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exocad Insights 2020 – genauso, anders und doch richtig gut!

Mehr als 1.600 Zahntechniker und Zahnärzte aus aller Welt verfolgten exocad Insights 2020 online.
Mehr als 1.600 Zahntechniker und Zahnärzte aus aller Welt verfolgten exocad Insights 2020 online.

Was ist von einem Kongress zu halten, der in Coronazeiten stattfinden soll? Zunächst einmal seien jedem Teilnehmer die derzeit kritischen Ängste und Bedenken zugestanden. Hingehen? Fernbleiben?

Nach der pandemiebedingten Verschiebung der Veranstaltung auf den frühen Herbst des Jahres schien ein Monat rückblickend alles möglich. Nach intensiven Vorbereitungen wurde von dem Softwareunternehmen exocad ein Hybrid-Event mit umfangreichem Hygienekonzept erdacht, um den glücklichen geladenen 300 Gästen ein sorgloses Kongress-Event zu bieten. Der sicherlich beste Ort dafür war das ohnehin schon feststehende darmstadtium, jenes fantastisch moderne Kongresszentrum im Herzen Darmstadts, welches mit seinem geräumigen Foyer, weiten Flächen, großem Veranstaltungssaal und den vielen kleinen Räumlichkeiten den idealen Raum bot.

Zwar war das Thema Covid-19 bestimmend für die Veranstaltung, viel mehr Stand aber das Zentralereignis einer hochinnovativen Softwareschmiede im 10. Jahr ihres Bestehens im Mittelpunkt. Da beide Ereignisse zusammengefallen sind, stellen wir uns die Frage: Wie ist es möglich, einen Kongress unter diesen Auflagen und Bedingungen abzuhalten? Die Antwort könnte einfacher nicht sein: Ein Event, welcher sowohl vor Ort als auch digital stattfindet, um die Interessierten und Begeisterten in aller Welt vom Reisen abzuhalten. Das neudeutsche Wort dafür ist Hybridevent. Hybrid – die beste Kombination aus 2 „Antriebs“-Arten: Ein lokales Fachpublikum ist leicht zu begeistern und profitiert von den Gegebenheiten vor Ort; die Fachinteressierten aus der weiten Welt mit großen und kleinen Fragen konnten sich bildlich gesehen „aus der ersten Reihe“ informieren und via Chat mit den Referenten und Ausstellern Kontakt aufnehmen.

Ganz so einfach ist es aber nicht… Welche Maßnahmen muss man ergreifen, um 300 Gästen ein möglichst normales Kongressfeeling zu bieten? Temperaturmessen am Eingang, Ausgabe einer äußerst schönen und hochwertigen Mundnasenbedeckung und eines „Social Distancing“-Armbandes, welches sich bei gefährlicher Annäherung an andere Kongressteilnehmer vibrierenderweise bemerkbar macht.

Das Sitzen im großen Veranstaltungssaal war jeweils mit 2 Plätzen Abstand und einer Platzkarte möglich. Selbst der fachlich beste Kongress ist nichts wert, wenn es an vernünftiger Verköstigung fehlt. Darum gab es zu den Pausen flugzeugähnliche Lunchboxen, welche das umherlaufen zu den Buffets unnötig machten. Dezentrale Essens- und Getränkeausgaben ermöglichten das relaxte Anstehen für Hauptspeisen. An den großzügig gestellten Tischen ergab sich eine angenehme Atmosphäre, welche Einlassungen zum Thema im Kollegenkreis unterstützte. Das übliche Spießrutenlaufen durch die Industrieausstellung war auch auf angenehmerweise gelockert: Für die bis zu 4 Parallelsessions am Dienstagvormittag konnte man am Stand der Industriepartner Eintrittskarten buchen. Somit war ein interessiertes Gespräch mit dem Dentalunternehmen der Wahl und eine ungefährliche Demo vorprogrammiert. Insgesamt eine überzeugende Darbietung!

Einblicke in Produktlösungen einer Softwarefirma

  • „A decade of digital innovation” lautete das Motto. Den zehnjährigen exocad-Geburtstag zelebrierten die exocad-Gründer Maik Gerth und Tillmann Steinbrecher sowie CCO Novica Savic mit dem Anschnitt einer Geburtstagstorte.

  • „A decade of digital innovation” lautete das Motto. Den zehnjährigen exocad-Geburtstag zelebrierten die exocad-Gründer Maik Gerth und Tillmann Steinbrecher sowie CCO Novica Savic mit dem Anschnitt einer Geburtstagstorte.
    © exocad
Was vom Grundkontext nicht gerade spannend und nach den üblichen chirurgischen Abenteuern klingt, die auf einem Kongress dargeboten werden, hätte bunter, unterhaltsamer, informativer und vor allem innovativer für die Welt der Zahnheilkunde von morgen gar nicht sein können. Zunächst einmal sind es die beiden Gründer Maik Gerth, CTO, und Tillmann Steinbrecher, CEO, die aus einer Fraunhofer Arbeitsgruppe in den vergangenen 10 Jahren ein veritables Softwareunternehmen gemacht haben. exocad steht für die Verknüpfung aller Bestandteile des digitalen Zahntechnikarbeitsplatzes im Computer Aided Design und das ohne Bindung an ein spezielles System.

