Abrechnung


GOZ 2012: Sie kommt – sie kommt nicht – sie kommt!

Seit mehr als drei Jahren beschäftigen wir uns mit Referentenentwürfen, die zu keiner Entscheidung führten. Doch nun gibt es kein Zurück mehr. Große Auswirkungen auf unsere Honorargestaltung sind vorprogrammiert.

BZÄK, KZBV und die Fachpresse sind sehr enttäuscht, da die Änderung nicht akzeptabel erscheint. Beklagt wird eine nur etwa sechsprozentige Anhebung - nach 23 Jahren ohne Punktwertsteigerung! Aus betriebswirtschaftlicher Sicht lässt die neue GOZ keine Vorfreude aufkommen. Die Presse verärgert die Zahnärzteschaft, indem sie jetzt schon verkündet, dass die Kosten für die Zahnbehandlung ab 2012 um 14 % steigen werden und „viele Patienten“ sich einen Zahnarztbesuch wohl nicht mehr leisten können. Im Vorfeld haben die privaten Versicherungsgesellschaften schon jetzt ihre Beitragserhöhungen indirekt angekündigt.

Beim ersten Betrachten erscheinen die geplanten Änderungen nicht überaus relevant. Da zum Großteil die Gebührenpositionen weiterhin bestehen, ist die Umstellung scheinbar einfach zu realisieren. Doch wie kann man Abwertungen von Leistungspositionen des Praxisalltags auffangen, wie sichert man sein Honorar künftig? Welche Auswirkungen haben die geänderten GOZ Paragraphen? Wann darf ich was nach GOÄ berechnen (besonders in punkto Implantologie)? Welche Analogleistungen dürfen nicht mehr oder doch noch berechnet werden?

Die neue GOZ 2012 – Kurzanalyse

Die Änderung zur Verordnung der Gebührenordnung wurde am 21.09.11 im Bundestag verabschiedet. Wenn die „neue GOZ“ die formelle Zustimmung im Bundesrat passiert hat und acht Wochen im Bundesanzeiger veröffentlicht ist, wird sie sehr wahrscheinlich zum 01.01.2012 in Kraft treten.

 Öffnungsklausel Das BMG hat auf die Forderung der PKVen, eine Öffnungsklausel in der neuen GOZ zu implementieren, verzichtet. (Keine Sonderverträge der PKVen mit Zahnärzten oder Berufsverbänden.)

 Wissenschaftlich kaum Anpassung der Leistungsbeschreibungen Es wurden einige obsolete Leistungen (z. B. GOZ 310 - Trepanation des Kieferknochens) aus dem Gebührenverzeichnis gestrichen, und einige neue Gebührenpositionen (z. B. 1040 Professionelle Zahnreinigung) mit aufgenommen. Bei bestimmten Leistungen sind Zuschläge geplant. (Auf neue Diagnostik- und Behandlungsmethoden wurde kaum eingegangen.)

 Keine Punktwertänderung Der im Referentenentwurf festgelegte Punktwert von 5,62421 Cent (früher 11 Pfennig) wird nicht erhöht. Dafür darf bei der Bemessung der Gebühr „kaufmännisch (mathematisch) gerundet“ werden. Das Honorarvolumen wurde über einige aus den allgemeinen, prophylaktischen, konservierenden und prothetischen Leistungen (Mengenausweitung und Anhebung der Gebühr) um geringfügige 6 Prozent angehoben. (Keine betriebswirtschaftliche Anpassung nach 24 Jahren ohne Honoraranpassung.)

 Überschreitung des Gebührensatzes Die Regelung zur Mittelwertüberschreitung wird aus der GOÄ § 12 Abs. 3 übernommen. Überschreitet die berechnete Gebühr nach GOZ § 10 Abs. 2 Nr. 2 das 2,3-fache, ist dies auf die einzelne Leistung bezogen für den Zahlungspflichtigen verständlich und nachvollziehbar schriftlich zu begründen (GOZ § 10 Abs. 3 Satz 1). (Die Begründungen müssen noch individueller gefasst werden. Der Verordnungsgeber geht davon aus, dass die nach Schwierigkeit und „Zeitaufwand“ durchschnittliche Leistung mit Faktor 2,3 abgebildet ist. Sie müssen konkret begründen können, warum und weshalb der Zeitaufwand im Vergleich zum durchschnittlich gemessenen Wert höher war. Nur durch eine perfekte Dokumentation, und dadurch erhöhten Aufwand bei der Rechnungserstellung, kann diese Forderung realisiert werden.)

