Veranstaltungen

1. Zimmer Biomet Dental Kongress in Salzburg

Innovativ. Kontrovers. Praxisnah.

Die prunkvolle Residenz bot den perfekten Rahmen für die ARENA.
Die prunkvolle Residenz bot den perfekten Rahmen für die ARENA.

Über 30 international anerkannte Referenten reisten am 13. und 14. April zum 1. Zimmer Biomet Dental Kongress nach Salzburg. Zimmer Biomet hat sich in den letzten zwei Jahren gewandelt. Dieser Wandel spiegelte sich in einem völlig neuartigen Veranstaltungskonzept wider, das sehr gut ankam. Die Workshop-Summaries während der Pause trafen ebenso den Nerv der Zeit, wie der Verzicht auf klassische Frontalvorträge zugunsten einer ARENA-Podiumsdiskussion mit interaktiver Beteiligung des Auditoriums.

Um die Veranstaltung in einem überschaubaren Rahmen zu halten, waren die Plätze limitiert auf 180 Teilnehmer. Die Veranstaltung war restlos ausverkauft – eine Mischung aus jungen und älteren Zahnärzten, Zahntechnikern und Assistentinnen war gespannt auf das angekündigte „innovative Konzept“.

14 Workshops und 25 Referenten

Los ging es am Freitag mit drei Sessions à vier Parallelworkshops für Zahnärzte und Zahntechniker im modernen Pitter Event Center. In kleiner Runde wurden die breitgefächerten Workshop-Themen detailliert und patientenindividuell bearbeitet. Der besondere Reiz: Teilweise traten Referententeams gemeinsam an, die sich erst im Vorfeld der Veranstaltung näher kennenlernten. So gab es teils kontroverse Diskussionen zu Behandlungsalternativen, was die Bandbreite an Optionen in der täglichen Praxis erkennen ließ und zur Diskussion anregte. Ein schönes Beispiel dafür war der Workshop mit Prof. Dr. Patrick Schmidlin (Zürich) und Dr. Kai Fischer (Würzburg). Sie bestritten gemeinsam den Hands-On-Workshop „KISS – einfache Konzepte für komplexe Fälle“. Hier wurde deutlich, dass es für viele klinische Fragestellungen mehr als einen Behandlungsweg gibt. Bei der Wahl der „richtigen“ Option spielen viele Aspekte, wie Patientenwunsch, Evidenz oder Behandlerpräferenz eine Rolle. Der Workshop vermittelte „einfache“ Lösungsansätze für vorhersagbare Ergebnisse. Abgerundet wurde der Kurs mit Hands-on-Übungen zum Lappendesign und zu Nahttechniken.

  • Ein Teil der Workshop-Referenten vom Freitagnachmittag zusammen mit Krista Strauss.
  • Neues Konzept: Nach den parallel angebotenen Workshops gab es in der Pause eine Workshop-Summary aller Experten.
  • Ein Teil der Workshop-Referenten vom Freitagnachmittag zusammen mit Krista Strauss.
  • Neues Konzept: Nach den parallel angebotenen Workshops gab es in der Pause eine Workshop-Summary aller Experten.

„Prothetische Versorgungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung des parodontalen Patientenstatus“ lautete das Thema von Parodontologe Dr. Frederic Kauffmann (Würzburg) und Prothetiker Dr. Lukas Fürhauser (Wien). Durch den Einzug der Implantologie in die Parodontologie haben sich neue Chancen und Risiken ergeben. Digitale Techniken und neue Materialien machen Therapien vorhersagbarer. Im Workshop zeigte sich die Schnittmenge zwischen Parodontologie und Implantologie. Vermittelt wurde ein parodontales Therapiekonzept unter Einbeziehung der Implantologie mit angulierten Implantaten. Die Teilnehmer trainierten begeistert die Implantatinsertion am Gipsmodell.

  • Prof. Dr. Christian Stappert leitete mit Dr. Roger Naef den Workshop „Sinus mit verschiedenen Materialien − Funktioniert tatsächlich alles?

  • Prof. Dr. Christian Stappert leitete mit Dr. Roger Naef den Workshop „Sinus mit verschiedenen Materialien − Funktioniert tatsächlich alles?
    © Bornfleth
„Funktioniert tatsächlich alles im Sinuslift?“ – dieser Frage gingen Prof. Dr. Christian Stappert und Dr. Roger Naef (beide Zürich) auf den Grund. Auch wenn Augmentationen am Kieferhöhlenboden heute zu den Standardeingriffen gehören, werden noch viele Techniken kontrovers diskutiert. Dies betrifft sowohl die Diagnostik, Techniken, Materialien und das Risikomanagement. Den Referenten gelang es, die Anatomie der Kieferhöhle, die knöcherne Einheilung und biologische Grundlagen zu beleuchten. Mit Hands-on-Übungen am Kaninchenkopf wurden OP-Techniken geübt.

