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Lachgassedierung in der Praxis

13.06.2014

Dr. Kay O. Furtenhofer hat bereits mehr als 1.200 Sedierungen durchgeführt. Er bietet auch praxisbezogene Seminare an.
Dr. Kay O. Furtenhofer hat bereits mehr als 1.200 Sedierungen durchgeführt. Er bietet auch praxisbezogene Seminare an.

Die Verabreichung von Lachgas ist das älteste aller dentalen Sedierungsverfahren in der Zahnmedizin. Es hat seinen Ursprung bereits im 19. Jahrhundert. Das beruhigende, angstreduzierende und schmerzstillende Gas (N(2)O) ist sehr gut verträglich und ebnet deshalb dem Patienten und auch dem Zahnarzt den Weg zu einer entspannten Behandlung. Dr. Kay O. Furtenhofer aus Oberhausen arbeitet seit über sechs Jahren mit dem Porter Lachgasgerät und bietet in Zusammenarbeit mit der Baldus Medizintechnik GmbH praxisbezogene Seminare an.

  • Die Behandlung kann losgehen – die Patientin ist entspannt.

  • Die Behandlung kann losgehen – die Patientin ist entspannt.
In Deutschland wird die Lachgassedierung immer beliebter. Mit speziell für den zahnärztlichen Einsatz entwickelten Geräten wird das Lachgas zunächst mit Sauerstoff vermischt und anschließend dem Patienten mittels einer Maske durch die Nase zugeführt. Mit dem „Flowmeter” kann die Lachgasmischung genau und individuell für jeden Patienten dosiert werden. Bereits nach wenigen Atemzügen empfindet der Patient ein sehr angenehmes Gefühl der Leichtigkeit und Entspannung. Er ist aber im Gegensatz zu einer Narkose bei vollem Bewusstsein und bleibt jederzeit ansprechbar. Dr. Furtenhofer setzt die Lachgassedierung in seiner Praxis zur äußerst zufriedenstellenden Behandlung von Angstpatienten, schwer zu behandelnden Kindern und Patienten mit gesteigerten Schluck- und Würgereflexen ein. Zunächst hatte er die Lachgassedierung nur als idealen Vorteil für den Patienten gesehen. Mittlerweile schätzt er die Vorteile, die die Lachgassedierung für sein Team und ihn selbst bringen noch viel höher ein. „Die Lachgassedierung lässt uns als Zahnärzte ängstliche Patienten und Patienten mit Würgereiz in einer angenehmen und stressfreien Atmosphäre behandeln. Im Gegensatz zu anderen Sedierungsverfahren oder zur Vollnarkose lässt sich Lachgas komplikationslos in den Praxisalltag integrieren. Der Patient benötigt keine besondere Vorbereitung, er muss nicht nüchtern sein und ist nach relativ kurzer Zeit in der Lage, die Praxis zu verlassen“, weiß Dr. Furtenhofer aus seiner jahrelangen Erfahrung. Nachdem die Behandlung abgeschlossen ist, atmet der Patient für eine gewisse Zeit – in Abhängigkeit von Dauer und Höhe der Sedierung – reinen Sauerstoff ein. Danach ist die Lachgaswirkung vollständig aufgehoben, der Patient ist wieder verkehrstüchtig und kann die Praxis ohne Personenbegleitung verlassen. Die heute zur Verfügung stehenden Geräte lassen eine äußerst exakte Dosierung der Lachgasmenge zu. Die Konzentration des zum Sauerstoff beigemischten Lachgases lässt sich von 1 bis maximal 70 % individuell regeln. „Gegenüber anderen Verfahren schätzen wir besonders den geringen zeitlichen Aufwand, die große Sicherheit durch die wenigen Kontraindikationen, die hervorragende Steuerbarkeit des Lachgases, die damit einhergehenden geringen Risiken und Nebenwirkungen sowie die große Patientenakzeptanz“, fasst Dr. Furtenhofer zusammen.

Fortbildungsangebote

Es ist jedem Zahnarzt möglich, sich in zweitägigen Seminaren die notwendigen Kenntnisse in der Lachgassedierung anzueignen. In diesen Kursen werden die Pharmakologie, Indikationen, Kontraindikationen und die spezielle Anamnese erarbeitet. Weiterhin stehen ein gezieltes Notfallmanagement und die Gerätekunde auf dem Programm. Im praktischen Teil des Seminars haben alle Teilnehmer die Möglichkeit, selbst zu erleben, wie sich eine Lachgassedierung anfühlt. Das Seminar wird von kompetenten Fachärzten durchgeführt und vom ISO-zertifizierten Lachgassystem-Hersteller Baldus Medizintechnik GmbH begleitet.



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