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bone ring congress in Frankfurt war ein voller Erfolg

19.03.2017

Am 3. und 4. Februar 2017 fand in Frankfurt der erste internationale bone ring congress statt, bei dem botiss biomaterials Goldsponsor war. Die Veranstalter, Dr. Bernhard Giesenhagen und Dr. Orcan Yüksel, konnten 200 Gäste aus 15 Nationen willkommen heißen. 12 internationale Referenten präsentierten neueste Erkenntnisse rund um die Knochenringtechnik.

  • Teilnehmer des Workshop-Tages beim Hands-on.

  • Teilnehmer des Workshop-Tages beim Hands-on.
Die Referatsthemen reichten von ästhetischer Behandlung und Prothetik bis hin zu aktuellen klinischen Studien zur Resorption von Knochenringen, Tierversuchen und Stammzellforschung. Im Rahmen des „Pre-congress Days“ am 3. Februar hatten 30 Ärzte aus 8 Ländern die Möglichkeit an einem Workshop-Tag teilzunehmen. Dieser fand in der Praxis von Dr. Giesenhagen und Dr. Yüksel statt. Ein Teilnehmer war sogar extra dafür aus Australien angereist.

Highlights an beiden Tagen waren die Direktübertragungen von zwei Live-OPs, in der Dr. Giesenhagen jeweils in weniger als einer Stunde einen Patienten mit mehreren Knochenringen und Implantaten schnell und präzise versorgte: 3 Implantate in der Maxilla mit mehr als 5 mm vertikaler Augmentation. Die Teilnehmer wendeten die zuvor theoretisch erlernte Technik im Workshop direkt am Kiefermodell selbst an, ehe sie sich anschließend mit den internationalen Referenten austauschten.

Wissenschaftliche Fachvorträge

  • Die Veranstalter Dr. Orcan Yüksel und Dr. Bernhard Giesenhagen am botiss Stand.

  • Die Veranstalter Dr. Orcan Yüksel und Dr. Bernhard Giesenhagen am botiss Stand.
In der Eröffnungspräsentation von Dr. Bernhard Giesenhagen und Dr. Orcan Yüksel wurden die Ergebnisse aus gemeinsam 1.300 implantierten Knochenringen seit 2002 präsentiert. Dr. Gang Chen stellte in seinem Vortrag ausführlich die Vor- und Nachteile verschiedener Entnahmestellen für autologe Knochenringe dar. Dazu wurden eindrucksvolle klinische Bilder und Langzeitergebnisse gezeigt.

Dr. Marco Schwan zeigte die größte Herausforderung für den Behandler: Große dreidimensionale Knochendefekte in der ästhetischen Zone. Wie man solche Fälle mit der Knochenringtechnik exzellent lösen kann, war dann auch das Thema seines Vortrags. Unter Berücksichtigung aller „aesthetic scores (PES, WES) bleibt immer das individuelle ästhetische Empfinden des Patienten im Vordergrund.

Mit Dr. Norbert Fock begaben sich die Teilnehmer auf eine anatomische Reise durch die Mundhöhle − fantastische Bilder von anatomischen Details, aufgenommen an frischen Präparaten. Es wurden die anatomisch gefährlichen Zonen bei verschiedenen chirurgischen Eingriffen gezeigt, und mit welchen Techniken man Komplikationen vermeiden kann.

Es folgte Prof. Marcelo Pereira Nunes mit einer sehr eindrucksvollen Präsentation über einen implantologischen Misserfolg mit einem verheerenden ästhetischen Ergebnis in der frontalen Maxilla. Durch vorbereitende Maßnahmen weichgewebetechnischer Art (Bindegewebstransplantat) wurde eine Augmentation vorbereitet. Der Knochen wurde mit autologen Knochenringen rekonstruiert. Nach der prothetischen Versorgung zeigte sich ein perfektes Ergebnis. Im Anschluss wurden in einem Tierversuch die autogenen Ringe mit einem Allograft (maxgraft® bonering) in verschiedenen vertikalen Höhen verglichen. Dr. Emre Benlidayi präsentierte Resultate mit perfekten histologischen Bildern. Er zeigte sehr gute Ergebnisse mit 4 mm vertikaler Höhe. Erstaunlicherweise bessere Ergebnisse als 2 mm in Bezug auf Bone Implant Contact (BIC). Alle Ringe heilten unter einer Jason® membrane mit vollständiger Verknöcherung ein. Die Allograft-Ringe stellten in dieser Studie eine ausreichende und gute Alternative zu autogenen Ringen dar. Bei der Anwendung sollte der Arzt es vermeiden, die Ringe zu stark in den ortsständigen Knochen hinein zu versenken, da es keine Besserung darstellt, sondern sogar weniger BIC bedeutet.

Prof. Dr. Georg-Hubertus Nentwig benutzt in Anlehnung an die Knochenringtechnik Knochenzylinder zur Augmentation großer Knochendefekte. Bei Komplikationen dieser zweizeitigen Methode kann bei der Implantation noch nachaugmentiert werden.

Prof. Dr. Wolf-Dieter Grimm beeindruckte mit einem sehr wissenschaftlichen Vortrag. Ziel der Arbeit ist es, eine Methode zu entwickeln mit der Stammzellen (neural crest related stemcells) aus dem Bindegewebe des Gaumens isoliert werden und mit einer speziellen Methode in die allogenen Knochenringe hineingesaugt werden. Dadurch verbessern sich die Knochenregeneration und die Knochenqualität.

In der Klinik von Dr. Tith Hong Yoeu wurden bereits mehr als 200 Knochenringe inseriert. Ein großer Teil mit einem „flapless approach“. Die Ergebnisse unterscheiden sich nicht von denen, die geschlossen einheilen.

Dr. Darius Pocebutas zeigte sehr eindrucksvolle Ergebnisse prothetischer Versorgungen nach Knochenringaugmentationen durch Abutmentauswahl und speziellen Freilegungstechniken (z. B. Meandertechnik): Das Knochenring- Design erleichtere dem Prothetiker die Versorgung.

Dr. MD Thomas Nord präsentierte eine Studie, in der gezeigt wurde, dass allogene Knochenringe ein Jahr nach Belastung im Durchschnitt 0,4 - 0,5 mm Resorption aufweisen. Die Knochenringtechnik ist eine sehr zuverlässige Methode zur Kompensation großer Knochendefekte.

Fazit

Ein gelungener Auftakt für hoffentlich noch mehr „botiss days“. „Das Feedback der Teilnehmer war durchweg positiv und dem nächsten bone ring congress 2019 steht nichts im Wege“, sagten Dr. Giesenhagen und Dr. Yüksel wie aus einem Munde.

Halle 4.2, Stand N018

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WEITERE INFORMATIONEN:

botiss biomaterials GmbH
Hauptstr. 28
15806 Zossen
www.botiss.com


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