Veranstaltungen

Jubiläums-Symposium zum Thema „Langlebigkeit & Qualität“

25 Jahre Dr. Masur-Implantologie

07.01.2021

Strenge Hygienregeln auch bei den Referenten (von links): Dr. Marcus Striegel (Nürnberg), MSc Katja Masur (Bad Wörishofen), MSc Andrea Stix (München), Dr. Ralf Masur (Bad Wörishofen) und Dr. Michael Dure (Masur-Zahnärzte Augsburg.)
Strenge Hygienregeln auch bei den Referenten (von links): Dr. Marcus Striegel (Nürnberg), MSc Katja Masur (Bad Wörishofen), MSc Andrea Stix (München), Dr. Ralf Masur (Bad Wörishofen) und Dr. Michael Dure (Masur-Zahnärzte Augsburg.)

Mit großem Zuspruch und einer Teilnehmerzahl von 120 wurde das Dr. Masur-Implantologie-Symposium anlässlich des 25-jährigen Praxisjubiläums am 20. Oktober 2020 in der Stadthalle Mindelheim durchgeführt. Neben einer Dentalausstellung mit nationalen und internationalen Firmen überzeugte das Fachprogramm die anwesenden Zahnärzte, Zahntechniker und zahnmedizinischen Fachangestellten.

Dr. Masur kann in seiner Laufbahn auf mittlerweile etwa 50.000 gesetzte Implantate zurückblicken. Zu Beginn seiner Laufbahn wurden Implantate als Chance für besondere Situationen und Wünsche begriffen. Es gab noch Unsicherheiten über die funktionierenden und die „richtigen“ Konzepte. Heute zeigen seine Entwicklungen vereinfachte Konzepte für Patientenbedürfnisse. Die praktiziert er mit seinem Team und Kollegen der Masur Zahnärzte MVZI an acht Standorten und seinem Praxisnetzwerk im süddeutschen Raum. Beim Blick in die Zukunft geht es um den Kampf gegen Periimplantitits und mehr Sicherheit in der Implantologie.

Eigene Entwicklung von Keramik-Coating

Mit seiner Begeisterung für die Implantologie hat sich Dr. Masur in den vergangenen Jahren mit neuen Technologien beschäftigt und mit seiner neu gegründeten Firma Biologic Technologies bereits einige Materialentwicklungen realisiert. Neben Zirkonspritzguss sind Oberflächentechnologien mit antibakterieller Wirkung und Keramik- Coating in weiß auf Titan aktuelle Projekte und wichtige Innovationen, über die es in naher Zukunft sicher noch interessantes zu berichten geben wird.

Das Keramik-Coating auf Implantaten wird nicht nur durch die Studien von Prof. Nickening und Kollegen sondern auch durch die Aussagen des BDIZ-Vorsitzenden Prof. Zöller als zukunftsträchtige Entwicklung bezeichnet.

„Keramik-Coating mit unseren eigenen Entwicklung könnte einen Standard in der Implantologie begründen. Das Verbinden aller Vorteile aus den beiden Bereichen keramischer Oberflächen und deren biologischer Überlegenheit mit den mechanischen Eigenschaften des jahrzehntelang bewährten Titans wird die heutigen und zukünftigen Bedürfnisse und Anforderungen lösen können“, davon ist Dr. Masur überzeugt. „Allerdings sind unsere Arbeiten hierzu durch die Schwierigkeiten mit Corona und durch die Medizinprodukteverordnung vor große Herausforderungen gestellt worden. Aufgrund des biologischen Nutzens sind jedoch weitere Untersuchungen und Studien von aktuellem Interesse und stossen auf großes Feedback seitens der Patienten und der Industrie.“

Verbesserung der rot-weißen Ästhetik

  • Die Teilnehmer genossen die hochklassige Veranstaltung und das Miteinander.

