Praxisführung


Tanzende Hände

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So ein Buch ist zuvor noch nie geschrieben worden. Vor allem nicht 2013, als es herausgegeben wurde. Das Thema ist damals wie heute aktuell und interessant: Ergonomie am Arbeitsplatz, Optimierung von Grifffolgen, Organisation des Arbeitsplatzes und das alles zur Gesunderhaltung des Zahnarztrückens.

Passend zum dänischen Autor wird man im ersten Kapitel erst einmal eingenordet: Argumente, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, verwendetes Vokabular und die sogenannten „12 Prinzipien der Zusammenarbeit“. Die Motivation, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen sieht der Autor in unserem Berufsalltag. Er versteht das Buch als Wegweiser, um

  • gesund zu bleiben und mangelnden Komfort in der Behandlung zu vermeiden.
  • Freude daran zu haben, mit mehr Energie den Tag zu gestalten.
  • effizient zu arbeiten und dabei entspannt zu bleiben.
  • sich aufzumachen, neue Fähigkeiten bei sich selbst zu entdecken und damit dem eigenen Behandeln eine neue Qualität zu geben.
  • die Zusammenarbeit im Team auf die Spitze zu treiben.
  • Zeit der Behandlung zu sparen und
  • Spaß am Beruf zu behalten, egal ob Zahnarzt oder Assistenzkraft.

Lassen wir uns also ein auf unangenehme und teilweise bekannte Wahrheiten ein und versuchen, diese zu verstehen und umzusetzen. Kultivieren wir das Unangenehme, indem wir unser eigenes Tun analysieren: Kapitel 1 schafft Bewusstsein für die Probleme und Fehler in der täglichen Arbeit am Patienten. Das darauffolgende Kapitel beschäftigt sich mit den Lösungen: Sitzposition und Positionierung zum Patienten.

Alle Bausteine, um richtig arbeiten zu können, folgen kapitelweise: Licht und Sicht (3), Instrumentarien und Handhaltung – alles was die Arbeitsqualität im Kleinen beeinflusst (4) und Ausstattung der Praxisräume (5).

Ab Kapitel 6 geht es um die Quintessenz des Ganzen: Entspannteres Arbeiten mit Protokollen, die jedes Team natürlich individuell auf sich abstimmen muss. Das hohe Ziel, vierhändiges Arbeiten, will trainiert sein und bringt das Behandlungsteam auf die Überholspur. Zum Durchdenken und Nachmachen finden sich zahllose Handfolgen und Abbildungen.

Wie der Patient die Behandlung wahrnimmt, ist ebenfalls entscheidend für die Optimierung des Arbeitens (7). Das Kapitel Nr. 8 spricht vermehrt diejenigen an, die ihre Räume überarbeiten wollen. Wie sich das Behandlungsmöbel im Laufe der Zeit verändert hat und welche Möglichkeiten das Über-Kopf Arbeiten hat, lesen sie hier.

Sicherlich einfacher umzusetzen sind die Überlegungen bei der Organisation der Arbeitsmittel und der Trays, mit denen sich die unterschiedlichen Behandlungen durchführen lassen (9). Nun wird es praktisch und zum Nachahmen: Sämtliche Handfolgen für die Zusammenarbeit bei Standardeingriffen wurden fotografiert und kommentiert. Bei der Chirurgie wird hier die Lanze für Zahnextraktion im Stehen gebrochen, aber das ist Geschmackssache.

Hilfreich und des Durchdenkens wert ist die Aufzählung eines jeden Zahnes – Achtung: US Schema – verbunden mit einer Analyse zu Haltung, Abstützung und Blickrichtung. Kapitel 11, ähnlich wie Kapitel 8, spricht von Abmessungen und Strukturierung eines Behandlungszimmers.

Das letzte Wort ist eine Zusammenfassung der Erkenntnisse, verpackt im Aufruf, die Kritik anzunehmen und nicht betriebsblind immer weiterzumachen. Denn so der Autor – kein anderer ist für die Rückenschmerzen verantwortlich als der Behandler selbst, der eine Änderung dank dieses schönen Buches selbst in der Hand hat.

Ein guter Leitfaden für Umschüler und für alle, die sich auf den Weg machen wollen, das bisher unbewusst angeeignete über Bord zu werfen. Zum Wohl für Körper und Team!


Weitere Angaben zum Buch

Herluf Skovsgaard
Dancing Hands
Auflage 2013
Hardcover, 29,7 x 21 cm, 296 Seiten, 672 Abbildungen
Sprache: Englisch
ISBN 978-1-85097-263-1
Quintessenz Publishing

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Jan-Friedrich Dehner


Roadshow
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5 Termine - 5 Städte - 5 Punkte

Hochkarätige Referenten und Referentinnen wie Prof. Dr. Moritz Kebschull, Dr. Sylke Dombrowa, Prof. Dr. Ralf Rössler, Prof. Dr. Patrick Schmidlin oder Prof. Dr. Peter Eickholz beleuchten wissenschaftlich fundierte und praxisrelevante Informationen unter anderem zu den Themen S3-Leitlinie, Klassifizierung und Prävention.

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