Interviews

Dr. Hoffmann im Interview zu tioLogic® TWINFIT

Ein System für maximale Flexibilität

11.03.2019

Im November hat Dentaurum Implants sein neues Implantatsystem tioLogic® TWINFIT gelauncht. Damit können zwei prothetische Anschlußgeometrien – conical oder platform – auf einem Implantat versorgt werden. Dr. Joachim Hoffmann aus Jena war einer der Anwender der ersten Stunde und berichtet im Interview über seine Erfahrungen.

DI: Noch ein weiteres Implantat! Herr Dr. Hoffmann, was haben Sie sich gedacht, als Ihnen Dentaurum das tiologic TWINFIT vorgestellt hat?

  • Dr. Joachim Hoffmann berichtet im Interview über seine Erfahrungen.

  • Dr. Joachim Hoffmann berichtet im Interview über seine Erfahrungen.
    © Dr. Hoffmann
Dr. Hoffmann: Zuerst war ich überrascht darüber, dass ein solch gutes Implantatsystem wie das tiologic®, mit dem ich seit 2005 zufrieden bin und erfolgreich arbeite, doch noch zu verbessern ist. Aber ich habe mich auch sehr gefreut über die neue Entwicklung, da es ein paar Dinge bietet, die wir nicht vermuten konnten. Da ist zum einen die Flexibilität in der prothetischen Behandlung. Außerdem finde ich es gut, dass das System eine große Sicherheit bietet speziell für Kollegen, die noch am Anfang ihrer implantologischen Laufbahn stehen.

DI: Sie haben ja nun schon einige Erfahrung mit dem Implantat sammeln können. Was hat sie denn besonders überzeugt?

  • Der Abutment Switch ermöglicht die Versorgung von zwei prothetischen Anschlussgeometrien – conical und platform.

  • Der Abutment Switch ermöglicht die Versorgung von zwei prothetischen Anschlussgeometrien – conical und platform.
    © DENTAURUM Implants GmbH
Dr. Hoffmann: Das ist definitiv die bereits erwähnte Flexibilität. Wir haben die Möglichkeit, nachdem es inseriert und eingeheilt ist, zu entscheiden, ob wir eine Konusoder eine Anschlagverbindung, sprich Platform-Switching, wählen. Es ist für viele prothetische Arbeiten ein sehr großer Vorteil, das nachträglich zu entscheiden. Das ist auch ein Alleinstellungsmerkmal des Systems – das gab es bisher in der Form noch nicht. Die Flexibilität im chirurgischen Bereich bezieht sich hingegen darauf, dass es möglich ist entweder mit oder ohne Tiefenstopp zu arbeiten. Das hängt mit den individuellen Vorlieben des Zahnarztes, der klinischen Situation und dem Gefährdungspotential des Patienten zusammen.

DI: Und welchen Vorteil bietet das Implantatsystem in der chirurgischen Aufbereitung?

Dr. Hoffmann: Für mich persönlich liegt der Vorteil darin, dass ich die Advanced Aufbereitungsinstrumente verwenden kann mit einer etwas schnelleren Drehzahl und Wasserkühlung, wie allgemein üblich, aber auch mit einer low speed-Präparation, d.h. mit langsamerer Drehzahl, ohne Wasserkühlung und drucklos. Viele der Kollegen gehen langsam auf dieses Präparationsprotokoll über, da es verschiedene Vorteile bietet. Der größte Vorteil ist, dass wir dabei hochvitale Knochenzellen gewinnen, die wir für die Augmentation verwenden können. Das ist für mich persönlich ein Vorteil in der chirurgischen Phase. Für Kollegen, die am Anfang ihrer implantologischen Entwicklung stehen ist es ein Riesenvorteil, dass es möglich ist, optional auch den Tiefenstopp einzusetzen. Denn dieser trägt dazu bei, dass z. B. in den Bereichen, wo die Sicht nicht optimal ist, eine sehr sichere Präparation möglich ist. Und es besteht dadurch nicht mehr die Gefahr, über die optimale Tiefe hinauszupräparieren.

DI: Und welche besonderen Vorzüge sehen Sie in der prothetischen Versorgung?

Dr. Hoffmann: Da ist natürlich der große Vorteil, dass es erstmals möglich ist, nach der Platzierung und nach der Einheilung eines Implantates zu entscheiden, ob eine Konus- oder Anschlagverbindung gewählt wird. Bekanntermaßen gibt es Anhänger für jede der zwei Verbindungen. Aber auch wenn die Vorlieben bekannt sind, lässt sich nicht jede chirurgische Planung eins zu eins klinisch umsetzen. Mit tioLogic® TWINFIT haben wir die große Freiheit, die prothetische Versorgung nachträglich der klinischen Situation anzupassen.

DI: Welche Indikationen können mit tioLogic® TWINFIT versorgt werden?

Dr. Hoffmann: Wir setzen das System bei allen Situationen ein, denn es gibt keine implantologische Situation, die wir damit nicht lösen können.

DI: Was glauben Sie, welche Zielgruppe das Implantatsystem besonders anspricht?

  • Das Tiefenstopp-System bietet Flexibilität und Sicherheit in der chirurgischen Aufbereitung.

  • Das Tiefenstopp-System bietet Flexibilität und Sicherheit in der chirurgischen Aufbereitung.
    © DENTAURUM Implants GmbH
Dr. Hoffmann: Ich denke tioLogic® TWINFIT ist geeignet für jeden Zahnarzt, der implantologisch behandelt – sowohl für den Prothetiker als auch den Chirurgen. Der Chirurg hat den Vorteil, dass er je nach klinischer Situation sehr flexibel sein Präparationsprotokoll anpassen kann. Der Prothetiker hat die freie Wahl der Verbindungsart und kann nach der Insertion frei wählen zwischen einer Konus- oder Anschlagverbindung.

DI: Gibt es weitere Vorteile, die Sie bisher noch nicht erwähnt haben?

Dr. Hoffmann: Ich persönlich arbeite mit vielen prothetischen Überweisern zusammen. Die einen bevorzugen Konus, die anderen Platform. Ich habe nun den Vorteil, dass ich ein Implantat setzen kann, ohne dass im Vorfeld geklärt werden muss, welche Verbindung zum Einsatz kommt. Dadurch ist das tioLogic® TWINFIT „my choice“.

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Weitere Informationen:

DENTAURUM Implants GmbH
Turnstr. 31
75228 Ispringen
Tel. 07231 803-0
Fax 07231 803-295
www.tioLogic-TWINFIT.de


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