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Rundum gesund im Mund- und Zahnbereich

Besprechung und Anwendung von parodur Liquid und parodur Gel von lege artis,.
Besprechung und Anwendung von parodur Liquid und parodur Gel von lege artis,.

Speziell für die professionelle Parodontitis-Prophylaxe und zur Anwendung zu Hause bietet lege artis die schützenden Pflegeprodukte parodur Gel und parodur Liquid. Das Gel dient zur Vorbeugung von Gingivitis und Parodontitis und eignet sich zur Ergänzung der täglichen Mundhygiene - auch bei Risikopatienten. Die Mundspüllösung parodur Liquid vervollständigt in Kombination mit dem Gel die Prophylaxemaßnahmen. In Verbindung mit dem Implantat-Pflege-Gel durimplant hilft parodur Liquid vorbeugend gegen Mukositis und Periimplantitis. In der unterstützenden Parodontitis-Prophylaxe mehrerer Testpatienten zeigte deren Anwendung eine ausgezeichnete Wirkung.

Bei jedem meiner Testpatienten wurde nach der Besprechung des Gesundheitsfragebogens die Risikoklassifizierung mittels PSI Code (Parodontaler Screening Index) und diagnoSTIX aus dem Konzept der Solo-Prophylaxe (BOB-Index „bleeding-on-brushing“) zur Diagnose der erkrankten Zahnzwischenräume vorgenommen. Daran lehnten sich die weiteren notwendigen Behandlungsschritte an. Hierbei wurden iatrogene, systemische und genetische Faktoren berücksichtigt und dokumentiert.

  • Patientin 30 Jahre, seit 5 Jahren Nichtraucherin, vor 4 Jahren Schwangerschaftsdiabetes, ausgeheilt.
  • Risikopatientin, 50 Jahre, Raucherin, Allergikerin, Parodontitispatientin, Magen-Darmprobleme, starke Putzdefekte (Abfraktion, Erosion und Abrasion).
  • Patientin 30 Jahre, seit 5 Jahren Nichtraucherin, vor 4 Jahren Schwangerschaftsdiabetes, ausgeheilt.
  • Risikopatientin, 50 Jahre, Raucherin, Allergikerin, Parodontitispatientin, Magen-Darmprobleme, starke Putzdefekte (Abfraktion, Erosion und Abrasion).

  • Parodontitispatient 81 Jahre, Nichtraucher, starke Abnutzung der Zähne
  • Parodontitispatient 81 Jahre, Nichtraucher, starke Abnutzung der Zähne

Gesundheitsanamnese

Der Anamnesebogen erfasst die folgenden Gesundheitskriterien:

  • Allergien
  • genetische Disposition
  • Medikamente (u. a. Antieleptika, Anorektika, Antiepileptika, Kalzium-Antagonisten, Anxiolytika, Neuroleptika, Neutropenien)
  • Diabetes
  • Autoimmunerkrankungen
  • Candidiasen
  • Viruserkrankungen (Herpes / HIV)
  • Leukämie
  • Essverhalten
  • Rauch- und Alkoholverhalten.

Rauchen sowie Nikotin in Verbindung mit Alkohol sind die stärksten extrinsischen Risikofaktoren für eine Parodontalerkrankung.

Dokumentation

Die folgenden Kriterien wurden dokumentiert und besprochen:

  • Schleimhautveränderungen (Zunge, Wange, Gaumen und Lippen)
  • subgingivale Mikroflora
  • Furkationsbeteiligung
  • Suppuration
  • Erosionen
  • Abrasionen
  • Attritionen
  • Rezessionen.

Indizes und Festlegung des Recall-Intervalls

Das Risikoprofil (nach Lang und Tonetti) gab Aufschluss über blutende Zahnflächen in Prozent (Bleeding on probing = BOP), Zahnverlust, Sondierungs-tiefen (ST), Umwelteinflussfaktoren (Rauchen), Knochenabbau/ Alter sowie systemische und genetische Faktoren. Gingivitis und Parodontitis sind Infektionskrankheiten, die ähnlich wie in der Kariologie von Partner zu Partner, z. B. durch Küssen, übertragen werden. Daher empfehle ich beiden Partnern sich zeitgleich untersuchen zu lassen und plane im besten Fall die Prophylaxe-Partnerbehandlung am selben Tag. Das Vorhandensein gramnegativer anaerober Bakterien – Porphyromonas gingivalis (Pg), Tannerella forsythensis (Tf), Aggregatibacter actinomycetemcomitans (Aa), Treponema denticola (Td) und insbesonder Prevotella intermedia (Pi) – bietet die optimale Voraussetzung für die Entstehung einer meist leidvollen Parodontitis.