  • Die Teilnehmer genossen die hochklassige Veranstaltung und das Miteinander.
    © Masur
Gemeinsam mit geladenen Referenten begab sich das Publikum auf die Suche nach Entwicklungspotentialen sowie Risiken und Chancen der Zukunft. Wertvolle, praktische Tipps und Trends wurden vermittelt und bisherige Fehler und Fallstricke wurden aufgedeckt. Zum Thema „Methoden zur Verbesserung der rot-weißen Ästhetik“ zeigte Dr. Marcus Striegel auf, wie mit einfachen Mitteln bei der Versorgung mit Zahnersatz und dem Beschleifen von Zähnen ästhetisch schwer korrigierbare Einschränkungen vermieden werden können.

Ästhetisch ausgezeichnete Ergebnisse seien seiner Erfahrung nach immer nur durch Respekt gegenüber der Biologie möglich. Schon das Fadenlegen würde die biologische Breite verletzen und zu Gingiva-Retraktionen nach Zahnersatz führen. Schonende äquigingivale Präparation, Abformung ohne Blutung und Fäden ermöglichten mit modernster Präparations-Technik und vollkeramischen Restaurationen durch hervorragende zahntechnische Partner eine naturidentische und biologisch unauffällig integrierte Restauration. Der Referent konnte dies eindrucksvoll mit Langzeitdokumentationen seiner Restaurationen über 15 bis 20 Jahre belegen. Das Wissen um die Biologie und die Funktion sind dabei grundlegende Voraussetzungen, was den anwesenden Zahnärzten eindrucksvoll vor Augen geführt wurde.

Digitale KFO und unsichtbare Schienen

Kieferorthopädin MSc Katja Masur zeigte ästhetische Lösungen, die sie heute mit unsichtbaren Schienen statt den ursprünglichen festsitzenden Zahnspangen sowohl bei jungen als auch reiferen Patienten bis ins hohe Alter realisiert.

Digitale Abformung, Planung und unsichtbare Aligner-Therapie sei dabei – fachkundig geplant und überwacht – heute in fast jeder Indikation möglich. Die Forschung und die Systeme seien im Vergleich zu vor einigen Jahren so weit vorangeschritten, dass mit der unsichtbaren Aligner-Therapie sogar funktionell und ästhetisch oftmals bessere Resultate als bei der konventionellen Zahnspange erzielt werden können. Vorteil: Keiner sieht, dass eine ästhetische und funktionelle Behandlung stattfindet und die Schienen stören die Patienten weniger als die üblichen Spangen.

Die Referentin belegte an eindrucksvollen Fällen, wie sie besonderes Augenmerk auf die Schonung der Gelenke legt und damit viele Beschwerden, wie Migräne oder Verspannungen, der Patienten lindern konnte. Das ästhetische Erscheinungsbild der Aligner und die damit verbundene motivierte Mitarbeit der meisten Patienten sei dabei eine hervorragende Grundlage für beste Therapieresultate. Vereinfachung und Perfektionierung zum Wohle der Patienten sei im Hause Masur auch im Bereich der Kieferorthopädie jeden Tag der beste Anreiz.

Patienten- und Kundenmotivation

MSc Andrea Stix referierte darüber, wie wichtig der personenbezogene Umgang mit jedem individuellen Patient ist – insbesondere dann, wenn diese mit Angst zum Zahnarzt kommen. Zuhören statt selbst zu reden und das Vermeiden von Killersätzen stellte sie in den Vordergrund und beleuchtete, dass es unterschiedliche Patienten gäbe, die wiederum unterschiedlich betreut werden müssten. In ihrem lebendigen Vortrag bezog sie immer wieder die Zuhörer aktiv mit ein und führte so zu nachhaltigem Erleben. Die beschriebenen Verhaltensmuster und Charaktertypen der Patienten wurden gleich live im Publikum im interessanten Dialog erlebbar.

Wie kommuniziere und motiviere ich den Patienten nach seinem individuellen Charakter und Typen? Eher intellektuell oder doch besser emotional geprägt? Ist das Zwischenmenschliche mindestens genauso wichtig wie das Fachliche? Diese und weitere Tipps gab die Referentin für den eigenen Praxiseinsatz und sorgte für eine eigene Empfindung, wie das Gesagte beim Gegenüber ankommt und was es individuell bewirken kann.

