Interviews


„Diabetes-Patienten haben ein erhöhtes Risiko, an Gingivitis und Parodontitis zu erkranken“

Diabetes und Gingivitis bzw. Parodontitis beeinflussen sich wechselseitig. Für eine nachhaltige Reinigung des Mundraumes gibt es eine Flut an Hilfsmitteln. Doch wie sollte die Zahnreinigung speziell bei Diabetes-Patienten aussehen? Dr. Frank Marahrens gibt wertvolle Ratschläge.

DI: Wie viele Ihrer Patienten sind von einer Parodontitis und einer sich wechselseitig beeinflussenden Parodontitis-Diabetes-Erkrankung betroffen?

Dr. Marahrens: Man kann von etwa 150 Patientenkontakten pro Jahr für eine durchschnittliche Praxis pro Behandler ausgehen. Aufgrund meiner über 25-jährigen Berufserfahrung kann ich sagen, dass das Feststellen der Diagnosen mit Einführung der PSI-Erhebung, die alle zwei Jahre im Bereich der GKV durchführbar sind, zu signifikanten Anstiegen quantitativ und qualitativ geführt hat. Ein weiterer Aspekt ist die Einführung des Bonusheftes für regelmäßige Zahnarztbesuche in 1991. Bei Privatpatienten ist die Erhebung des Parodontalbefundes und die Aufzeichnung des Befundes Bestandteil der Abrechnungsposition GOZ Nr. 0010 und an keine zeitliche Frequenz gebunden. Damit kann der Parodontalbefund noch engmaschiger erhoben werden, was natürlich früher zu einer Diagnosefeststellung führen kann.

DI: Welche speziellen Herausforderungen stellt die häusliche Zahnpflege an diese Patienten?

Dr. Marahrens: Entscheidend ist der Aspekt, wie Prof. Dr. Johannes Einwag vom ZFZ in Stuttgart so griffig formuliert ‚Der Dreck muss weg – aber wie?’ Gerade bei Diabetes- Patienten, deren Mikrodurchblutung generell im ganzen Körper und somit auch in den gingivalen und parodontalen Gewebsstrukturen stark vermindert ist, haben ein erhöhtes Risiko, an einer Gingivitis und in deren Folge auch an einer Parodontitis zu erkranken. Die zelluläre Abwehr gegenüber Risikokeimen ist im Vergleich zu gesunden Patienten erheblich reduziert. Hier ist es besonders wichtig, den gingivalen Sulcus, die Interdentalräume und prothetisch versorgte Nischen gezielt zu reinigen. Neben den zahlreichen Hilfsmitteln zur Zahnreinigung sollte eine geeignete Zahnpasta mit niedrigem RDA-Wert und hohem Fluoridanteil verwendet werden.

DI: Sie empfehlen Ihren Parodontitis-Patienten besonders die medizinische Kamillenblütenzahncreme Aminomed. Warum?

Dr. Marahrens: Aminomed ist speziell bei Parodontitis- Patienten mit Diabetes aus mehreren Gründen besonders empfehlenswert. Sie bietet im Gegensatz zu anderen Zahnpasten einen optimalen Zahnfleischschutz, indem sie die gingivalen Strukturen mit Hilfe natürlicher Wirkstoffe wie Provitamin B5 bzw. Panthenol und Bisabolol aus Extrakten der Kamillenblüte, zusätzlich noch mit ätherischen Ölen effektiv schützt. Hierdurch wird eine natürliche erhöhte Durchblutung erzielt, die in Kombination mit diesen Bestandteilen zu einem Rückgang der Entzündungen im gingivalen und parodontalen Gewebe führt. Der Zusatz von Xylit hemmt wirkungsvoll die Neubildung von Plaque und erzielt zusätzlich noch eine antibakterielle Wirkung. Natürlich müssen weitere Maßnahmen seitens des Behandlers, wie professionelle Zahnreinigung und auch eine entsprechende systematische PAR-Therapie, erfolgen.

  • Aminomed ist bei Parodontitis-Patienten mit Diabetes besonders empfehlenswert.
  • Aminomed hat im Vergleich einen niedrigen RDA-Wert.
  • Aminomed ist bei Parodontitis-Patienten mit Diabetes besonders empfehlenswert.
  • Aminomed hat im Vergleich einen niedrigen RDA-Wert.

DI: Welche Erfahrungen spiegeln Ihnen Ihre Patienten durch die Verwendung von Aminomed wider?

Dr. Marahrens: Besonders der Rückgang von Foetor ex ore ist signifikant, sodass sich die Patienten im Gespräch nicht mehr wegen Mundgeruch schämen müssen. Viele Patienten berichten auch von einem deutlichen Rückgang von Zahnfleischbluten und fühlen ein frischeres Gefühl im Mund. Des Weiteren reduziert sich die Empfindlichkeit der Zahnhälse, was durch das Doppelfluorid-System mit Amin- und Natriumfluorid erklärbar ist. Die Remineralisierung führt zu einer Calciumfluoridschicht am Zahnschmelz und am freiliegenden Dentin und Wurzelzement und härtet diese Strukturen im Vergleich zur natürlichen Einlagerung der Hydroxyl-Ionen erheblich besser. Es verbleibt eine geringere Säureanfälligkeit und ein effektiver Schutz vor einer erneuten Demineralisation. All diese Wirkungen sind klinisch von der Universität Zürich erprobt und wurden in der wissenschaftlichen Forschung genutzt. 

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Frank Marahrens

Bilder soweit nicht anders deklariert: Dr. Frank Marahrens


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