Wenn im schlimmsten Fall beide Partner von einer Parodontitis betroffen sind, aber nur einer davon die Prophylaxe- oder Parodontalbehandlung durchführen lässt, kann dies zu erhöhter Rezidivgefahr des behandelten Patienten führen. Bei jeder Kontrollsitzung wurde die Blutungsneigung (Gingivitis) mit den DiagnoSTIX überprüft und die Behandlungsintervalle neu festgelegt. Bei jeder Veränderung – egal ob positiv oder negativ – wurden Behandlungsschritte und Patientenmotivation beachtet sowie Hilfsmittel und Pflegeprodukte individuell neu angepasst. Natürlich ist das tägliche Umsetzen speziell angepasster Zahnzwischenraumbürstchen (SOLO-STIX) neben der täglichen Solo-Technik (Zahnsaumpflege mit Solo oder Swing) ausschlaggebend, ob der Patient sein Leben lang „zahngesund“ bleiben kann.

Zusammenspiel natürlicher Wirkstoffe und CHX bietet Unterstützung bei der Heilung

  • parodur Gel

  • parodur Gel
parodur Gel enthält pflanzliche Inhaltsstoffe aus Salbei (Salbeiöl, kräftigend) Kamille (Bisabolol, abschwellend, antimikrobiell), Thymian (Thymol, desinfizierend) und Beinwell (Allantoin, zellregenerierend). Diese ausgewogene Kombination beugte bei meinen Testpatienten Schleimhautentzündungen und Taschenneubildungen mit weiterem Knochenabbau vor. parodur Gel ist sparsam und einfach anzuwenden und wurde in Phasen erhöhter Gefährdung und nach einer Parodontalbehandlung eingesetzt. Das Gel besitzt eine hohe Viskosität mit geringer Speichellöslichkeit und haftet somit sehr gut über viele Stunden am Zahnfleischrand. Vorzugsweise wird es abends vor dem Schlafen mit einem Pinsel oder Wattestäbchen aufgetragen. Mit der parodur Mundspüllösung wird die Prophylaxe sinnvoll ergänzt. Chlorhexidin reduziert die Keimbelastung, Natriumfluorid und Xylit fördern die Härtung des Zahnschmelzes und unterstützen so zusätzlich die Kariesprophylaxe.

Praxisempfehlung

Ich empfehle für 4 Wochen nach der Prophylaxe- und Parodontalbehandlung:

  • 2 x täglich mit 5 - 10 ml unverdünntem parodur Liquid (alkoholfrei!) 60 Sekunden zu spülen (bitte nie mit Wasser nachspülen!)
  • 1 Stunde auf Getränke, Nahrung und Nikotin verzichten.

Und hierzu mein Experten-Tipp:

  • Täglich abends parodur Gel noch für 2 Wochen parallel anwenden.
  • Für die nächsten 3 Monate das Gel 1 - 2 x wöchentlich benutzen.

Das Gel ist in 10 ml Tuben erhältlich, sehr sparsam und kann in jeder Handtasche oder Jackettasche untergebracht werden.

Durch Aufklärung und Bewusstmachung erkennen viele Zahnarztpraxen, dass die Anzahl der Risikopatienten, bei denen ein erhöhtes Parodontitisrisiko besteht (u. a. Diabetiker, Rheumatiker, Osteoporosepatienten, Herzund Kreislaufkranke, Krebspatienten, Alkoholiker, Raucher oder auch Schwangere) ständig steigt. Mundgesundheitsstudien kommen zum Ergebnis, dass bis zu 80 % der Menschen in Deutschland von parodontalen Problemen betroffen sind. Demnach leiden 10 – 15 % der Bevölkerung unter einer schweren Form der Parodontitis an mindestens einem Zahn. Bereits erhöhter täglicher Stress reduziert die menschlichen Abwehrkräfte. So können sich aktive Parodontalkeime und deren Endotoxine extrem schnell ausbreiten. In diesem Stadium sind Patienten in einem sehr engen Recall risikoabhängend zu betreuen:

  • niedriges Risiko (alle 6 Monate)
  • mittleres Risiko (alle 4 Monate)
  • hohes Risiko (alle 3 Monate).

Die Firma lege artis bietet zur Unterstützung und Aufklärung des Patienten nützliche Patientenbroschüren kostenlos an. Ebenso kleine Empfehlungsblöcke zum Produktkauf in der Apotheke. Empfehlen Sie Ihren Patienten parodur, denn ein offenes, ästhetisches und mundgesundes Lächeln ist die Visitenkarte jedes Menschen - bei jedem persönlichen Gespräch.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Brigitte Godizart

Bilder soweit nicht anders deklariert: Brigitte Godizart


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