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Zeramex® – die zweiteilige Implantat-Alternative aus Keramik


Bereits 120 Implantate aus Vollkeramik hat Dr. Kay Pehrsson von der Haranni Clinic in Herne erfolgreich gesetzt. Und auch wenn Zirkondioxidimplantate noch immer ein Nischenprodukt darstellen, ist der erfahrene Chirurg von der Produktpalette der Dentalpoint AG überzeugt. Die ersten Implantate stammten dabei aus dem ZERAMEX® (T)apered System. Nun soll vermehrt das weiterentwickelte ZERAMEX® (P)lus zum Einsatz kommen.

Bewährte Standardverfahren geben Patient und Arzt Sicherheit. Daher wird bis heute die überwiegende Anzahl an Zahnimplantationen mit Titanimplantaten durchgeführt. Dank jahrzehntelanger Erfahrung decken sie im implantologischen Alltag das komplette Spektrum dieser Fachrichtung ab. Auch Dr. Kay Pehrsson hat seine weitreichenden Fachkenntnisse mit Titansystemen gesammelt, sich jedoch gleichzeitig auch den Veränderungen auf dem Dentalmarkt angepasst. Und das nicht zuletzt, weil die Patienten heute mehr als nur einen sicheren Zahnersatz verlangen. „Zunächst war es der Wunsch nach einer metallfreien Implantat-Versorgung, später kam die Frage nach ästhetischen, also zahnfarbenen Implantaten auf“, erinnert sich Dr. Pehrsson. Da aus seiner Sicht jedoch der schwierige Schutz einteiliger Systeme während der Einheilzeit, neben den damals auf den Markt erhältlichen Materialoberflächen, ein Grund für die zum Teil schlechten Einheilungsquoten war, suchte er nach einer mehrteiligen Weiterentwicklung im Bereich der Keramikimplantate. „Zum damaligen Zeitpunkt war das Produkt der Dentalpoint AG das einzige zweiteilige System aus der Hochleistungskeramik Zirkondioxid. Und es hat mich überzeugt.“

Pionier der zweiteiligen Keramikimplantate

Dentalpoint gilt mit seinem ZERAMEX® System als Pionier im Bereich der mehrteiligen Keramikimplantate. Neben ästhetischen Gründen für ein Implantat aus weißer Hochleistungskeramik überzeugen auch die Biokompatibilität und die 100- prozentige Metallfreiheit. Alle Implantate sind aus einem harten und gehippten Rohling geschliffen und dadurch in sich extrem stabil. Aktuelle Studien belegen zudem, dass ZERAMEX® Implantate im Vergleich mit Titan und anderen Werkstoffen über vergleichbare Einheilzeiten und eine optimale Osseointegration verfügen. Im Frühsommer 2014 wird nun zusätzlich zum zementierbaren System eine reversierbare, metallfreie Sekundärteilbefestigung lanciert. „Derzeit ist die aktive Nachfrage nach Keramikimplantaten noch gering. Das liegt mit Sicherheit auch an fehlender Information auf Patientenseite und der ebenfalls noch eingeschränkten Akzeptanz unter Kollegen. Grundsätzlich ist mit dem Material aber alles möglich. Aus meiner eigenen Erfahrung sind nur Implantationen mit umfangreichen simultanen Augmentationen mit alloplastischen Materialien in der Einheilungsquote noch nicht ganz zufriedenstellend. Man darf hier jedoch nicht vergessen, dass diese Verfahren auch bei Titanimplantaten mit besonderen Risiken verbunden sind“, so Dr. Pehrsson.

  • Implantation zweier Zeramex®-Implantate mit Sinuslift.
  • Zeramex® (T)apered: metallfrei, mehrteilig, zementiert.
  • Implantation zweier Zeramex®-Implantate mit Sinuslift.
  • Zeramex® (T)apered: metallfrei, mehrteilig, zementiert.

  • Zeramex® (P)lus: metallfrei, mehrteilig, verschraubt.
  • Zeramex® (P)lus: metallfrei, mehrteilig, verschraubt.

Die Farbe passt

Implantate aus Zirkondioxid überzeugen vor allem mit ihrer von Natur aus weißen Farbe, die dem Zahn sehr nahe kommt. „Wie bei natürlichen Zähnen müssen wir uns auch bei Implantaten über die Jahrzehnte mit geringen Geweberückgängen arrangieren. Hier ist Zirkondioxid sowohl von der Optik, wie auch von der Gewebeverträglichkeit mit den Weichgeweben von Vorteil. Entscheidend für mich war neben der Zweiteiligkeit aber auch die modifizierte ‚raue‘ Oberfläche des enossalen Teils, die die Einheilquote denen der bekannten Titanimplantate angeglichen hat“, weiß der erfahrene Implantologe.

Für die Behandlung an sich rät er Kollegen: In der vertikalen Positionierung muss mit großer Sorgfalt gearbeitet werden, da ansonsten die prothetische Versorgung, das heißt das Verkleben der Aufbauten, schwierig werden kann. Die ungehinderte Zugänglichkeit der Klebestelle ist für eine dauerhafte Verbindung essentiell. Aber grundsätzlich gibt es hier, wie bei allen anderen Systemen, verständliche Herstelleranweisungen zu Indikationen und Anwendung. Und auch die praktische chirurgische Anwendung stellt für einen erfahrenen Implantologen kein Problem dar. Es gibt ein Bohrprotokoll, formkongruente Bohrer und angepasste Einbringinstrumente. Und wenn doch Fragen auftauchen, hilft der Hersteller. „Mit dem für mich zuständigen Außendienstmitarbeiter Herrn Frank Hasheider habe ich einen Ansprechpartner, auf den ich mich immer verlassen kann“, sagt Dr. Pehrsson.

Zu den Kosten lässt sich abschließend sagen, dass auch wenn die Vollzirkondioxid-Versorgung vom Implantat bis zur Krone zunächst teuer erscheint, darf man den Vergleichsmaßstab nicht aus den Augen verlieren. Dazu Dr. Pehrsson: „Ästhetik gibt es auch bei bekannten Titanimplantatsystemen nicht zum Nulltarif. Man darf den Preis nicht mit einer Einfachversorgung in einem ästhetisch unproblematischen distalen Molarenbereich mit präfabrizierten Teilen und einfarbiger Presskrone vergleichen.“

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Kay Pehrsson

Bilder soweit nicht anders deklariert: Dr. Kay Pehrsson


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