Veranstaltungen

Fesselnde Themen und inspirierende Vorträge in Baden-Baden

Esthetic Days 2022

Hereinspaziert ins Kongresshaus Baden-Baden – der rote Teppich ist ausgerollt!
Hereinspaziert ins Kongresshaus Baden-Baden – der rote Teppich ist ausgerollt!

Am 23./24. September war es wieder einmal Zeit für die schönen Dinge! Bereits zum dritten Mal haben Initiator Straumann und Veranstalter M:Consult zu den Esthetic days nach Baden-Baden eingeladen. 16 Referenten befassten sich in 1,5 Tagen mit der ästhetischen Zahnheilkunde und dabei standen vor allem die Wünsche der Patienten im Mittelpunkt.

  • Das sympathische Moderatorenduo Kristina Sterz und Dr. Kay Vietor führt durch den Kongress.

  • Das sympathische Moderatorenduo Kristina Sterz und Dr. Kay Vietor führt durch den Kongress.
    © Bornfleth
Bei den Esthetic Days liegt der Fokus auf der ästhetischen Zahnheilkunde. Es geht dabei um viel mehr als nur um Implantologie, Parodontologie, Kieferorthopädie und Prothetik.

Die Fachgebiete werden mit Megatrends der Zukunft, Herausforderungen durch die Digitalisierung sowie Praxiskommunikation, Teamwork und Zahntechnik in den direkten Kontext gesetzt. 360 Grad Ästhetik aus der Praxis für die Praxis! Knapp 400 Teilnehmer nahmen sich Zeit, um sich Inspirationen zu holen und sich auf die schönen Dinge in der Praxis zu konzentrieren.

Patientenwünsche erfüllen

Aber was wollen eigentlich die Patienten? Was erwarten Sie von ihrem Zahnarzt oder ihrer Zahnärztin? Die Patienten wünschen sich ein Konzept und sie wollen genau verstehen, warum die Behandlung für sie wichtig ist und wie der Ablauf sein wird.

Genau damit befassten sich die 16 Referenten beim eineinhalbtägigen Programm. Dr. Florin Cofar eröffnete den Reigen und präsentierte technische Möglichkeiten und Vorteile durch die Nutzung digitaler Tools. Er zeigte, wie wichtig es ist, jede Therapie mit einem guten Plan zu starten – vor allem bei komplexen Fällen.

  • Dr. Paul Schuh.

  • Dr. Paul Schuh.
    © Bornfleth
Dr. Paul Schuh hat seine Praxis in München schon sehr früh digitalisiert, da er Vorteile für Behandlungsteam und Patienten sieht. Der Patient sieht sehr früh, wie sein Ergebnis aussehen wird. „Digitalisierung ist ein Thema mit dem man sich lieber heute als morgen beschäftigen sollte“, so sein Ratschlag.

„Digitalisierung ist ein Prozess im Team, um am Ende das optimale Ergebnis für den Patienten zu erreichen“, davon ist auch seine Zahntechnikerin Ramona Hench überzeugt. Planung ist beim Team Schuh und Hench alles. Beide können viel voneinander lernen. Zeit sei dabei ein entscheidender Faktor – auch für den Patienten. Die Visualisierung durch digitale Elemente sei die Basis aller Planungen.

Die Kommunikation mit dem Patienten wird durch Bilder erleichtert. „Am Ende sollte der Patient mit dem Ergebnis happy sein, aber auch mit dem Weg wie wir dahin gekommen sind“, fasst Dr. Schuh zusammen.

Weiter ging es mit Dr. Maja Chmielewska mit einer Anleitung für die digitale Zahnheilkunde. Der Patient wünscht sich eine schmerzfreie Behandlung, eine gute Heilung und schnelle Ergebnisse – und ganz besonders „teeth forever“. Anhand beeindruckender Fälle zeigte sie, wie Patientenerwartungsmanagement, Vorhersagbarkeit und Sicherheit durch die digitale Arbeitsweise optimiert werden.

Aligner-Therapie

Weiter ging es mit geballter Frauenpower – Dr. Rebecca Komischke hat in ihrer Praxis in Medebach ein sehr erfolgreiches Konzept für Aligner integriert, wo zuvor kein Markt war. Heute kommen Patienten gezielt dafür in ihre Praxis. Sie ist davon überzeugt, dass dies kein Modetrend ist, sondern Aligner bleiben, da weltweit 60% der Menschen eine Fehlstellung haben.

80% sind unzufrieden mit ihrem Lächeln. Heute interessieren sich auch ältere Patienten für Aligner. Die häufigsten Korrekturen sind Engstand, Lücken und Kopf-/Kreuzbiss.

„Menschen verbinden ein schönes Lächeln mit Gesundheit. Es geht also nicht nur darum schön zu sein, sondern auch gesund. Aus einer Umfrage geht hervor, dass 66% bereit sind dafür Geld auszugeben“, weiß Kieferorthopädin Dr. Alissa Dreier.

Die zwei Referentinnen konnten sehr schön zeigen, dass Kieferorthopäden und Zahnärzte nicht gegeneinander, sondern zusammen zum Erfolg kommen können.

