Firmenporträts

10 Jahre Camlog Implantatsystem

Zukunft braucht Herkunft

Die Referenten im Neckar Forum Esslingen: ZTM Gerhard Stachulla, Dr. Claudia Cacaci, Dr. Andres Stricker und Dr. Florian Beuer (von links).
Die Referenten im Neckar Forum Esslingen: ZTM Gerhard Stachulla, Dr. Claudia Cacaci, Dr. Andres Stricker und Dr. Florian Beuer (von links).

Für einen spannenden Blick zurück und einen aufschlussreichen Ausblick in die Zukunft lädt Camlog jeweils rund 200 Kunden in sieben deutsche Städte ein, um Danke zu sagen. „Danke“ für das Vertrauen und die Treue, die den Erfolg des noch jungen Implantatanbieters möglich gemacht haben. Offensichtlich wurde seit der Gründung im Jahr 1999 vieles richtig gemacht: Eine gute Idee, der geeignete Zeitpunkt, kompetente Mitarbeiter und natürlich das richtige Produkt. Erfolg ist schließlich kein Zufall, sondern die Konsequenz der richtigen Strategie.

So fand in Esslingen am Neckar nicht zufällig die erste Veranstaltung statt, sondern genau hier begann die Erfolgsgeschichte. Dr. Axel Kirsch und Dr. Karl-Ludwig Ackermann erläuterten im Neckar Forum ausführlich die Meilensteine in der Implantologie im vergangenen Jahrhundert. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurde 1995 ein Expertenteam gegründet, dem neben den zwei seit 1970 erfahrenen Referenten auch ZTM Gerhard Neuendorff und Walter Dürr angehörten. Sie stellten sich der Herausforderung, ein präzises System mit anwenderfreundlich minimiertem Instrumentarium, einfacher und zeitsparender Prothetik, verbesserter Langzeitstabilität sowie einem sicheren perio-implantat-prothetischen Konzept zu entwickeln. 1999 erfolgte die Markteinführung der CYLINDER-LINE und SCREW-CYLINDER-LINE Implantate, die mit dem selben Instrumentarium gesetzt werden konnten. Die Tube-in-Tube™-Implantat-Abutment-Verbindung erlaubt bis heute langzeitstabile Versorgungen. Im Jahr 2000 wurde die ROOT-LINE-Geometrie für die Sofortimplantation sowie den Einsatz bei schmaler apikaler Basis freigegeben. Seit 2002 ist das Schraubenimplantat SCREW-LINE in allen Indikationen einsetzbar. Um dem kontinuierlichen Wachstum des Unternehmens gerecht zu werden, fand 2004 der Umzug von Wurmberg ins moderne Produktions- und Verwaltungsgebäude nach Wimsheim statt. Gleichzeitig wurde die Umfirmierung von Altatec in Camlog vollzogen. In den Folgejahren folgten Modifikationen der Bohrer, Schaftreduzierungen, Einführung des Locators sowie die Vorstellung der Promote® plus Implantatoberfläche. Dem Camlog Kongress 2006 in Montreux schloss sich zwei Jahre später der nächste in Basel an.

Die Frage „Ist Bewährtes zu verbessern?“ stellte sich anschließend der in Konstanz niedergelassene und an der Uni Freiburg in der Stammzellenforschung tätige Dr. Andres Stricker. „Camlog bietet ein verlässliches System, das durch das Design, die Aufbauten, die Einfachheit und die langfristige biologische Stabilität den aktuellen Platz im Spitzenfeld des Implantatmarktes verdient hat“, bescheinigt der Chirurg. Durch die neue K-Serie der SCREW-Line, die auf der diesjährigen IDS vorgestellt wurde, ist nun auch Platform Switching möglich, was einen langfristigen Strukturerhalt durch geringeren Knochenabbau garantiert. Der apikale Bereich ist abgerundeter und das Gewindeprofil wurde leicht reduziert, was noch gewebeschonenderes Inserieren möglich macht „Der Biotyp ist ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des „richtigen“ Implantats. Bei dünnem Biotyp verwende ich die Promote® Oberfläche, bei dickem Biotyp kommt die Promote® plus Oberfläche zum Einsatz“, erklärt Dr. Stricker.