Eine Veranstaltung, welche zugleich online in der ganzen Welt, wie analog vor Ort in einem Auditorium stattfindet, produziert eine Menge mediales Echo in den Sozialen Medien und auf den zugeschalteten Kanälen. Der eigens dazu auf der Bühne eingerichtete Arbeitsplatz verband die beiden Welten – Kommentare und Fragen konnten somit direkt an den jeweiligen Referenten weitergegeben werden. Somit wurde das Online-Publikum in den Saal geholt und ein medialer Großraum aufgespannt.

Eine Plattform – viele Möglichkeiten

  • Michael Kohnen, Leiter Global Application Support bei exocad, präsentierte die neuen Features der kommenden Software-Releases Galway für DentalCAD.

  • Michael Kohnen, Leiter Global Application Support bei exocad, präsentierte die neuen Features der kommenden Software-Releases Galway für DentalCAD.
    © exocad
Ausschließich zu den Qualitäten und Verbesserungen in der neuen Software Dental CAD 3.0 Galway und exoplan 3.0 Galway referierte Michael Kohnen, Leiter Global Application Support bei exocad. Die Verbindung des Smile Creator und des Model Creators lassen beispielsweise die Herstellung eines an die Gesichtsarchitektur angepassten Mockups zur ästhetischen Verbesserung der Front zu. In der implantologischen Welt wurde das Herstellen einer Bohrschablone mit parallelisierten Bohrpins und der Planung der Ankerpins zur Fixierung der Bohrschablone im zahnlosen Kiefer eingeführt.

Die praktische Umsetzung eines ästhetisch anspruchsvollen Falles zeigte der Zahntechniker Waldo Zarco Nosti aus Spanien. Neben der technischen Planung und Umsetzung einer Frontzahnrestauration wurden die Emotionen der jungen Patientin hervorragend medial ins Publikum transportiert.

  • Uli Hauschild zeigte mit Dr. Michael Berthold die Implantatplanung und das Designen der Prothetik am Beispiel eines Patientenfalls mit Live-OP.

  • Uli Hauschild zeigte mit Dr. Michael Berthold die Implantatplanung und das Designen der Prothetik am Beispiel eines Patientenfalls mit Live-OP.
    © exocad
Ein anderes Kaliber war die durch Uli Hauschild moderierte Live-OP, welche per Live-Stream aus dem zahnärztlichen Versorgungszentrum Carolinum Plus an der Goethe Universität Frankfurt am Main übertragen wurde: Ein Gebiss, wie es kompromittierter nicht hätte sein können, wurde live, sofort entfernt und mit exoplan digital geplanten Implantaten sowie Bohrschablonen sofort implantiert. Darüber hinaus konnten dem Patienten die Brückenprovisorien zur Vollversorgung in der gleichen Sitzung integriert werden.

Ganz besonders: Zahntechniker, Zahnärzte und Prothetiker konnten einen Einblick in die Schnittstelle zur Chirurgie und den Dimensionensprung zur vollumfänglichen Sofortversorgung live und vor Ort erfahren. „Open source creates open thinking!“

Auf dieser Erfahrung aufbauend erlebte das Auditorium Dr. Michael Scherer – ein nach eigenen Angaben auf digital ambitionierter Generalist aus Kalifornien. Den Einstieg solle man sich mit machbaren Herausforderungen und Interesse am Spiel gestalten und für sich den optimalen Weg aus der Kombination vieler Möglichkeiten, auch der außer Haus gefertigten Dienstleistungen, herauszufinden, so Scherer.

Auf die neuropsychologische Ebene wurde der Diskurs von Dr. Carl Naughton gehoben, welcher die Wichtigkeit von Flexibilität in Entscheidung und ewigem Lernen anhand von Beispielen aus dem praktischen (amerikanischen) Kosmos erklärte.

Clinical und Partner Sessions

Am Kongressdienstag ging es praktisch weiter. Das Resultat des praktischen Operierens am Vortag zeigte sich mit dem OP-Team im Saal. Was gibt es glaubwürdigeres als einen lachenden Patienten?! Eigentlich aber wurde das Feld an diesem Tag von den Industriepartnern von exocad bespielt, denn das Produkt, das am Ende herauskommt, ist eine Frage der effizienten Umsetzung. Dafür standen die Clinical Partner Sessions der Unternehmen wie Align Technology, Amann Girrbach, Medit, Dental Direkt, Schütz Dental und VITA Zahnfabrik, welche in kleinen Parallelgruppen direkt in Folge an geplante Projekte mit dem Computer Aided Manufacturing den digitalen Workflow vollenden.

Das große komödienhafte Finale bildete vor Ort und online der Abschlussvortrag von Dr. Michael DiTolla (USA), welcher aus seinem Erfahrungsschatz im Umgang mit Kollegen, deren Anforderungen und Ergebnissen in einem der größten Dentallabore der Welt unterhaltsam auf die Bühne brachte.

„Der Kongress ist tot – es lebe der Kongress“

Dem Team von exocad ist es gelungen, auf die Frage, ob und wie es in Zeiten von Corona mit dem uns bekannten Fortbildungswesen weitergeht, einen entscheidenden Schritt näherzukommen. Es ist möglich, gleichzeitig Leute vor Ort und auch online zu begeistern.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Jan-Friedrich Dehner


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