Abrechnung


Mini-Implantate – neues Behandlungskonzept auf dem Vormarsch

Abrechnungs-Tipp
Abrechnungs-Tipp

Die häufigste Indikation zur Implantation besteht im zahnlosen Kiefer. Durch Totalprothese beginnen in der Regel die Probleme – verlorene Kaukraft, schlechter Sitz und Halt der Prothese, Schwierigkeiten bei der Aussprache, eingeschränkte Nahrungsaufnahme – für eine Vielzahl der Patienten. Auf Dauer bedeutet eine solche Situation eine immense Einschränkung der Lebensqualität. Welche Abrechnungsmöglichkeiten sich hier bieten erfahren Sie im vorliegenden Artikel.

 

 

 

 

Mit einer von Mini-Implantaten gestützten Prothese können Sie Ihren zahnlosen Patienten endlich ein günstiges und erprobtes Behandlungskonzept anbieten – vor allem jenen, die eine Behandlung aus Angst oder Kostengründen bisher nicht zugestimmt haben. Die Einschränkungen der klassischen Implantologie gelten in der minimalinvasiven Implantologie nicht. Auch wenn beispielsweise aufgrund der Patienten-Anamnese und des Befundes eine enossale Implantation, evtl. mit chirurgischen Begleitleistungen (Augmentation, Bindegewebstransplantat, Sinusbodenelevation, Bone Spreading) nicht angezeigt oder erfolgversprechend eingestuft wird, ist der Eingriff unter Verwendung von Mini-Implantaten in der Regel dennoch möglich. Ob eine Behandlung mit konventionellen Implantaten oder mit Mini- Implantaten durchgeführt werden kann, entscheidet jeweils im Einzelfall der Behandler.

Indikation zahnloser Kiefer

Eine Vollprothesen-Stabilisierung kann je nach Beschaffenheit des Kieferknochens unter Verwendung von zwei bis sechs klassischen Implantaten erfolgen. Mini-Implantate bieten – insbesondere bei schon weit zurückgebildetem Knochen – eine gute Alternative, manchmal die einzige implantologische Möglichkeit. Direkt nach der Insertion wird die vorhandene Prothese weichbleibend unterfüttert, danach werden in die Prothese „Fassungen“ eingelassen, in welche die Köpfe der Mini-Implantate einrasten können. Über den „Schnapp-Mechanismus“ lässt sich die Prothese auf einfache Weise stabilisieren. Es besteht die Möglichkeit diese Vorgehensweise als alternatives Behandlungskonzept in der Praxis anzubieten. Die schnelle, schmerzarme oder schmerzfreie Behandlung ermöglicht Ihnen innerhalb einer Sitzung einer Unterkiefer- oder auch Oberkieferprothese festen Halt zu geben. In der Regel können die Implantate sofort belastet werden.

Indikation kleine Lücke im Prämolarenbereich

Brücken im Molarenbereich werden in der Regel durch zweiphasige Implantate versorgt. Kleine Lücken im Prämolarenbereich können auch mit einem Mini- Implantat und der anschließenden Kronenversorgung eine Alternative darstellen. Hierfür stehen spezielle Mini-Implantate auf dem Markt zur Verfügung. Für diese Fälle gibt es ein durchmesserreduziertes Implantat, somit ein Mittelweg zwischen Mini- und konventionellem Implantat. Es vereint Schraube und Aufbau in einem Stück und wird nach einem minimalinvasiven Protokoll in den Knochen eingebracht. Die Mini- Implantate werden selbstschneidend in den Kieferknochen eingedreht. Die minimalinvasive Implantologie erspart die für enossale, klassische Implantate bekannte Einheilzeit.

Mini-Implantate stellen eine attraktive Lösung dar. Sie in den Kiefer einzubringen ist hinsichtlich Zeit- und Kostenaufwand nicht mit der klassischen Implantation zu vergleichen. Und da weder Planung, Behandlungsaufwand noch Behandlungsdauer mit der klassischen Implantation zu vergleichen sind, sind die Kosten für den Patienten wesentlich geringer.

Auch die Erstellung eines Kostenangebotes für den Patienten gestaltet sich durchaus übersichtlich und einfach, wie Sie den nachfolgenden Beispielen entnehmen können: (siehe oben)

Vorschau:

In der November-Ausgabe werden die Berechnungsbeispiele für die prothetische Versorgung zu lesen sein. Nachdem eine neue GOZ – wenn überhaupt – erst 2012 in Kraft tritt. Nach Inkrafttreten der neuen GOZ sind die Fallbeispiele nicht mehr anwendbar, da besonders im Bereich der Implantologie geänderte Gebührenpositionen auf uns warten. 

 


Informationen

Die Abrechnungshinweise sind vom Autor nach ausführlicher Recherche im Mai 2011 erstellt worden. Eine Haftung und Gewähr wird ausgeschlossen. Letztendlich kann nur der Behandler, sowie der Zahntechniker der diese Arbeit ausgeführt hat, den entsprechenden Aufwand bewerten und berechnen.

 

 

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Kerstin Salhoff

Bilder soweit nicht anders deklariert: Kerstin Salhoff



Die Roadshow kommt in Ihre Stadt

Zirkonimplantate sind „State-of-the-Art“ und der Paradigmenwechsel vollzieht sich. Anfangsprobleme (mangelnde Osseointegration / Mikrospalt) wurden mittlerweile behoben – mit dem Patent™ Keramikimplantat steht Ihnen ein ausgereiftes System zur Verfügung.

Kostenloses Live-Webinar

Erfahren Sie im kostenlosen Live-Webinar „Die geplante Zahnfarbe (permawhite)“ von Permadental am 03.11.2021 von 14:00–15:00 Uhr alles über die korrekte Planung und Abrechnung für ein perfektes Lächeln.