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Stabilisierung von totalen Prothesen oder Pfeilervermehrung bei kombiniertem Zahnersatz

Das neue und sichere Therapiekonzept mit Miniimplantaten

05.06.2019

Zahnlosigkeit ist immer noch eine der anspruchsvollsten Therapien innerhalb der Zahnheilkunde. Viele ältere zahnlose und multimorbide Patienten können mit ihrem Zahnersatz nur bedingt gesunde Nahrung aufnehmen. Der Halt der unteren totalen Prothese, insbesondere bei starker Atrophie des knöchernen Fundamentes, ist sehr schlecht. Häufige Druckstellen verbunden mit einer ständigen Bewegung auf dem Schleimhautfundament sorgen für eine Verringerung der Lebensqualität. Die Folge sind Mangelernährungsphänomene verbunden mit häufiger Erkrankung und eingeschränkter Vitalität.

Eine signifikante sofortige Verbesserung des Prothesenhaltes ist mit MDI-Miniimplantaten der Firma condent im Unterkiefer möglich. In der Regel kann bei entsprechender diagnostischer Vorplanung die Implantation transgingival durchgeführt werden. Somit reduzieren sich die operativen Komplikationen rapide. Selbst Hochrisikopatienten welche Blutverdünner, orale Bisphosphonate oder Cortikoidtherapie erhalten, können mit dieser minimalinvasiven Therapie leicht und sicher behandelt werden. Die Investitionskosten sind im Vergleich zur konventionellen implantologisch-prothetischen Versorgung wesentlich geringer.

Ein weiterer Vorteil besteht in der Sofortversorgung nach Implantation, wenn eine ausreichende Primärstabilität von 35 Ncm pro Miniimplantat erreicht wird. Unmittelbar nach dem operativen Eingriff werden die Retentionselemente (Metall Housings) in die vorhandene Prothese vom Behandler einpolymerisiert und der Patient verlässt die Praxis mit festsitzenden Zähnen.

Im Unterkiefer ist die Versorgung mit vier Miniimplantaten und einer Sofortversorgung möglich, wenn im Oberkiefer eine totale oder subtotale Prothese vorhanden ist. Sollte der Gegenkiefer vollbezahnt sein, so empfiehlt es sich die Anzahl der Implantate zu vermehren bzw. auf eine Sofortbelastung zu verzichten.

Die Versorgung des zahnlosen Oberkiefers erfolgt mit mindestens sechs Miniimplantaten. Diese werden in Region 14-24 positioniert, um das Areal der Nasennebenhöhle zu schonen. Eine bikortikale Verankerung ist im Oberkiefer möglich, jedoch nicht zwingend erforderlich. Auf Grund des weicheren Oberkieferknochens ist eine Einheilzeit von 4-6 Monaten vom Hersteller empfohlen. In dieser Übergangszeit kann die Oberkieferprothese weichbleibend unterfüttert werden. Nach entsprechender Osseointegration der Oberkieferimplantate werden die Retentionselemente vom Zahnarzt im Mund einpolymerisiert und die Prothese kann gaumenfrei umgearbeitet werden. Somit wird dem Patienten zusätzlich zu einem festen oberen Prothesenhalt wieder die Möglichkeit der Geschmacksfindung über die Gaumenrezeptoren gegeben.

  • Funktionsprinzip des Therapiekonzeptes der condent GmbH mit MDI Mini-Implantaten.
  • Patient, 82 Jahre, totale Zahnlosigkeit.
  • Funktionsprinzip des Therapiekonzeptes der condent GmbH mit MDI Mini-Implantaten.
  • Patient, 82 Jahre, totale Zahnlosigkeit.

  • Vier Mini-Implantate in situ zur Prothesenstabilisierung, eine Stunde postoperativ.
  • Vier in die Unterkieferprothese einpolymerisierte Metall-Housings, welche die Prothese stabilisieren „Implantat gehalten, Schleimhaut getragen“.
  • Vier Mini-Implantate in situ zur Prothesenstabilisierung, eine Stunde postoperativ.
  • Vier in die Unterkieferprothese einpolymerisierte Metall-Housings, welche die Prothese stabilisieren „Implantat gehalten, Schleimhaut getragen“.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Konzept der Prothesenstabilisierung mit Miniimplantaten eine Verbesserung der Lebensqualität für die jeweiligen Patienten mit sich bringt. Als Behandler ist man in der Lage die Erwartungen der Patienten zu übertreffen.

Die Überlebensrate von MDI-Miniimplantaten der Firma condent mit der Länge größer 10 mm ist in einem Beobachtungszeitraum von 5 Jahren > 95% (Th. Mundt et al. DZZ 2014 S.262-270). Dies gibt dem Behandler die Sicherheit, auf diese schonungsvolle Therapieoption zu vertrauen. Die Studienlage erlaubt einen zusammenfassenden Überblick über einen Zeitraum von über 10 Jahren.

Regelmäßig finden Weiterbildungen – auch mit Live OPs – zum Thema Miniimplantate statt. Nähere Informationen dazu erhalten Sie unter der Rufnummer 0800 10037030.

Autor: Dr. Wolfram Olschowsky
Bahnhofstraße 13 · 33820 Hörrelberg-Hainich

condent GmbH
Owiedenfeldstraße 6 · 30559 Hannover


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