Gesellschaften/Verbände

33. Kongress der DGI 2019 in Hamburg: hören, sehen, erleben, machen

Konzepte im Wettstreit

20.12.2019

Für das diesjährige Programm sind Professor Florian Beuer (links) und Professor Frank Schwarz verantwortlich.
Für das diesjährige Programm sind Professor Florian Beuer (links) und Professor Frank Schwarz verantwortlich.

Die beiden Präsidenten setzen auf Spannung: „Wettstreit der Konzepte“ lautet das Motto, das die Professoren Florian Beuer (Berlin) und Frank Schwarz (Frankfurt) für den Kongress der DGI gewählt haben – traditionell Höhe- und Schlusspunkt des implantologischen Fortbildungsjahres. Bislang haben sich rund 1.500 Zahnärztinnen und Zahnärzte zu dieser Tagung angemeldet, die vom 28.-30. November in Hamburg stattfindet.

„Wir sehen, dass die Zahl der Konzepte in der Implantologie kontinuierlich steigt“, erklärt Professor Beuer. „Darum wollen wir bei unserem Kongress prüfen, ob es klar überlegene oder möglicherweise auch gleichwertige Konzepte gibt – denn mitunter führen viele Wege nach Rom.“ Einen Krieg der Studien wollen die beiden Kongresspräsidenten aber auf gar keinen Fall. Vielmehr werden die Präsentationen praktische Erfahrung und Wissenschaft miteinander verknüpfen. „Komplexe Therapiekonzepte sind nie durchgängig evidenzbasiert“, erläutert Professor Schwarz. Klinisch evidenzbasiert seien immer nur Teile eines solchen Konzeptes. Darum ist ein weiterer Schritt nötig. „Wir müssen diskutieren, wie sich evidenzbasierte Abschnitte in einem umfassenderen Therapiekonzept bewähren. Kurz: wir werden bei diesen Diskussionen aufarbeiten, wie sich klinische Evidenz in ein komplexes Konzept übersetzen lässt“, beschreibt Professor Schwarz, was das Auditorium der beiden großen Plenarsitzungen erwartet, bei denen Referentinnen und Referenten entlang des implantologischen Workflows ihre jeweiligen Konzepte präsentieren und zur Diskussion stellen.

Erstmals Live-OP auf dem DGI-Kongress

Ein Bereich der Implantologie, in dem die Entwicklung derzeit besonders dynamisch verläuft ist der Implantationszeitpunkt. „Dieses Thema gehört zu den ‚Hot topics‘ der Tagung“, sagt Professor Schwarz, was man auch an den Entwicklungen bei den Herstellern sehe. Darum geht es um dieses Thema auch bei der Live-OP, eine Premiere auf dem Kongress. Präsentiert wird live aus den OP-Sälen der Universitätsklinik Frankfurt 33. Kongress der DGI 2019 in Hamburg: hören, sehen, erleben, machen eine Sofortimplantation mit Augmentation bei einem Patienten mit kompromittierter Alveole in der ästhetischen Zone.

Wissenschaft, Theorie, Praxis, Diskussionen und Hands-on

  • Die beliebten Tischdemonstrationen ermöglichen den Austausch mit Experten über Fragen der täglichen Praxis auf Augenhöhe.

  • Die beliebten Tischdemonstrationen ermöglichen den Austausch mit Experten über Fragen der täglichen Praxis auf Augenhöhe.
    © David Knipping
Das generelle Prinzip der DGI bei ihren Fortbildungsangeboten prägt auch diesen Kongress: Die Mischung aus Wissenschaft, Theorie, praktischer Erfahrung, Diskussionen und Hands-on. „Unsere Kolleginnen und Kollegen können verschiedene Konzepte in den Sitzungen kennenlernen und werden im „Implant Village“ diese Ideen und Konzepte teilweise auch direkt erproben können“, sagt Professor Schwarz. Dies ist die beste Methode, sich selbst eine Meinung bilden zu können. Hinzukommen die bewährten Tischdemonstrationen, die in Kleingruppen den Austausch mit Experten über Fragen der täglichen Praxis auf Augenhöhe bieten.

Neues aus der Forschung

Wer wissen will, was sich gerade in der implantologischen Forschung tut, der kann sich einen Überblick in den Postersitzungen und bei den Kurzvorträgen verschaffen. Mehr als 70 Präsentationen wurden eingereicht. 


Weitere Informationen:

www.dgi-kongress.de


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