unserem Beruf immer noch vorhanden und vor allem der Wunsch sich weiter zu entwickeln und nicht stehen zu bleiben.


Nachhaltige Zahnmedizin – so geht's
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Die Verwirklichung der Nachhaltigkeitsziele der UN darf keine Utopie bleiben.
Auch die Zahnmedizin kann und muss ihren Beitrag dazu leisten.
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Spitta Akademie ist „Top-Anbieter für Weiterbildung 2022“
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Zum zweiten Mal in Folge wurde die Spitta Akademie, als Marke der Spitta GmbH, von FOCUS-BUSINESS als Top-Anbieter für Weiterbildung 2022 ausgezeichnet. Die Spitta Akademie bietet praxisnahe Fort- und Weiterbildung für Fachkräfte im Bereich Zahnmedizin und Zahntechnik.