Interviews

Prof. Dr. med. dent. Georgios E. Romanos, DDS, PhD

Acht Fragen an

12.02.2014

Prof. Dr. med. dent. Georgios E. Romanos, DDS, PhD
Prof. Dr. med. dent. Georgios E. Romanos, DDS, PhD

Nach seinem Studium der Zahnmedizin an der Universität Athen wurde Prof. Romanos in Berlin, Freiburg und Frankfurt in den Fachgebieten Parodontologie, Prothetik und Oralchirurgie ausgebildet und promoviert. Im Jahre 2004 wurde er in Frankfurt habilitiert und 2010 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Bereits seit 2004 lebt er in USA, wo er in Vollzeit lehrt und praktiziert und als Direktor für Laserzahnheilkunde acht Jahre lang die NYU und die Eastman Fakultät in Rochester (beide New York) leitete. Zusätzlich hat er in den USA ein Postgraduierten-Programm für Parodontologie abgeschlossen und ist zertifi zierter Parodontologe. Seine Hauptarbeitsgebiete sind die Sofortbelastung von Implantaten, Therapie von Periimplantitis und Management von chirurgischen Komplikationen in der Implantologie sowie die Biologie augmentativer Maßnahmen in der Oralchirurgie. Seit 2012 ist Prof. Romanos Professor und stellvertretender Klinikdekan der zahnmedizinischen Fakultät in Stony Brook (New York). Zusätzlich ist er aktiv als räsident der World Federation for Laser Dentistry (Nordamerika) und besitzt zahnmedizinische Lizenzen in Deutschland und New York.

Was macht eigentlich Prof. Dr. med. dent. Georgios E. Romanos.

Warum haben Sie den Beruf des Zahnarztes ergriffen?

Ich war schon immer an einem medizinischen Beruf interessiert und speziell an der allgemeinen Chirurgie. Eines Tages hatte sich mein Vater bei einem Unfall den Arm gebrochen. Als wir ihn ins Krankenhaus brachten, kümmerten sich die Ärzte nicht gleich um ihn, da einer Patientin mit mehreren Brüchen im Gesicht zuerst geholfen werden musste. Die Chirurgen konnte nichts für sie tun, bis ein Kieferchirurg die Patientin untersuchte. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt seltsame Emotionen: Einerseits der gebrochene Arm und andererseits eine Patientin, die kurz vor dem Sterben war. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht was “Kieferchirurgie” ist. Ich war damals 16 Jahre alt und begann mehrere Bücher über das Thema zu lesen. So entwickelte ich starkes Interesse an Parodontologie und Implantologie. Diese Erfahrungen und Erkenntnisse haben mich zur Zahnmedizin geführt.

Würde Ihre Berufswahl heute wieder gleich aussehen?

Je mehr ich mit meinem Beruf zu tun habe, desto mehr liebe ich die Zahnheilkunde. Die klinischen Tätigkeiten in der Oralchirurgie, Implantologie, Parodontologie und Laserzahnheilkunde faszinieren mich jeden Tag. Zudem habe ich in den letzten Jahren großes Interesse für die akademischen und insbesondere globalen Ausbildungsmöglichkeiten zu „Management” und „Leadership” entwickelt.

Wo sehen Sie in der zahnärztlichen Ausbildung die wesentlichen Herausforderungen?

Wir leben in einer Zeit der modernen Technologien, die sicherlich Medizin und Zahnheilkunde verändern können. CAD/CAM-Technologie, digitale Zahnmedizin und Laserzahnheilkunde unterstützen die Hauptgebiete unseres Berufes. Trotz dieser Entwicklung halte ich es für bedenklich, einem Zahnarzt, der nur die Technologie für seine Therapie verwendet, komplett zu vertrauen.

Der Zahnarzt sollte gute theoretische und praktische Kenntnisse haben und immer klinisch tätig sein. Das alleinige Vertrauen in die Technologie wäre gleichzusetzen mit einem Piloten, der nur mit Autopilot fliegt. So kann man keine Unfälle ausschließen. Technologie ist wichtig, aber sie muss immer mit der Biologie in enger Verbindung stehen. Die jungen Zahnärzte haben heute mehr Möglichkeiten als wir früher hatten. Sie brauchen aber auch die Zeit, um ihre Erfahrungen zu sammeln.

Welches sind die herausragenden Problemfelder bei der Behandlung Ihrer Patienten?

Heutzutage kann die Behandlung von Patienten problematisch sein, da die Zahnheilkunde Spezialisten braucht und eine enge Zusammenarbeit zwischen Kollegen erfordert. Das ist ein Thema, das heute in den USA verstärkt gelehrt wird, um die Prinzipien einer Überweisungspraxis zu ermöglichen. Eine besondere Bedeutung sollte man heute – meiner Meinung nach – bei den ethischen Aspekten des Behandlers sehen. Hohe Standards und qualitative Behandlung bedeuten – insbesondere für junge Zahnärzte – hohe Kosten für die zertifizierte Ausbildung und gutes Training. Das sollten die Patienten anerkennen.


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