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Sichere präimplantologische Diagnostik dank hoher Bildqualität

Die Patientenpositionierung ist dank der Positionierungslichtlinien einfach und klar und die Face-to-Face Positionierung vereinfacht die Kommunikation mit dem Patienten. Bei 3D-Aufnahmen ist eine Lichtlinie (Sagittale) für die Positionierung ausreichend,
Die Patientenpositionierung ist dank der Positionierungslichtlinien einfach und klar und die Face-to-Face Positionierung vereinfacht die Kommunikation mit dem Patienten. Bei 3D-Aufnahmen ist eine Lichtlinie (Sagittale) für die Positionierung ausreichend,


Das VistaVox S von Dürr Dental bietet 3D- und 2D-Röntgenaufnahmen in hervorragender Zeichenschärfe. Im nachfolgenden Beitrag führt die in Kirchzarten niedergelassene Zahnärztin Dr. Annekatrin Metzger aus, inwiefern das neue Kombigerät sowohl für chirurgisch und implantologische als auch allgemeinzahnärztliche ausgerichtete Praxen ideale Voraussetzungen bietet.

In der zahnmedizinischen Diagnostik ist vor chirurgischen Eingriffen, besonders vor geplanter Implantatinsertion, die Beurteilung der knöchernen Strukturen und der Zähne mithilfe bildgebender Verfahren notwendig. Dabei hat die dentale Volumentomographie (DVT) in der Implantologie einen hohen Stellenwert, denn die DVT stellt anatomische Strukturen in allen Raumrichtungen verzerrungsfrei dar und ermöglicht so die räumliche Zuordnung der Befunde ohne Dimensionsverlust. Auf diese Weise kann das vorhandene Knochenangebot dreidimensional präzise beurteilt werden und ideale Implantattypen und Implantatdimensionen und eine prothetisch opportune Positionierung der Implantate geplant werden. Risikostrukturen werden lokalisiert und können intraoperativ geschont werden, und das vorhandene Knochenangebot wird bestmöglich ausgenutzt [3-5].

Für meine allgemeinzahnärztlich ausgerichtete Praxis habe ich mir ein Röntgensystem gewünscht, mit dem verschiedene Anwendungen der täglichen Praxis abgebildet werden können. Das neue 3D-Röntgensystem VistaVox S von Dürr Dental hat mich überzeugt, denn es erstellt sowohl DVT-Aufnahmen als auch Orthopantomogramme in bestechender Klarheit und erleichtert die sichere Diagnostik bei oralchirurgischen und implantologischen Behandlungen ebenso wie in der täglichen zahnärztlichen Praxisroutine, zum Beispiel innerhalb endodontischer Fragestellungen: für mich ein überzeugendes ‚Allin-one‘-System.

3D-Aufnahmen inklusive 2D-Panorama-Ansicht

Je nach Anwendungsgebiet kann ich das Kombigerät flexibel einsetzen, denn neben DVT-Aufnahmen lassen sich innerhalb sieben Sekunden zeichenscharfe Orthopantomogramme erstellen. Die außergewöhnliche Bildqualität basiert auf der innovativen S-Pan-Technologie, durch die es gelungen ist, bei der Bildschärfe extraoraler Aufnahmen einen neuen Maßstab zu setzen: Während konventionelle digitale Geräte Panoramaaufnahmen auf der Grundlage einer einzigen Schicht – vergleichbar mit einem Bogen Papier, den man dem Kiefer entlang legt – erzeugen, nutzt VistaVox S (wie bereits Vista- Pano S) für die Aufnahmen 20 Schichten, die übereinander liegen und den Kiefer umfassen respektive weiter hineinreichen. Beim Generieren des Röntgenbildes sucht das Gerät innerhalb dieser 20 Schichten, die jeweils in 1.000 Fragmente unterteilt werden, automatisch den jeweils schärfsten Bereich des Kiefers aus und setzt die Ergebnisse zu einem Gesamtbild zusammen. Aus den automatisch durch VistaVox S gewählten Schichten werden jeweils die schärfsten Bildbereiche herausgefiltert, um das bestmögliche Panoramabild zu generieren. Dieser besonders markante Vorteil führt dazu, dass Ungenauigkeiten bei der Patientenpositionierung ausgeglichen werden und Wiederholungsaufnahmen entfallen: ein Gewinn in der Diagnostik, ein Zeitgewinn für Patient und Praxisteam.

