Kollegentipps

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Mehr Übersicht durch Reduziertheit

12.05.2014

Nach Abnahme des iSy Gingivaformers (PEEK) zeigt sich eine stabile, reizlose Gingivamanschette.
Nach Abnahme des iSy Gingivaformers (PEEK) zeigt sich eine stabile, reizlose Gingivamanschette.

Der erfahrene Implantologe Dr. Jan Klenke aus Hamburg macht seit Jahren die besten Erfahrungen mit Produkten aus dem Hause CAMLOG. Das Camlog- und das Conelog-Implantatsystem bereichern seinen Alltag in der Praxis schon länger. Was waren jedoch die Beweggründe, das seit der IDS 2013 verfügbare iSy-Implantatsystem in die Praxis aufzunehmen? Und wie sind die ersten Erfahrungen mit DEDICAM? Darüber hat er mit uns gesprochen.

iSy steht für „intelligentes System“ und eignet sich für Fälle, die den Einsatz einfacher, standardisierter implantologischer Behandlungskonzepte erlauben. In der Hamburger Gemeinschaftspraxis von Dr. Jan Klenke und Christian Regel kommt es in den Fällen zur Anwendung, die sich für eine transgingivale Einheilung eignen. Es muss ausreichend Knochen vorhanden sein sowie ein stabiles Weichgewebe. Für alle anderen Fälle werden die langjährig etablierten Systeme von CAMLOG eingesetzt – außer wenn der Patient oder Überweiser auf die Verwendung eines anderen Systems besteht. Denn mit CAMLOG-Systemen können alle Indikationen zuverlässig behandelt werden.

Mehr Übersicht durch Reduziertheit

Bei iSy wird mit nur drei Durchmessern in drei Längen, reduziertem Bohrprotokoll und einer Minimalausstattung an Instrumenten Zeit gespart. Ein Implantat-Set besteht aus Implantat, Bohrern, Gingivaformer und zwei Multifunktionskappen für die konventionelle oder digitale Abformung sowie zur optionalen Herstellung von Sofortprovisorien. Der Verwaltungs- und Lagerhaltungsaufwand ist geringer, da keine Patientenbohrer, Abformkappen und Gingivaformer bestellt und auf Vorrat behalten werden müssen. Der Preis ist für Qualität „Made in Germany“ sehr günstig. Dennoch handelt es sich um kein „Billigsystem“, sondern ist aufgrund des durchdachten Konzeptes sehr wirtschaftlich. Dabei bietet es alle Möglichkeiten der prothetischen Versorgung. iSy wird komplett bei CAMLOG in Wimsheim produziert und garantiert die gewohnt hohe Materialund Verarbeitungsqualität. Empfohlen wird das System für die meisten Standard- und Low-Risk-Fälle. Interessant ist die Lösung zudem für Patienten mit begrenztem Budget.

Auf die Frage nach den Hauptvorteilen und Unterschieden von iSy hat Dr. Klenke gleich eine ganze Reihe zu berichten: „Zunächst überzeugte mich die transgingivale Einheilung. Auch die Einpatientenformbohrer und das reduzierte Bohrprotokoll – Rosenbohrer, Vorbohrer und endgültiger Formbohrer – finde ich toll. Dass die Implantatbasis bis zur endgültigen Versorgung auf dem Implantat verbleibt ist ebenso überzeugend wie die Abformung, welche nicht auf dem Niveau der Implantatschulter sondern auf der Implantatbasis erfolgt. Man hat auch keine extra Lagerhaltung und Bestellung von Zusatzteilen. Das Chirurgie- und Prothetik-Set ist sehr reduziert und dadurch übersichtlich. Das reduzierte Bohrprotokoll und die transgingivale Einheilung verkürzen die OP-Zeit und die Instrumentenaufbereitung wird einfacher. Insgesamt betrachtet sind die Kosten geringer und das bei sehr guter Qualität aus dem Hause CAMLOG.“

Was man jedoch laut Dr. Klenke nicht unterschätzen darf: „Bei den ersten iSy-Implantaten muss ein wenig „umgedacht“ und das Prinzip verinnerlicht werden. Das betrifft nicht unbedingt die Implantation, aber das Belassen der Implantatbasis und die transgingivale Einheilung. Ebenso ist es für viele Anwender zunächst ungewohnt einen Gingivaformer aus PEEK zu verwenden. Dieses Material ist jedoch extrem biokompatibel und die Gingiva heilt sehr gut um dieses Material.“

  • Abb. 1: 6 Monate nach Implantatversorgung zeigt sich ein perfekt osseointegriertes iSy-Implantat.
  • Abb. 2: Perfekte Weichgewebsverhältnisse 6 Wochen nach Implantation.
  • Abb. 1: 6 Monate nach Implantatversorgung zeigt sich ein perfekt osseointegriertes iSy-Implantat.
  • Abb. 2: Perfekte Weichgewebsverhältnisse 6 Wochen nach Implantation.

  • Abb. 3: Restauration mit einem individuellen DEDICAM-Abutment und einem DEDICAM-Zirkongerüst.
  • Abb. 3: Restauration mit einem individuellen DEDICAM-Abutment und einem DEDICAM-Zirkongerüst.

Computergestützte Individualfertigung DEDICAM

iSy ist außerdem optimal auf die CAD/CAM-Lösungen von CAMLOG abgestimmt. In der Hamburger Praxis wurden bereits etwa 50 Patienten mit dem iSy-System in Kombination mit DEDICAM versorgt. Mit der computergestützten Individualfertigung ist es möglich, individuelle Titanabutments und Gingivaformer fräsen zu lassen. „Es wurde eine Lücke geschlossen, denn jetzt ist der digitale Workfl ow bei CAMLOG komplett. Schön ist, dass die drei großen Planungsprogramme, 3shape, dental wings und exocad, unterstützt werden. Somit können die Labore mit ihrem bekannten System und ohne neue Investitionen die Bauteile konstruieren“, freut sich Dr. Klenke. Das Feedback aus den Laboren, welche mit DEDICAM zusammen gearbeitet haben, sei sehr positiv und die Übertragung der Daten funktioniere reibungslos. Neben Implantatabutments und Gingivaformern können auch viele prothetische Werkstücke hergestellt werden. „Wir haben bis jetzt, neben den individuellen Abutments, nur Zirkongerüste fräsen lassen und sind immer sehr zufrieden mit dem Endprodukt“, so Dr. Klenke.

Der Service passt!

Den Service von CAMLOG bezeichnet Dr. Klenke als sehr freundlich und kompetent. Man merkt, dass die Mitarbeiter voll hinter den Produkten stehen. Deshalb unterstützen sie ihre Kunden auch gerne. Im Falle von Dr. Klenke, der auch als Referent tätig ist, ist auch die perfekte Unterstützung bei den eigenen Kursen ein wichtiger Pluspunkt. Sehr angenehm empfindet der Hamburger Zahnarzt das langjährig bestehende Netzwerk von Außendienstmitarbeitern, welche jetzt auch für alle Fragen rund um iSy zur Verfügung stehen.

 

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Jan Klenke

Bilder soweit nicht anders deklariert: Dr. Jan Klenke


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