 Abweichende Vergütungshöhe nach GOZ § 2 Abs. 1 Weiterhin kann eine abweichende Gebührenhöhe festgelegt werden, jedoch ist eine abweichende Punktzahl oder ein abweichender Punktwert (GOZ § 5) nicht zulässig. Not- und oder Schmerzfallbehandlungen dürfen nicht von einer Vereinbarung abhängig gemacht werden. Absprachen mit dem Patienten sind persönlich einzelfallbezogen zu treffen. Jede andere Form einer Abweichung der Gebührenhöhe wurde ausgeschlossen. („Nach persönlicher Absprache“ stellt klar, dass eine Vertretung ausgeschlossen wurde.)

 Verlangensleistungen -Wunschleistungen nach GOZ § 2 Abs. 3 Bisher durften nur Leistungen die „weder in der GOZ noch der GOÄ enthalten“ (z. B. Zahnschmuck, Bleaching, Sportschutz etc.) als Verlangensleistung angesetzt werden. Durch die Änderung wird klargestellt, dass eine Zweitprothese oder der Austausch von intakten Füllungen in den Verlangensleistungen abgedeckt wird. (Unverändert ist vor Erbringung der Leistung eine Vereinbarung zu treffen und in der Rechnung gemäß GOZ § 10 zu kennzeichnen.)

 Abweichung von bestehenden Abrechnungsbestimmungen - mit Begründungspflicht Werden beispielsweise im Rahmen einer KFO-Behandlung besondere Materialien eingesetzt, die den Standard überschreiten, kann der Zahnarzt die Mehrkosten vor Beginn der Behandlung mit dem Zahlungspflichtigen schriftlich vereinbaren. Die Abweichung von den Abrechnungsbestimmungen erstreckt sich auch auf Planungsmodelle, Infiltrationsanästhesie, Mundhygienestatus, Remotivation, Schiene zur Fluoridierung und der Wurzelkanalaufbereitung.

 Zielleistungsprinzip - Operative Einzelschritte Die Diskussion im Rahmen der GOÄ-Leistungen über methodisch, notwendige operative Einzelschritte wird sich nun auch auf die GOZ ausweiten. Nach GOZ § 4 Abs. 2 kann für eine Leistung, die Bestandteil oder eine besondere Ausführung einer anderen Leistung nach dem Gebührenverzeichnis ist, keine Gebühr vom Zahnarzt berechnet werden. (Besonderes Augenmerk auf die Änderungen im chirurgischen- und implantologischen Bereich - weiterer Schriftverkehr mit den Erstattungsstellen ist vorprogrammiert.)

 Vorteilhafte Änderung bei Analogberechnungen Unabhängig von der „Praxisreife“ kann nun jede Leistung, die im Gebührenverzeichnis nicht existiert, analog berechnet werden. Bei Wahl der Analoggebühr kann und darf auf die GOÄ zurückgegriffen werden! GOZ § 6 Abs. 2 wird Abs. 1 und umgekehrt! Der Text „neu entwickelte Leistung - hinreichend wissenschaftlich anerkannt - nach Inkrafttreten der GOZ“ entfällt. (Viele Analogberechnungen blieben von der Erstattung unberücksichtigt, bzw. die Erstattung wurde erst nach juristischen Entscheidungen vollzogen.) GOZ § 6 Abs. 2 regelt nun den Zugriff auf die Berechnungsmöglichkeiten des Zahnarztes aus der GOÄ (siehe auch Zielleistungsprinzip).

 Wegegeld und Reisekosten Die Regelung des GOZ § 8 wird aus der GOÄ übernommen.

 Material- und Lagerhaltungskosten Die Neufassung des GOZ § 4 Abs. 3 entspricht dem bekannten BGH-Urteil aus 2004: Lagerhaltungskosten sind nicht gesondert berechenbar!

