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Implantate, Primärstabilität, XiVE

Hervorragende Primärstabilität - Voraussetzung für Sofortbelastung

Abb. 1: Die Gewindearchitektur von XiVE® Implantaten (DENTSPLY Friadent) führt zu einer Kondensierung des spongiösen Knochens ohne die Kompakta zu stark zu komprimieren.
Abb. 1: Die Gewindearchitektur von XiVE® Implantaten (DENTSPLY Friadent) führt zu einer Kondensierung des spongiösen Knochens ohne die Kompakta zu stark zu komprimieren.

Das XiVE® System wurde im Jahr 2002 an unserer Klinik eingeführt, um dem zunehmenden Wunsch unserer Patienten nach einer sofortigen Versorgung nach der Implantation gerecht zu werden. Anfangs erfolgte die Sofortbelastung nur bei Patienten mit optimalen Knochenverhältnissen. Die hohe Primärstabilität von XiVE® hat uns überzeugt.

Aus diesem Grund setzen wir das Implantat jetzt auch vermehrt bei Patienten mit reduzierter Knochenqualität und -quantität ein (Abb. 2). Dadurch können augmentative Verfahren vermieden oder aber im Umfang deutlich reduziert durchgeführt werden. Dies kommt den Patienten sehr entgegen, da Eingriffe weniger invasiv sind.

  • Abb. 2: Bei reduziertem Knochenangebot sind Implantate erforderlich, die eine hohe Primärstabilität bieten

  • Abb. 2: Bei reduziertem Knochenangebot sind Implantate erforderlich, die eine hohe Primärstabilität bieten

Das Kondensationsgewinde

Das Gewinde der Implantate ist so aufgebaut, dass es beim Einschrauben im Bereich der Spongiosa zu einer Kondensierung des umgebenden Gewebes kommt. Im Bereich einer kortikalen Knochenstruktur wird der kondensierende Effekt des Gewindes bewusst gering gehalten (Abb. 1). Für die in der Praxis durchführbaren Augmentationstechniken zeigt das XiVE® System vor allem Vorteile bei der Sinusbodenelevation und dem BoneSplitting. Bei einer starken Kaudalisierung der Kieferhöhle besonders im Knochen der Klasse IV kann durch das Kondensationsgewinde eine ausreichende Primärstabilität erreicht werden. Dies ermöglicht simultan die Augmentation und Implantation (Abb. 3). Beim BoneSplitting erlaubt das konische apikale Gewinde eine gute Stabilisierung im ortsständigen Knochen. Das flache Kondensationsgewinde vermeidet eine Traumatisierung des aufgedehnten Knochens.
Die OP-Kassette enthält alle Instrumente für die Insertion im harten oder weichen Knochen. So hat man alles an einem Platz und kann flexibel auf die unterschiedlichen Knochenbefunde reagieren. Die übersichtliche und logische Anordnung der einzelnen Instrumente erleichtert das Arbeiten.

  • Abb. 3: Das Kondensationsgewinde von XiVE® führt auch bei D4-Knochen zu hoher Primärstabilität.

  • Abb. 3: Das Kondensationsgewinde von XiVE® führt auch bei D4-Knochen zu hoher Primärstabilität.

Optimales Weichgewebsmanagement

Für das XiVE® Implantat stehen unterschiedliche Gingivaformer zur Verfügung. Das erlaubt ein optimales Weichgewebsmanagement bei der Sofortimplantation oder der transgingivalen Einheilung. Die initiale Anwendung der durchmesserreduzierten parallelwandigen Gingivaformer stabilisiert das Weichgewebe in vertikaler Dimension ohne zu einer horizontalen Verdrängung zu führen (Abb. 4). Das Risiko, dass sich ein langes Saumepithel in der Osseointegrationsphase ausbildet, ist deutlich reduziert. Für die spätere ästhetische Ausformung können dann die Standardgingivaformer oder die individuell geformten EsthetiCaps verwendet werden.
Als vorbereitende Maßnahme zur Ausformung des Weichgewebes empfiehlt sich die Indexregistrierung über die TempBase Cap. Durch dieses Vorgehen erhält man schon vor der Freilegung der Implantate ein laborgefertigtes Provisorium mit der idealen Weichgewebskontur.

  • Abb. 4: Die Gingivaformer stabilisieren das Weichgewebe in vertikaler Dimension ohne zu einer horizontalen Verdrängung zu führen.

  • Abb. 4: Die Gingivaformer stabilisieren das Weichgewebe in vertikaler Dimension ohne zu einer horizontalen Verdrängung zu führen.

Schmale Implantate

XiVE® gibt es in verschiedenen Durchmessern. Das kleinste Implantat hat einen Durchmesser von 3,0 mm. Benutzt man das XiVE® 3.0, kann in vielen Fällen auch bei einem schmalen Kieferkamm auf eine umfangreiche Augmentation bei Erhalt der notwendigen Stärke der vestibulären Lamelle verzichtet werden (Abb. 5). Dies ermöglicht besonders in Kombination mit weiteren Implantaten des Standarddurchmessers eine stabile Eingliederung eines Zahnersatzes durch eine primäre Verblockung (Abb. 6).

  • Abb. 5: Beim Einsatz von XiVE® 3.0 kann in vielen Fällen auf eine Augmentation verzichtet werden.

  • Abb. 5: Beim Einsatz von XiVE® 3.0 kann in vielen Fällen auf eine Augmentation verzichtet werden.
  • Abb. 6: Die primäre Verblockung der Implantate trägt zu einer weiteren Stabilisierung bei Sofortbelastung bei.

  • Abb. 6: Die primäre Verblockung der Implantate trägt zu einer weiteren Stabilisierung bei Sofortbelastung bei.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Jörg Neugebauer

Bilder soweit nicht anders deklariert: Dr. Jörg Neugebauer


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