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curasan FIT – FIT für intelligentes Knochenmanagement

Referenten, Mitarbeiter und Partner der FIT-Tage in Frankfurt.
Referenten, Mitarbeiter und Partner der FIT-Tage in Frankfurt.

Manch einer erinnert sich noch an die letzten Frankfurter Implantologie Tage im Jahr 2007. Mitte März hatte die curasan AG nach Frankfurt eingeladen, um die seinerzeit erfolgreiche Veranstaltungsreihe FIT wieder aufzugreifen. Hochkarätige Referenten, innovative Best-Practice-Vorträge und spannende Diskussionen rund um das Thema Knochenmanagement erwarteten die Gäste.

Der Medizinische Direktor der curasan AG, Dr. Wolf- Dietrich Hübner, begrüßte die etwa 80 Teilnehmer im Skyloft des Sheraton Hotels am Frankfurter Flughafen: „Wir von der curasan wollen Bewährtes erhalten und offen sein für Neues. In Zukunft soll es die FIT-Tage wieder regelmäßig geben – und dann auch mit internationalem Charakter.“

Zum Auftakt sprach der Leiter Forschung & Entwicklung der curasan AG. Dr. Fabian Peters machte die Werkstoffkunde (be)greifbar. Im flotten Tempo, aber dennoch nachvollziehbar, blickte er zurück auf die Entwicklungsgeschichte von CERASORB. „So etwas wie Knochen kann keiner entwickeln, deshalb war es unser oberstes Ziel, Materialien anzubieten, die dem Körper dabei helfen, ein komplett knöchern regeneriertes Gebiet wieder zu erlangen. Und das ist uns sehr gut gelungen.“ Angefangen bei den Grundlagen der Knochenbildung und Remodeling („das Skelettsystem ‚erneuert‘ sich alle 7 bis 10 Jahre“) fasste er die Anforderungen an ein Knochenersatzmaterial zusammen: biokompatibel, bioaktiv, osteokonduktiv, resorbierbar sollte es sein! Die materialtechnischen Ansprüche lauten: Porosität, große Oberfläche, Stabilität und Knochenähnlichkeit. Sämtliche Anforderungen sieht Dr. Peters beim Knochenersatzmaterial OSBONE®, als auch bei den Knochenregenerationsmateralien CERASORB®, CERACELL® und OSSEOLIVE® als realisiert. Die größte Herausforderung bei der Knochennachbildung sei es, die Porosität und die mechanische Stabilität zu vereinen.

Ob sich die materialkundlichen Überlegungen und Erwartungen auch histologisch nachweisen lassen, darüber konnte Prof. Dr. Christine Knabe-Ducheyne von der Uni Marburg berichten. Anhand von Histologien aus tierexperimentellen Studien im Schafunterkiefer konnte Sie bestätigen, dass alle untersuchten curasan-Produkte nach 3 und 6 Monaten exzellente Knochenregeneration und nach 12 und 18 Monaten perfekte Knochenbildung bei gestaffeltem Resorptionsverhalten vorweisen konnten.

Der Übergang von der Materialkunde in die Klinik gelang Prof. Dr. Dr. Frank Palm aus Konstanz hervorragend. Er konnte bestätigen, dass die Domäne von CERASORB der Sinuslift ist. Für ihn ist Cerasorb M in dieser Indikation alternativlos. Seit 2001 hat er bereits mehr als 2.500 Sinuslift-OPs durchgeführt. Er beobachtet immer wieder eine sehr gute Gewebekompatibilität und keine „Abstoßreaktionen“. Es sei Verlass auf das Material, was er vor allem auf die „sensationelle Forschung“ bei curasan zurückführe.

Einen klinischen Vergleich zwischen CERASORB und Osbone wagte PD Dr. Arwed Ludwig von der MKG-Klinik in Kassel. Er ist bereits sehr lange mit curasan verbunden und kennt deshalb die Vor- und Nachteile sowie die passenden Indikationen sehr gut. Er warnte, ebenso wie sein Vorredner, vor der Prionenproblematik, die schon lange bekannt ist, aber immer wieder in Vergessenheit gerät. Weder CERASORB noch Osbone liefern durch die synthetische Herstellung ein Infektions- oder Allergierisiko. Dr. Ludwig betonte, dass beide Materialien in allen Indikationen verwendet werden können. Allerdings sei Osbone beispielsweise bei einer absoluten Höhenaugmentation, Periimplantitis, Schaffung eines Implantatbettes und bei mehrwandigen Defekten leicht im Vorteil. Cerasorb hingegen ist zu favorisieren bei Zystendefektauffüllungen, dünner Schneider‘schen Membran, Einzelzahndefekten und zur Defektauffüllung retinierter Zähne. „Ich sehe keine Indikation, in der ich bovines Material verwenden müsste“, so der überzeugte Anwender.

Zum Abschluss des Vormittagsprogramms berichtete PD Dr. Dr. Dr. Shahram Ghanaati von der Uni Frankfurt über die Entwicklung der CERASORB Paste und die Ergebnisse aus mehreren vorklinischen Untersuchungen. Er hat die Produktentwicklung von Anfang an begleitet. Die Paste erlaubt das schrittweise Einwandern des umliegenden Gewebes von außen nach innen. Sechs Monate nach Implantation ist Knochen derselbe wie zuvor. Durch die vereinfachte Applikationsform mit der sterilen Fertigspritze kann die Paste in schwer zugängliche Bereiche eingebracht werden. Ein Anmischen mit Blut oder anderen Substanzen ist nicht erforderlich. Die Anwendung der Paste ist sowohl mit als auch ohne Membran möglich.