Über Konzepte zur Erhaltung des krestalen Knochenniveaus berichtete in eindrucksvoller Weise Dr. Frank Schwarz von der Uni Düsseldorf. Neben Prävalenz und klinischen Anzeichen von Periimplantitis sprach er auch über deren Risikofaktoren. Weiter ging er der Frage nach, ob eine Korrelation zwischen dem Implantatsystem und der Entstehung periimplantärer Entzündungen bestehe. In einer Studie mit 534 Screw Line Promote Implantaten an 344 Patienten wurde dies ausgewertet und bereits publiziert.

2008 wurde das CAMLOG® Guide System eingeführt. Dies nahmen Dr. Claudio Cacaci und ZTM Gerhard Stachulla zum Anlass, um das Thema „Schablonengeführtes Implantieren – geführte Sicherheit?“ aus chirurgischer und zahntechnischer Sicht zu diskutieren. Voraussetzungen für den Erfolg einer Implantation sind trotz Navigation das Backward Planning, die frühe Einbindung des Labors, permanente Aus- und Weiterbildung, operatives Geschick und Erfahrung sowie ein partnerschaftliches Teamwork. Die Planungshoheit liegt jedoch beim Operateur, da er die forensische Verantwortung zu tragen hat und durch sein Studium anatomische Strukturen in der Radiologie beurteilen können sollte. Das CAMLOG® Guide System stelle die Prothetik in den Mittelpunkt, wobei der Zahntechniker in die Planung voll involviert ist und somit zusammen komme was zusammen gehört: Prothetik – Zahntechnik – Chirurgie. Darüber waren sich beide Referenten einig.

Als letzter Referent sprach Dr. Florian Beuer über Voraussetzungen und Verfahren für die praktische Anwendung der CAD/CAM-Technologie. Neben grundlegenden Definitionen und Fertigungskonzepten informierte er auch über deren Geschichte. Der Fachmann für Zirkondioxid hatte spannendes über das Material selbst zu berichten sowie über die Sicherheit bei der Verklebung von Camlog Titanklebebasen.

  • Die geistigen Väter des Camlog Implantatsystems: Dr. Karl-Ludwig Ackermann (links) und Dr. Axel Kirsch (rechts) zusammen mit Dr. Frank Schwarz (2. von links) und Camlog-Geschäftsführer Michael Ludwig.

  • Die geistigen Väter des Camlog Implantatsystems: Dr. Karl-Ludwig Ackermann (links) und Dr. Axel Kirsch (rechts) zusammen mit Dr. Frank Schwarz (2. von links) und Camlog-Geschäftsführer Michael Ludwig.


Die zunächst zögerliche Diskussion wurde vom Moderator Dr. Hans-Jürgen Hartmann souverän geleitet, bevor sich der Geschäftsführer Michael Ludwig für die praxisnahen Vorträge bedankte und zum Abschluss des 10-jährigen Jubiläums alle Teilnehmer zum „Get-Together“ im Ausstellungsbereich einlud.
Wer Camlog bisher noch nicht persönlich zum 10. Geburtstag gratulieren konnte hat noch Gelegenheit an folgenden Terminen: 24. Juni in Dresden, 8. Juli in Frankfurt, 15. Juli in München oder am 16. September in Berlin.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Carmen Bornfleth

Bilder soweit nicht anders deklariert: Carmen Bornfleth


Die 5. Geistlich Konferenz unter dem Leitthema „Reparatur-Chirurgie“ findet am 7. März 2020 in Baden-Baden statt. Im Fokus werden die Prävention und Behandlung von Periimplantitis sowie Regenerationsmaßnahmen für Knochen und Weichgewebe stehen.

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