Praxisführung


Verdiene ich genug? Gut gewappnet für die Gehaltsverhandlung

13.02.2018

© fotolia.de/Stockfotos-MG
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Viele Menschen bekommen ein komisches Gefühl, wenn Sie über ihr Gehalt sprechen sollen. Was sage ich bloß, wenn ich nach meiner Gehaltsvorstellung gefragt werde? Auf der einen Seite möchte man sein Gegenüber nicht verprellen und sich auf der andern Seite nicht unter Wert verkaufen. Doch was bedeutet eigentlich mein „Wert“?

Ich meine nicht den Wert, den Sie als Person darstellen, sondern den Wert, den Sie in das Unternehmen einbringen. Welche Wertschöpfung generiert Ihr neuer Arbeitgeber durch Ihre Arbeit? Es ist wichtig diesen Punkt rein sachlich zu betrachten. Da es unternehmerisch gesehen bei einer Gehaltsverhandlung auch um die Sache geht.

  • Kommunikationsebene beim Gehaltsgespräch. Bildrechte Anke Thüne

  • Kommunikationsebene beim Gehaltsgespräch. Bildrechte Anke Thüne
Vor dem Gehaltsgespräch, also in der ersten Phase beim Kennenlernen, werden Entscheidungen in erster Linie auf der Gefühlsebene getroffen. Wie verläuft der erste Kontakt? Wie tritt der Mensch auf? Dies gilt sowohl für den telefonischen als auch für den persönlichen Kontakt. In der Kennenlernphase müssen Sie auf der Gefühlsebene bei Ihrem neuen Chef punkten. Zum besseren Verständnis finden Sie nachstehend eine Übersicht, wann welche Ebene in der Kommunikation am besten eingesetzt werden sollte.

Wie gehe ich konkret bei einer Gehaltsverhandlung vor? Dazu erst einmal eine Aufstellung der einzelnen Phasen bei einem Gehaltsgespräch, die meistens in Verbindung mit einem Vorstellungsgespräch stehen.

Phase − Vorbereitung

Als erstes wollen wir uns mit der Vorbereitungsphase befassen. Dafür sollten Sie sich vor Ihrem Gehaltsgespräch reichlich Zeit nehmen. Was wollen Sie verdienen, welche Summe nennen Sie, wenn Sie nach Ihrer Gehaltsvorstellung gefragt werden? Die Aufstellung unten soll Ihnen Anregungen und Aspekte aufzeigen, die Sie natürlich individuell auf sich abstimmen. Wenn Sie noch nicht wissen, wieviel Sie verdienen möchten, können sie anhand der Aufstellung Ihren persönlichen „Arbeitswert“ ermitteln.

  • Phasen des Vorstellungs-/Gehaltsgespräches. Bildrechte Anke Thüne
  • Phasen des Vorstellungs-/Gehaltsgespräches. Bildrechte Anke Thüne
  • Phasen des Vorstellungs-/Gehaltsgespräches. Bildrechte Anke Thüne
  • Phasen des Vorstellungs-/Gehaltsgespräches. Bildrechte Anke Thüne

  • Ermittlung Ihres persönlichen „Gehaltsrahmens“ für Ihre Gehaltsverhandlung.
  • Ermittlung Ihres persönlichen „Gehaltsrahmens“ für Ihre Gehaltsverhandlung.

Die Werte für Ihren Gehaltsrahmen legen alleine Sie fest. Was ist Ihnen persönlich wieviel wert? Jede Person wird die Prioritäten für sich unterschiedlich einstufen. Das ist auch gut so, denn Sie sind einzigartig. Sie sollten Ihren Gehaltsrahmen vor dem Gehaltsgespräch festlegen, zumindest Ihre persönliche Untergrenze. Wenn Sie einen Vertrag unter Ihrer Gehaltsuntergrenze akzeptieren, ist Ihre Unzufriedenheit vorprogrammiert. Solch ein Arbeitsverhältnis ist von vorne herein zum Scheitern verurteilt! Durch Ihre persönliche Wertermittlung erhalten Sie mehr Sicherheit, Ihr Auftritt wird selbstbewusst sein, da Sie Ihren Wert argumentieren und hinter ihm stehen können.

Die weiteren Phasen des Vorstellungs- bzw. Gehaltsgespräches werden in Teil 2 in der März-Ausgabe genauer unter die Lupe genommen. 

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Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Anke Thüne



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