Das zahnärztliche Umfeld wird immer stärker von der Digitalisierung beeinflusst. Dr. Oliver Hugo (Schweinfurt) hat seine Praxis weitestgehend digitalisiert, was ihn zum perfekten Referenten des Themas „Der digitale Workflow“ machte. Gemeinsam mit ZT Manuel Fricke von Zfx München zeigte er anhand konkreter Beispiele die Chancen und Risiken des digitalen versus analogen Weges auf. Dr. Daniel Engler-Hamm (München) und Dr. Konstantinos Tokmakidis (Zürich) präsentierten und diskutierten verschiedene Planungstools und Behandlungskonzepte für komplexe Augmentationsverfahren im parodontal geschädigten Gebiss. In diesem und anderen Workshops wurde den Teilnehmern die Möglichkeit zum interaktiven Voting geboten. Mittels einer App wurde live auf Fragen zu Befund, Diagnostik oder Behandlungsalternative geantwortet. Die Referenten konnten direkt reagieren und erklären. Das Tool erwies sich über beide Tage als vorteilhaft, um das Auditorium aktiv miteinzubeziehen.

Summary der Experten

In den Pausen zwischen den Workshops trafen sich Teilnehmer und Referenten in der zentralen Ausstellungshalle. Die Referenten stellten sich den Fragen des souveränen Moderators Dr. Jörn Thiemer aus Bochum. Alle Anwesenden hatten so die Chance, die „Take home messages“ aller Workshops mitzunehmen. Die kurzen Zusammenfassungen während des Caterings kamen sehr gut an.

Der Abend-Event in der historischen Kulisse der Residenz zu Salzburg bot den gewollten Kontrast zur modernen Location des Kongressfreitags. Bei leckeren Köstlichkeiten gab es ausreichend Zeit für den kollegialen Austausch.

Neues Konzept vor historischer Kulisse

Am Samstag trafen sich die Teilnehmer erneut in der alten Residenz. Krista Strauss, Geschäftsführerin DACH, begrüßte die Gäste und gab einleitend einen Überblick über die aktuelle Produktpalette von Zimmer Biomet. Neben prothetischen Lösungen stellte sie auch das regenerative Portfolio vor. Neu präsentiert wurde ein Wash-Tray für den Thermodesinfektor. Für die zweite Jahreshälfte wurden weitere Neuheiten angekündigt.

  • Für Zimmer Biomet ist die Treue der Kunden ein wichtiger Faktor. Krista Strauss übergab erstmals einen Loyalty Award an Zahnärzte, die seit mehr als 14 Jahren treue Kunden sind.
  • Krista Strauss, Geschäftsführerin Zimmer Dental DACH, gab am Samstag einen Überblick über den Status quo und die Zukunftsmission von Zimmer Biomet.
  • Für Zimmer Biomet ist die Treue der Kunden ein wichtiger Faktor. Krista Strauss übergab erstmals einen Loyalty Award an Zahnärzte, die seit mehr als 14 Jahren treue Kunden sind.
  • Krista Strauss, Geschäftsführerin Zimmer Dental DACH, gab am Samstag einen Überblick über den Status quo und die Zukunftsmission von Zimmer Biomet.

  • Zukunftsforscher Matthias Horx stellte sich den Fragen aus dem Publikum.
  • Zukunftsforscher Matthias Horx stellte sich den Fragen aus dem Publikum.

Für Zimmer Biomet ist die Treue der Kunden ein wichtiger Faktor. So konnte Krista Strauss erstmals einen Loyalty Award an Zahnärzte vergeben, die seit mehr als 14 Jahren treue Kunden sind. Als Kontrast zum alten Gemäuer gehörte die Bühne im Anschluss dem Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx. Es gelang ihm erstklassig, die Zuhörer für sein Spezialthema „Die Macht der Megatrends“ zu begeistern. Doch wie entsteht eigentlich Zukunft? „Zukunft entsteht, wenn Beziehungen gelingen“, so die These von Horx, „und in Zeiten des digitalen Zeitalters gilt die Achtsamkeit als wichtiges Gegengewicht.“

ARENA Podiumsdiskussion

Seinen gelungenen Abschluss fand der 1. Zimmer Biomet Dental Kongress mit der ARENA. Unter Moderation von Dr. Jörn Thiemer und dem wissenschaftlichen Leiter Prof. Dr. Stefan Fickl präsentierten internationale Experten ihre eigenen Patientenfälle. Vor der Lösung des Falles wurde diskutiert. Die Teilnehmer konnten via TED-Voting ebenfalls ein Feedback geben. Univ.-Prof. DDr. Werner Zechner (Wien), Dr. Kai Fischer, Dr. Konrad Meyenberger (Zürich) und Dr. Daniel Engler-Hamm schafften es, mit ihren Fällen eine rege interaktive und kritische Diskussion zu Themenkomplexen der modernen Implantologie anzuregen.

Fazit

Der Kongress bot die perfekte Plattform, um die Außenwirkung von Zimmer Biomet zu stärken. In einer kleineren Stadt mit guter Infrastruktur ein innovatives Konzept mit praxisnahen Inhalten und kontroversen Diskussionen zu bieten und dabei genug Zeit für den Austausch unter Kollegen einzuplanen, das war von den Verantwortlichen um Krista Strauss und Prof. Dr. Stefan Fickl sehr gut geplant und umgesetzt. Sicherlich wird den Teilnehmern das Wochenende in der schönen Stadt Salzburg noch lange in Erinnerung bleiben. 

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Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Carmen Bornfleth


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