VistaVox S punktet unter anderem damit, dass jede 3D-Aufnahme automatisch eine Panorama-Ansicht generiert, die dank der Software VistaSoft auf dem Bildschirm angezeigt wird und die Orientierung und Übersicht über die anatomischen Strukturen nochmals erleichtert. Röntgen-, 3D- und Video-Bilder lassen sich auf einem gemeinsamen Lichttisch wiedergeben und alle 3D-Ansichten sind zur Unterstützung einer professionellen Diagnostik dreh- und kippbar. Implantate können visualisiert werden, was die Patientenkommunikation erfahrungsgemäß erleichtert. Darüber hinaus sind die Software-Tools ausgesprochen anwenderorientiert, so dass auch das Importieren alter Daten von anderen Geräten in die Software sehr gut funktioniert hat und der Umstieg schnell und einfach gelungen ist [2].

Alleinstellungsmerkmal: kieferförmiges „Field of View“

Das 3D-Abbildungsvolumen orientiert sich an der menschlichen Anatomie und stellt genau den Bereich dar, um den es diagnostisch geht. Mit einem Volumen Ø 100 x 85 mm ist das kieferförmige „Field of View“ größer als übliche Volumen von Ø 80 x 80 mm. Das wird durch eine spezielle Umlaufkurve erreicht, für die das Gerät nur wenige Sekunden benötigt. Durch dieses kieferförmig angepasste Volumen bildet VistaVox S auch den Bereich des hinteren Molaren vollständig ab, eine grundlegende Voraussetzung beispielsweise zur Diagnostik eines retinierten Weisheitszahns, und für den mit konventioneller 3D-Technik teure Geräte eines Volumens mit 130 mm Durchmesser erforderlich wären [1].

  • Abb. 1: Flexibel im Einsatz: Neben DVT-Aufnahmen lassen sich innerhalb sieben Sekunden zeichenscharfe 2D-Orthopantomogramme erstellen. Die außergewöhnliche Bildqualität basiert auf der in Systemlösungen von Dürr Dental bereits bewährten S-Pan-Technologie (Bild: Praxis Dr. Metzger, Kirchzarten).
  • Abb. 2: Mit einem 3D-Abbildungsvolumen Ø 100 x 85 mm ist das kieferförmige „Field of View“ bei VistaVox S (blau) größer als übliche Volumen von Ø 80 x 80 mm (rot). Dadurch bildet das Gerät auch den Bereich der hinteren Molaren vollständig ab, für den mit konventioneller 3D-Technik teure Geräte eines Volumens mit 130 mm Durchmesser erforderlich wären (Grafik: Dürr Dental).
  • Abb. 1: Flexibel im Einsatz: Neben DVT-Aufnahmen lassen sich innerhalb sieben Sekunden zeichenscharfe 2D-Orthopantomogramme erstellen. Die außergewöhnliche Bildqualität basiert auf der in Systemlösungen von Dürr Dental bereits bewährten S-Pan-Technologie (Bild: Praxis Dr. Metzger, Kirchzarten).
  • Abb. 2: Mit einem 3D-Abbildungsvolumen Ø 100 x 85 mm ist das kieferförmige „Field of View“ bei VistaVox S (blau) größer als übliche Volumen von Ø 80 x 80 mm (rot). Dadurch bildet das Gerät auch den Bereich der hinteren Molaren vollständig ab, für den mit konventioneller 3D-Technik teure Geräte eines Volumens mit 130 mm Durchmesser erforderlich wären (Grafik: Dürr Dental).

Die besondere 3D-Technik und der hochempfindliche CsI-Sensor bilden auch die Grundlage dafür, die Strahlendosis möglichst niedrig halten zu können. Bei Auswahl des SQ-Modus (Standard Qualität-Modus), der sich zum Beispiel für die Implantatplanung empfiehlt, ebenso zur Untersuchung der Nebenhöhlen und um impaktierte Zähne zu lokalisieren, wird rund 62 Prozent weniger Röntgendosis als im HQ-Modus (Höchste Qualität-Modus) verwendet. Ein klarer Vorteil für das gesamte Praxisteam ist, dass bei VistaVox S die Technik auf höchstem Niveau bei der Bedienung anwender- und patientenfreundlich bleibt und einen reibungslosen Ablauf während des Röntgenvorgangs gewährleistet: Die Patientenpositionierung ist dank der Positionierungslichtlinien einfach und klar und die Face-to-Face Positionierung vereinfacht die Kommunikation mit dem Patienten. Bei 3D-Aufnahmen ist eine Lichtlinie (Sagittale) für die Positionierung ausreichend, bei 2D-Aufnahmen ermöglichen drei Lichtlinien (Frankfurter Horizontale, Sagittale, Canini) die perfekte Positionierung. Der Sieben-Zoll-Touchscreen, über den alle Funktionen erreichbar sind, ist übersichtlich gestaltet und lässt sich intuitiv und sicher bedienen.