 Gesondert berechnungsfähige Kosten Übersteigt der Betrag der einzelnen Auslage 25,- Euro ist der Beleg der nach Art, Menge und Preis verwendeten Materialien „oder ein sonstiger Nachweis“ beizufügen. Auch hier wurde der GOZ § 10 Abs. 2 Ziffer 6 der GOÄ angepasst. (Es lebe die Bürokratie)

 Kosten für Anästhetikum In Zukunft sollen die Kosten wieder gesondert berechnungsfähig sein.

 Kostenvoranschlag für zahntechnische Leistungen Im GOZ § 9 Abs. 2 wurde folgende Neuregelung eingefügt: Der Zahnarzt muss auf Verlangen des Patienten, vor Behandlungsbeginn, bei zu erwartenden zahntechnischen Leistungen, wenn die Kosten voraussichtlich insgesamt einen Betrag von 500 Euro überschreiten, dem Patienten einen Kostenvoranschlag vorlegen und auf Verlangen näher erläutern. Bei einer zu erwartenden Überschreitung um mehr als 15 % hat der Zahnarzt den Zahlungspflichtigen darüber unverzüglich zu informieren. Der Kostenvoranschlag muss nun Art, Umfang und Ausführung der einzelnen Leistungen und deren Preise sowie die direkt zurechenbaren Materialien und deren Preise aufführen, sowie die Berechnungsgrundlage und den „Herstellungsort“ der zahntechnischen Leistungen angeben. (Es lebe die Bürokratie - Mehraufwand in Praxis und Labor - wo bleibt das Mehrhonorar? Änderung zum Schutz des Patienten? Hintergrund sind eher Sachkostenlisten, Billigtarife der PKVen).

 Rechnungslegung nach GOZ § 10 Wie gewohnt ist die Angabepflicht von Datum, Zahn, Leistungstext, Faktor etc. weiterhin Pflicht. Wenn in der GOZ-Leistungsbeschreibung eine Zeitvorgabe aufgeführt ist, muss diese auch auf der Rechnung angegeben werden. (Sicher wird der Softwarehersteller dieses Problem für Sie lösen. Ziel jedoch scheint die Kontrolle ob ein überdurchschnittlicher Zeitaufwand berechtigt und begründet ist.)

 Vorauszahlungen – Vorschussregelung Bei einem voraussichtlich entstehenden Gesamtrechnungsbetrag von über 2.500 Euro kann eine Vorauszahlung in Höhe von bis zu 50 % vereinbart werden. Hier soll der GOZ § 10 Abs. 7 durch eine „Vorschussregelung“ verändert werden.

Änderungen im Gebührenteil

Aus dreistelligen wurden vier- teilweise fünfstellige Gebührenziffern. Diese 21 GOZ-Gebührenpositionen wurden gestrichen, bzw. teilweise in andere Leistungsbeschreibungen integriert:

002 schriftlicher Heil- und Kostenplan auf Anforderung
011 Extraorale Leitungsanästhesie
213 Parapulpäre oder intrakanaläre Stiftverankerung einer Füllung oder eines Aufbaus
214 Präparieren und Füllen mit Metallfolie (gehämmerte Füllung)
226 konfektionierte Hülse
228 prov. Stiftkrone
237 Devitalisierung der Pulpa
310 Trepanation des Kieferknochens
315 Endodontische Stabilisierung eines Zahnes im Knochen
317 Zystostomie in Verbindung mit Ost. / Resekt.
318 Zystostomie als selbst. Leistung
322 Knochenresektion in Verbindung mit Extraktion
401 Elektro-mechanische PA-Diagnostik (Periotest)
413 Chirurgische Verbreiterung der Gingiva / Vorhofplastik
513 prov. Stiftkrone in prov. Brücke
804 Gegenkiefermontage mit Registrat / Fix.
807 Aufbau Frontzahnführung im Artikulator
906 Präp.
907 Einsetzen
908 Entfernung eines subperiostalen Gerüstimplantats
909 Einbringen eines Nadelimplantats

Änderungen in den einzelnen GOZ-Teilen

Teil A - Allgemeine Leistungen

  • Ä3 nur neben Untersuchungen nach 0010, Ä5, Ä6 möglich.
  • Opto-elektronische Abformungen nur über den Steigerungsfaktor möglich.
  • Die Injektion muss bei mehrfacher Berechnung pro Zahn begründet werden.
  • Ein Heil- und Kostenplan für funktionsanalytische Leistungen ist wie ein KFO-Behandlungsplan berechnungsfähig.