Sofortimplantation

Ein Feuerwerk zum Erfolgskonzept „Sofortimplantation“ zündete im Anschluss Prof. DDr. Gabor Tepper aus Wien. Er ist überzeugt: „Ohne Sofortimplantate kann heute keine implantologische Praxis mehr bestehen.“ Und weiter ermahnt er die Zuhörer: „Wenn Sie es nicht machen, macht es ein anderer.“

Seit 1999 referiert Tepper zur Sofortimplantation. Jährlich setzt er 3000 Implantate. „Wenn es zu viele Probleme geben würde, wäre diese Zahl nicht machbar.“ Heute realisiert er 70% seiner Patientenfälle mit dem BLX Implantat.

„Sofortimplantation ist heute simpel und praktikabel, da sie sehr gut vorhersagbar ist. Der Trend geht auch nicht mehr weg.“ Seine Patienten wünschen sich sofort behandelt zu werden, wenn ein Problem besteht, und nicht erst in drei Monaten. Wenn man gut erklärt, werde das Konzept gut verstanden. Das bietet Vorteile für Behandler und Patient.

Praxiskommunikation

Weg von der Zahnmedizin hin zur Praxiskommunikation ging es im Anschluss mit Carsten Schlüter: „Viele glauben, sie haben die falschen Patienten! Aber in der Regel hat jeder die Klientel, die er gerufen hat!“ Denn heute suchen mehr als 70 % der Patienten im Internet.

Deshalb braucht es – wie bei einer Behandlung – auch beim Praxismarketing ein Konzept. „Wer als ästhetische Praxis überzeugen will, kann nicht mit einer unästhetischen Homepage seine Wunschpatienten ansprechen“, so Schlüter. Praxislogo und Corporate Identity müssen passen, hochwertige Bilder zeigen dem Patienten schöne Ergebnisse.

Denn es gilt: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Vor der ersten Kommunikation zwischen Behandler und Patient werden erste Eindrücke gesammelt durch Website, Social Media, Mund-zu-Mund-Kommunikation sowie den Erstkontakt mit dem Praxisteam. Wenn ein Patient die Stepps davor schon positiv genommen hat, kommt er genau aus den Behandlungsgründen, die die Praxis anbietet. So wird auch das Patientengespräch erleichtert.

The Night

Legendär war auch in diesem Jahr die Abendveranstaltung „The Night“ im Kurhaus Baden-Baden als gelungene Abrundung des Kongresstages. Nicht nur das grandiose Menü, sondern auch die imposante Location mit abwechslungsreichen Darbietungen überzeugten wieder einmal.

Workshops und mehr

  • Mark Robb.

  • Mark Robb.
    © Bornfleth
Nach dem beeindruckenden Programm am Freitag begeisterten auch die verschiedenen Workshops am Samstag. Doch davor gab es noch zwei Referate. Den Auftakt machte Mark Robb.

Er gab einen Einblick in die Service Excellence. Er machte deutlich, warum Patienten eine Praxis wieder verlassen. In 68% der Fälle liegt dies an fehlender emotionaler Bindung oder Gleichgültigkeit.

Werden die Patientenerwartungen nicht erfüllt, werden Kunden – sprich Patienten – kritisch und wechseln die Praxis. Wer als Praxis keine Neuerungen bietet geht rückwärts.

Pink ist wichtig!

„Ein wenig Pink mit großer Wirkung – gibt es das?“ war das Thema von Dr. Jochen Tunkel. Die Thematik beim PA-Patienten: Es besteht ein großes Problem, das weh tut und viel Geld kostet. Patienten kommen aus Angst ihre Zähne zu verlieren. Es muss eine medizinische Indikation vorliegen.

  • Dr. Jochen Tunkel erklärt die Tunneltechnik im Vergleich zum koronalen Verschiebelappen.
  • Geschäftsführer Andreas Utz begrüsst die Gäste zu den 3. Esthetic Days in Baden-Baden.
  • Dr. Jochen Tunkel erklärt die Tunneltechnik im Vergleich zum koronalen Verschiebelappen.
    © Bornfleth
  • Geschäftsführer Andreas Utz begrüsst die Gäste zu den 3. Esthetic Days in Baden-Baden.
    © Bornfleth

In der Rezessionsdeckung ist heute viele möglich, es muss das jeweils richtige Verfahren ausgewählt werden. Er ging auf die Vor- und Nachteile von Tunneltechnik und koronalem Verschiebelappen ein.

Nach einer Pause in der Ausstellung teilten sich die Teilnehmer in verschiedene Workshops, wo die bisherigen Themen weiter vertieft wurden. Wer die dritte Ausgabe verpasst hat, kann sich jetzt schon den Termin für die 4. Esthetic Days am 22./23. September 2023 in Baden-Baden notieren.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Carmen Bornfleth


Roadshow
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5 Termine - 5 Städte - 5 Punkte

Hochkarätige Referenten und Referentinnen wie Prof. Dr. Moritz Kebschull, Dr. Sylke Dombrowa, Prof. Dr. Ralf Rössler, Prof. Dr. Patrick Schmidlin oder Prof. Dr. Peter Eickholz beleuchten wissenschaftlich fundierte und praxisrelevante Informationen unter anderem zu den Themen S3-Leitlinie, Klassifizierung und Prävention.

Erfahren Sie im kostenlosen Live-Webinar „EVO fusion – digital hergestellte Prothetik kombiniert mit etablierten klinischen Protokollen“ von Permadental am 15.02.2023 von 14:00–15:00 Uhr mehr über die verschiedenen Lösungen im EVO fusion-System und die Vorteile für Praxis und Patient. 

 

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