Zähne auf Implantaten in einem Tag

  • Die Veranstalter Dr. Ralf und Katja Masur dankten ihrem Team für die großartige Arbeit.

  • Die Veranstalter Dr. Ralf und Katja Masur dankten ihrem Team für die großartige Arbeit.
    © Masur
Dr. Ralf Masur zeigte, dass er seit über 22 Jahren „Zähne in 1 Tag“ praktiziert und egal in welchem Kiefer (Ober- oder Unterkiefer) einer der Ersten in Deutschland war, der diese Therapie aktiv und mit höchster Verlässlichkeit den Patienten anbieten konnte. Mit Zeitungsberichten der ersten Symposien aus 2003 konnte er belegen, wie er seine Erfolge in der Sofortbelastung auch mit knapp 800 sofortbelasteten Implantaten im Oberkiefer als einer der Ersten routiniert in seinen Praxisalltag eingebunden hat.

Kürzere Behandlungszeiten, Verlässlichkeit der Behandlung, weniger Schmerzen und postoperative Einschränkungen bei möglichst geringem Zeitaufwand und wenigen Terminen sind die zentralen Wünsche der Patienten. Neben seiner eigenen Behandlungsmethode hat Dr. Masur auch Instrumente entwickelt, die den Patienten die Angst vor einem möglichen Knochenaufbau nehmen und schonende Behandlungen ermöglichen.

Die OP-Methode von Dr. Masur wird durch seinen patentierten OP-Bohrer nicht nur verkürzt, sondern schonend, schnell und schmerzarm immer mit Eigenknochen des Patienten ermöglicht. Somit hat der Patient nicht nur eine möglichst schonende Behandlung, sondern auch stets ein stabiles Implantatfundament dank dem wissenschaftlich am besten bewerteten Knochenersatzmaterial – dem eigenen Knochen.

Navigationssysteme in der Implantologie

Dr. Michael Dure, der Leiter der Masur Zahnärzte Augsburg promovierte und forschte zu digitaler Navigation. Auch er ist – dank der neuartigen OP-Methode von Dr. Masur – ein großer Freund des körpereigenen Knochenaufbaus und einer schonenden Implantatoperation. Er gibt ganz klar zu bedenken, dass nicht jeder Implantologe die Erfahrung aus über 50.000 selbst gesetzten Implantaten haben kann und die navigierte Implantologie eine Hilfestellung sein kann. Gleichzeitig sollte man jedoch bedenken, dass der blinde Einsatz der navigierten Implantologie ohne chirurgische Erfahrung auch zum Nachteil des Patienten sein kann.

Man darf dem digitalen Fortschritt nicht blind trauen, was anhand von OP-Bildern gezeigt wurde. Die digitale Implantologie bietet Erleichterungen in komplexen Planungen und bei individuell gefährdeten anatomischen Strukturen, kann aber biologische Grundsätze nicht verändern und sollte stets mit Bedacht eingesetzt werden. Auch gab Dr. Dure zu bedenken, dass die Integration des digitalen Workflows für alle Beteiligten – Praxis, Behandler, Labor – zeitaufwendig und anstrengend ist und Kosten für den Patienten verursacht. Die Kombination des modernen Digitalen mit dem bewährten biologisch Erprobten erscheint als eine gute und für den Patienten sinnvollste Lösung. Dies gilt vor allem für junge Kollegen, denn die Biologie kann auch durch Technik in den wenigsten Fällen überlistet werden.

Fazit

Ein rundum gelungenes Jubiläums-Symposium zu 25 Jahre Dr. Masur. Dank eines strengen und umfangreichen Hygienekonzeptes der Stadt Mindelheim konnte das Symposium sicher und erfolgreich realisiert werden. Durch die fundierten Referate ist es sicherlich gelungen, die Teilnehmer auf eine zuversichtliche Zukunft in und mit der Implantogie einzustimmen.


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