Teil B - Prophylaktische Leistungen

  • Eine lokale Fluoridierung ist 4 x jährlich berechenbar.

Neu zur Prävention von Karies und/oder Parodontalerkrankungen:

  • PZR für Erwachsene (supra- und subgingivale Belagsentfernung, Zahnzwischenraumreinigung, Biofilmentfernung, Oberflächenpolitur, Fluoridierung: je Zahn, Implantat oder Brückenglied)
  • sowie die lokale Anwendung von Medikamenten mit Medikamententräger (mehr als 4 x pro Jahr mit Begründung).

Teil C - Konservierende Leistungen

  • Amalgamfüllungen wurden neu bewertet (einund zweiflächig wurden deutlich aufgewertet, dreiflächig blieb konstant, vierflächig abgewertet.
  • Neu: adhäsive Komposite-Restaurationen wurden je Fläche nach GOZ-Nr. 2060, 2080, 210, 2120 aufgenommen.
  • Füllungspolituren wurden in eine Leistungsposition GOZ 2130 zusammengefasst.
  • Die BMF darf nur einmal je Kieferhälfte/Frontzahngebiet beim Präparieren oder Füllen angesetzt werden (unterschiedliche Maßnahmen gilt nicht mehr).
  • Gegossener Stiftaufbau künftig GOZ Nr. 2190.
  • Glasfaserstift oder Schraubenaufbau zur adhäsiven Befestigung nach GOZ Nr. 2195 berechenbar.
  • Kronen/Inlays wurden in der Bewertung angehoben.
  • Explizit aufgeführt wird bei der Teilkrone auch ein Veneer.
  • Für die adhäsive Befestigung (moderne Technik hält Einzug in die GOZ) von plastischen Aufbauten, Kronen, Teilkronen oder Veneers ist eine Zuschlagsgebühr vorgesehen (1,0-fach Satz - 7,31 Euro).
  • Bei endodontischen Leistungen wird der temporäre Verschluss zusätzlich berechnungsfähig, dies gilt auch bei Einlagefüllungen (Inlays).
  • Weder der Laser noch das Mikroskop hält Einzug in die moderne GOZ.
  • WK, Med und WF wurden im Honorar angehoben, andere Leistungen in der Menge beschränkt.

Teil D - Chirurgische Leistungen

  • Weitgehend unverändert
  • GOÄ-Leistungen wie „Entfernung eines verlagerten, retinierten Zahnes oder „plastische Deckung einer Wunde“ wurden in der GOZ neu ergänzt.
  • Nahtmaterial ist gesondert berechnungsfähig.
  • Wundkontrolle, einmal je Kieferhälfte oder Frontzahngebiet.
  • Nachbehandlung und Wundrevision je OP-Gebiet (zusammenhängende Schnittführung).

Teil E - Erkrankungen der Mundschleimhaut und des Parodontiums

  • Die Struktur ist weitgehend unverändert.
  • Neu ist der PSI-Index (analog BEMA).
  • Bei der 405 und 407 der aktuellen GOZ wird nach ein- und mehrwurzeligen Zähnen differenziert.

Neue Gebührennummern bei rekonstruktiven Maßnahmen:

  • Schleimhautransplantat nach 4130,
  • Bindegewebetransplantat (je Zahnzwischenraum) nach 4133,
  • Osteoplastik - auch Kronenrandverlängerung, Tunnelierung etc. je Parodontium nach 4136,
  • Fixierung einer Membran nach 4138 (je Zahn, Implantat).

Teil F - Prothetische Leistungen

  • Bis auf Änderung bei provisorischen Brücken blieb das Kapitel Prothetik konstant.
  • Die Bewertung der GOZ-Positionen 500-503 für Brückenanker wurde angehoben.
  • 508 neben 504 (Teleskopkrone) nicht mehr für ein Verbindungselement berechenbar! 504 aufgewertet!
  • Teilleistungen, nur wenn medizinische Gründe vorliegen und die Behandlung auf Dauer nicht fortzusetzen ist.

