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Knochenersatzmaterial patientenindividuell einsetzen

05.08.2020

Das synthetische Knochenersatzmaterial GUIDOR® easy-graft.
Das synthetische Knochenersatzmaterial GUIDOR® easy-graft.

Knochenersatzmaterial spielt in der dentalen Implantologie eine zunehmend wichtige Rolle. Mitunter genauso wichtig ist es, in der zahnärztlichen Praxis für jeden Patienten das am besten geeignete Knochenersatzmaterial zu finden. Implantologe Dr. med. dent. Henrik-Christian Hollay aus München kommentiert im Folgenden die einzelnen Kriterien. Das synthetische Knochenersatzmaterial GUIDOR® easy-graft weist gegenüber anderen – auch autologen oder allogenen – Alternativen zahlreiche Vorteile auf. Die fünf wichtigsten Vorteile, die eine große praktische Relevanz aufweisen, werden nachfolgend vorgestellt.

Verzicht auf zusätzliche Knochenentnahme

Die beim jeweiligen Patienten vorliegende ossäre Defektgröße spielt bei der Wahl des am besten geeigneten Knochenersatzmaterials eine wesentliche Rolle. „Es ist jedoch wenig sinnvoll, für einen kleinen knöchernen Defekt das Risiko einer zweiten Knochenentnahmestelle für autologes Material einzugehen“, so Dr. Hollay. In diesen Fällen ist ein Knochenersatzmaterial wie GUIDOR® easy-graft deshalb im Vergleich zu allen autologen Verfahren generell von Vorteil.

Schnelle und individuelle Aushärtung mit hoher finaler Stabilität

Insbesondere bei Eingriffen, bei denen eine relevante ossäre Defektgröße vorliegt und daher ein vergleichsweise großes Knochenersatzmaterial-Volumen benötigt wird, ist eine schnelle Aushärtung des Materials von Vorteil. Im weiteren postoperativen Verlauf kann es wichtig sein, dass das Material schnell eine hohe Stabilität erlangt.

„Eine Aushärtung des Materials kann zum Beispiel sehr hilfreich sein, wenn Patienten sich nach einem Sinuslift nicht an das zweiwöchige Schnäuzverbot halten“, meint Dr. Hollay. GUIDOR® easy-graft härtet nach der Applikation innerhalb von Minuten aus und erreicht nach kurzer Zeit eine besonders hohe finale Stabilität. Hierzu tragen insbesondere die porösen und unregelmäßig geformten Granula bei, die sich optimal in den jeweiligen Defekt einpassen.

Einfache Anmischung und Handhabung – ausreichende Bearbeitungszeit

GUIDOR® easy-graft ist ein synthetisches Knochenersatzmaterial, das komfortabel direkt aus einer Spritze heraus appliziert wird, nachdem die Aushärtungsreaktion durch Zugabe des BioLinker® gestartet wurde. „Das Modellieren der flexiblen und ‚klebrigen‘ Masse ist ein klarer Vorteil von GUIDOR® easy-graft“, beschreibt Dr. Hollay seine Erfahrungen mit dem Material.

Keine menschlichen (allogenen) oder tierischen (xenogenen) Inhaltsstoffe

Im Gegensatz zu bovinem oder allogenem Knochenersatzmaterial enthält das 100% synthetische Material keine menschlichen (allogenen) oder tierische (xenogenen) Inhaltsstoffe. „Der Verzicht auf ‚körperfremdes‘ Material wird heute für Patientinnen und Patienten immer wichtiger“, berichtet Dr. Hollay aus der Praxis.

Vollständige oder partielle Resorption – zwei Varianten für maximale Flexibilität

In den Fällen, in denen eine hohe Volumenstabilität über einen längeren Zeitraum benötigt wird, kann die Verwendung eines Knochenersatzmaterials mit Hydroxylapatit-Anteil sinnvoll sein. GUIDOR® easy-graft CRYSTAL+ verfügt neben einem 40%-igen β-Tricalciumphosphat-Anteil (β-TCP) über 60% Hydroxylapatit. „Das kann zum Beispiel bei größeren Knochendefekten, die eine längere Ausheilungsphase mit stabilem, gleichbleibendem Volumen überstehen müssen, sinnvoll sein“, so Dr. Hollay.

Im Gegensatz dazu besteht GUIDOR® easy-graft CLASSIC ausschließlich aus ß-TCP und wird vollständig resorbiert. „Das ist“, kommentiert Dr. Hollay, „zum Beispiel bei intraossären Defekten sinnvoll.“

Weitere Informationen

GUIDOR® ist die professionelle Marke der Sunstar-Produktfamilie, die es Zahnärzten ermöglicht, die Behandlung von Patienten mit dentalen ossären Defekten mit einem fortschrittlichen Sortiment an Biomaterialien für die Knochen- und Geweberegeneration zu optimieren. Unter www.guidor.com stehen weitere Informationen für Fachkreise zur Verfügung, unter anderem auch die ausführlichen Indikationsleitfäden „Kieferkammerhaltung“, „Periimplantäre Augmentation“, und „Sinusbodenelevation“.


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