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Interdisziplinärer Blick auf die keramische Implantologie

Workshop ceramic.implant auf dem 33. DGI-Kongress

06.03.2020

Im vitaclinical-Workshop auf dem 33. Kongress der DGI in Hamburg wurden keramische Implantate aus den unterschiedlichen Perspektiven der Grundlagenforschung, der klinischen Wissenschaft und der praktischen Anwendung beleuchtet.

Prof. Dr. Barbara Nebe von der Universität Rostock ging auf die Zellaktivität an Titan- und Keramikoberflächen ein: „Zirkondioxidimplantate haben eine sandgestrahlte, säure- und hitzebehandelte Oberfläche und sehen topografisch anders aus als sandgestrahlte und säuregeätzte Titanoberflächen.“ Zellphysiologische Analysen an den Materialgrenzflächen hätten gezeigt, dass die Zellfunktion an den „sanfteren“, sinusförmigen Oberflächen von Zirkondioxid signifikant besser sei als auf Titanoberflächen mit vergleichsweise scharfen Ecken und Kanten.

  • Prof. Dr. Nebe: „Zirkondioxidimplantate sehen topografisch anders aus als sandgestrahlte und säuregeätzte Titanoberflächen.“
  • Dr. Wesemann: „30 % der erfassten Implantatoberfläche reichen aus, um vergleichbar präzise wie bei Einzelzahnscans zu sein.“
  • Prof. Dr. Nebe: „Zirkondioxidimplantate sehen topografisch anders aus als sandgestrahlte und säuregeätzte Titanoberflächen.“
  • Dr. Wesemann: „30 % der erfassten Implantatoberfläche reichen aus, um vergleichbar präzise wie bei Einzelzahnscans zu sein.“

Dr. Christian Wesemann von der Charité Universitätsmedizin Berlin beantwortete mit seiner Studie die Frage, ob eine digitale Abformung von ceramic.implant ohne Scanbody schnell und einfach möglich ist. Das Ergebnis: Die schwer erfassbaren marginalen Anteile der Implantatschulter müssen nicht gescannt werden, denn sie ließen sich durch entsprechendes Matchen mit hinterlegten Rekonstruktionshilfen in der CAD-Software kombinieren. Nur 30 % der erfassten Implantatoberfläche reichten aus, um vergleichbar präzise wie bei Einzelzahnscans zu sein.

Das Thema Keramikimplantate im Kontext der Salutogenese und Stabilität fokussierte Dr. Dr. Waldemar Reich von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. „Wir haben nicht gelernt, die Ressourcen unserer Patienten zu erkennen und diese beim Therapieren optimal auszunutzen!“, stellte er fest und plädierte dafür, auch in der Implantologie die Salutogenese zu fokussieren, anstatt immer nur auf Risikofaktoren, Pathologien und Symptome fixiert zu sein.

Prof. Dr. Ronald Jung von der Universität Zürich präsentierte die wissenschaftliche Evidenz von ceramic.implant. In einer prospektiven klinischen Studie nach 5 Jahren zeige das VITA Keramikimplantat eine mittlere Überlebensrate von 98,4 %, was sich auch im Rahmen der momentanen Reevaluierung nach 7,5 Jahren wieder bestätigte. „Ich habe selten ein Implantat gesehen, das über einen so langen Zeitraum eigentlich keine knöchernen Veränderungen erfährt“, ergänzte Jung bezüglich des Bone Remodellings nach 5 Jahren.

Fazit

Die verschiedenen fachlichen Blickwinkel des Workshops ergaben ein Gesamtbild, das zeigte, warum Keramikimplantate schon heute eine sinnvolle und sichere Ergänzung des Therapiespektrums darstellen.  


Weitere Informationen:

VITA Zahnfabrik H. Rauter GmbH & Co. KG
Spitalgasse 3
79713 Bad Säckingen
www.prosec.network


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