  • Abb. 3: Computer-Screen eines 3D-DVT aus der VistaSoft Software zusammengestellt. Besonderer Pluspunkt von VistaVox S: Jede 3D-Aufnahme generiert automatisch auch eine Panorama-Ansicht, die dank der Software VistaSoft auf dem Bildschirm angezeigt wird und die Orientierung und Übersicht über die anatomischen Strukturen nochmals erleichtert. Zu erkennen: Lage der Unterkieferweisheitszähne und Verlauf des N. mandibularis inferior (Bild: Praxis Dr. Metzger, Kirchzarten).
  • Abb. 4: Patientin mit fokaler Parodontitis im Bereich der Frontzähne 11 und 21. Z.n. Extraktion der nichterhaltungswürdigen Zähne und Socket Preservation. Durchgeführtes DVT zeigt ROI mit virtueller Implantatplanung. Der N. incisivus konnte mithilfe der Multiplanaransicht berücksichtigt werden. Es zeigt sich vestibulär ein ausreichendes Knochenangebot (Bild: Praxis Dr. Metzger, Kirchzarten).
  • Abb. 3: Computer-Screen eines 3D-DVT aus der VistaSoft Software zusammengestellt. Besonderer Pluspunkt von VistaVox S: Jede 3D-Aufnahme generiert automatisch auch eine Panorama-Ansicht, die dank der Software VistaSoft auf dem Bildschirm angezeigt wird und die Orientierung und Übersicht über die anatomischen Strukturen nochmals erleichtert. Zu erkennen: Lage der Unterkieferweisheitszähne und Verlauf des N. mandibularis inferior (Bild: Praxis Dr. Metzger, Kirchzarten).
  • Abb. 4: Patientin mit fokaler Parodontitis im Bereich der Frontzähne 11 und 21. Z.n. Extraktion der nichterhaltungswürdigen Zähne und Socket Preservation. Durchgeführtes DVT zeigt ROI mit virtueller Implantatplanung. Der N. incisivus konnte mithilfe der Multiplanaransicht berücksichtigt werden. Es zeigt sich vestibulär ein ausreichendes Knochenangebot (Bild: Praxis Dr. Metzger, Kirchzarten).

Fazit für die Praxis

Das neue 3D-Röntgensystem VistaVox S von Dürr Dental überzeugt durch die „All-in-one“-Lösung und unterstützt Oralchirurgen und Implantologen anwenderfreundlich bei der professionellen Diagnostik und Behandlungsplanung ebenso zuverlässig wie allgemeintätige Zahnärzte. Mit dem kieferförmigen 3D-Aufnahmevolumen, das sich an der menschlichen Anatomie orientiert, ist es gelungen, auch den Bereich der hinteren Molaren vollständig abzubilden. Die innovative S-Pan-Technologie schafft die Grundlage für die außergewöhnliche Bildqualität der 2D-Aufnahmen, und der hochempfindliche CSI-Sensor trägt zu einer reduzierten Strahlenexposition bei.

Seit der IDS im März in Köln ist bekannt: Ab Herbst 2017 wird VistaVox S eine Neuerung beinhalten. Dann können Anwender nach Bedarf ein kleineres „Field of View“ anwählen und damit einen fokussierten Bereich von drei bis vier Zähnen erfassen. Das wird mit Ø 50 x 50 mm Volumen ermöglicht (an zehn sich überschneidenden Positionen, je fünf im Ober- und Unterkiefer), wahlweise mit 80 und 120 μm Voxelgröße ausgestattet. Alle bereits installierten VistaVox S-Geräte sind Upgrade-fähig. 

 

 

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Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Annekatrin Metzger


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