  • Dr. Wolf-Dietrich Hübner bei der Eröffnung der FIT-Tage. Die Referenten (von links) Prof. Dr. Dr. Frank Palm, Dr. Henriette Lerner und Prof. Dr. Dr. Stefan Schermer präsentierten überzeugende Ergebnisse mit den Produkten aus dem Hause curasan.

  • Dr. Wolf-Dietrich Hübner bei der Eröffnung der FIT-Tage. Die Referenten (von links) Prof. Dr. Dr. Frank Palm, Dr. Henriette Lerner und Prof. Dr. Dr. Stefan Schermer präsentierten überzeugende Ergebnisse mit den Produkten aus dem Hause curasan.
Nach der Mittagspause mit reichhaltigem Büffet gelang es Dr. Henriette Lerner aus Baden-Baden die Zuhörer durch eine gelungene Präsentation zum Thema „CERASORB Paste in der täglichen Praxis“ zurückzuholen. Ihr Ziel ist Perfektion. Deshalb sind in ihrem klinischen Alltag die Parameter der eingesetzten Materialien fundamental relevant: „Wir müssen unsere Biomaterialien kennen – Volumen, Qualität, Fremdkörperreaktion, Histologien sind wichtig. Wir sind dankbar für zuverlässige Informationen, um Implantate zu stabilisieren und Schleimhautstrukturen zu gestalten.“

Prof. Dr. Dr. Stefan Schermer (Berlin) sprach über seine OP-Erfahrungen mit CERASORB Foam anhand mehrerer Patientenfälle. Das hochporöse Komposit aus porcinem Kollagen und phasenreinem ?-Tricalciumphosphat erlaubt ein stressfreies Arbeiten. Wie ein kleines Kissen dehnt sich das Material aus und liegt nach kurzer Zeit total fest. Man könne damit Volumen erzeugen und gleichzeitig den Knochen regenerieren. Grundsätzlich empfindet er die neue Variante für die Praxis als sehr angenehmes Mittel.

  • Bei der Podiumsdiskussion hatten die Referenten viele Fragen zu beantworten. Von links: Dr. Fabian Peters, Dr. Henriette Lerner und Dr. Robert Miller.

  • Bei der Podiumsdiskussion hatten die Referenten viele Fragen zu beantworten. Von links: Dr. Fabian Peters, Dr. Henriette Lerner und Dr. Robert Miller.
Über die neue Glaskeramik Osseolive ging es im nächsten Vortrag. PD Dr. Dr. Michael Stiller (Berlin) hat damit gute Erfahrungen gesammelt. Da er jedoch verhindert war, trug Frau Prof. Knabe-Ducheyne seine Ergebnisse vor. Es wurde durch DVT-Untersuchungen ein moderates Schrumpfungs-/Sinterverhalten im Einheilungszeitraum nachgewiesen. Der neugebildete, in Reifung befindliche Knochen besitze eine homogene Binnenstruktur. Das Osseointegrationsverhalten sei ausgezeichnet, im Fensterbereich sei die Biomaterialfläche kaum noch von ortsständigem Knochen zu unterscheiden.

Als einziger englischsprachiger Referent sprach im Anschluss Dr. Robert J. Miller (USA). Er verglich die Risiken und Chancen von synthetischen und bovinen Materialien. Er konnte festhalten, dass Cerasorb M und Osseolive resorbierbar sind, schnell durch autologen Knochen ersetzt werden und keine Fremdkörperreaktionen hervorrufen. Er zeigte, dass die Freisetzung von Calcium aus Cerasorb einen positiven Einfluß auf die Zellaktivität und damit auf die Knochenbildung hat.

Blick in die Zukunft

Dr. Fabian Peters gab abschließend noch einen kurzen Ausblick auf mögliche Zukunftsperspektiven. Es werde aktuell daran gearbeitet, die mechanische Stabilität noch weiter zu erhöhen. Eine kontrollierte Wirkstofffreisetzung (targeting) gelte ebenso als Ziel wie die Biologisierung mit Peptid-Ketten. In der abschließenden Podiumsdiskussion beantworteten die Referenten Fragen zu Kontraindikationen, Periimplantitis, Bisphosphonaten und Beckenkammtransplantaten. Zum guten Schluss hatten interessierte Zahnärzte dann auch noch die Möglichkeit einen vertiefenden Workshop mit Prof. Dr. Dr. Frank Palm zur Behandlung des atrophen Oberkiefers zu besuchen. Alternativ konnten sich die Teilnehmer im Workshop der Abrechnungs-Expertin Kerstin Salhoff (Nürnberg) über „Abrechnung im Umfeld von Knochenaufbaumaßnahmen“ auf den neuesten Stand bringen.

Fazit

Es wurde in den vielen Vorträgen offenkundig, wie viel Mühe curasan in die Entwicklung seiner Materialien steckt. Sowohl in-vitro als auch in-vivo wird sehr viel geforscht und geprüft, bevor ein Produkt auf den Markt kommt. Das bietet dem Behandler und dem Patienten entscheidende Sicherheit. Man darf gespannt sein, was die FIT 2017 zu bieten hat.

Carmen Bornfleth 

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Carmen Bornfleth

Bilder soweit nicht anders deklariert: Carmen Bornfleth


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