Teil G - Kieferorthopädische Leistungen

  • Es wurden keine neuen Leistungen aufgenommen.
  • Die Leistungen für die Verankerung von intra-/extraoralen Verbindungselementen wurden erhöht und zu einer Position zusammengefasst.
  • Mehrkostenvereinbarung für hochwertige Materialkosten möglich

Teil H - Eingliederung von Aufbissbehelfen und Schienen

  • Die Anzahl der 11 Leistungen wurden erhalten, nur geringfügige Änderung der Bewertung Teil J - Funktionsanalytische- und therapeutische Leistungen
  • Über GOZ 8065 kann nun die Berechnung von elektronischen Aufzeichnungsmethoden liquidiert werden.
  • Die GOZ 8100 enthält keine Einschränkung auf 5 x je Zahnpaar mehr und wurde in der Bewertung angehoben!
  • Durch die vielseitigen Möglichkeiten der klinischen und instrumentellen Funktionsanalyse wurde die GOZ nicht hinreichend ergänzt, so dass sicher auf die Analogberechnung zurückgegriffen werden muss.

Teil K - Implantologische Leistungen

  • Kapitel K weist einen fast neuen Leistungskatalog mit den meisten Änderungen und Ergänzungen auf (Grund der Verbreitung und deren modernen Techniken seit 1988).
  • Die Implantatanalyseposition wurde präzisiert.
  • Zwei neue Leistungspositionen für Schablonen (GOZ 9003 Positionierungsschablone und 9005 3D-Navigationsschablone) wurden implementiert.
  • Die Implantatinsertion wurde präzisiert - Präparieren, Überprüfung der Knochenkavität und Einbringen eines Implantats wurden zu einer logischen Leistungsposition (GOZ 9010) zusammengefasst.
  • Einmalfräsen sind weiterhin berechenbar (BGH-Urteil 2004).
  • Interimsimplantate (z. B. während einer KFO-Be-handlung) wurden im Gebührenverzeichnis Teil K mit aufgenommen.
  • Chirurgische Umfeldpositionen sind in der GOZ neu definiert (interne-externe Sinusbodenelevation, Augmentation, Bone-Spreading/Splitting) - damit wird nur noch in einzelnen Fällen auf die GOÄ zurückgegriffen werden können!!!

Die GOZ 905 wird in zwei neue Leistungsbeschreibungen unterteilt:

  • 9050 Entfernen, Wiedereinsetzen, Auswechseln während der rekonstruktiven Phase.
  • 9060 Auswechseln von Aufbauelementen/ Sekundärteilen im Reparaturfall- einschließlich Wiederbefestigung der Suprakonstruktion.

Teil L - Zuschläge zu bestimmten ambulanten Operationsleistungen

  • Für bestimmte zahnärztlich-chirurgische Leistungen werden Zuschläge zur Abgeltung der Kosten für die Aufbereitung der wieder verwendbaren OPMaterialien und Geräte und Materialien die bei einmaliger Verwendung verbraucht werden, von der BZÄK vorgeschlagen:
  • 10000 Zuschlag bei Punktzahl 250 – 499 Punkten
  • 10010 Zuschlag bei Punktzahl 500 – 799 Punkten
  • 10020 Zuschlag bei Punktzahl 800 – 1199 Punkten
  • 10030 Zuschlag bei Punktzahl 1200 und mehr.

Bei diesen Zuschlägen bleiben leider der Einsatz von Laser und Mikroskop auch in der Neufassung unberücksichtigt.

Fazit

Das Resümee lässt erkennen, dass hier explizit die Leistungen, die stets zu Erstattungsproblemen mit den PKVen führten, nun so in der Leistungsbeschreibung definiert wurden, dass der Eindruck erweckt wird, die neue GOZ wurde gemäß den PKV-Ansichten verändert. Eine Honorarsteigerung bleibt abzuwarten. Bei dentinadhäsiven Restaurationen oder der PZR wird bei Gegenüberstellung der Liquidation sicherlich ein Minus zum Jahr 2011 erkennbar werden. Den Änderungen bei den implantologischen Leistungen ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

 

 

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Kerstin Salhoff

Bilder soweit nicht anders deklariert: Kerstin Salhoff


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