Abrechnung


Gebührenrecht aktuell: Implantologische Leistungen - Teil 2

In Teil 1 wurden die Gebührennummern 9000 bis 9040 aus „Abschnitt K – Implantologische Leistungen“ der GOZ 2012 analysiert. In der vorliegenden Ausgabe finden Sie weitere neue Nummern sowie deren Leistungstext, GOZ-Punktzahlen, OP-Zuschläge und Erläuterungen.

 

 

 

 

 

 

 

Wegfallende Leistungen schaffen Volumen für neue Leistungen

Um das vorgegebene Volumen nicht zu übersteigen, musste sich das Ministerium damit beschäftigen, welche Leistungen nicht oder nicht mehr gebraucht werden. Dazu hat man sich der Statistik bedient. Nicht medizinische Notwendigkeiten bedingen Leistungen in einem Gebührenverzeichnis, das der Verordnungsgeber erlässt, sondern die Statistik und die Kassenlage. Die ist aber chronisch schlecht, wie auch das Ergebnis der Bemühungen. Dem Streichdiktat zum Opfer gefallen sind 25 Leistungen der GOZ alt [3].

Fazit

Auf den ersten Blick kann der unkritische Leser mehr Leistungen im Abschnitt K mit einem „Mehr“ des jeweiligen Gebührensatzes feststellen. Legt man das analoge Liquidationsverhalten (§ 6 Abs. 2 GOZ’88) für implantologische Leistungen der vergangenen zwei Jahrzehnte zugrunde, offenbart sich dem Leser ein ernüchternd anderes Ergebnis.

Der Gesetzesauftrag, in der neuen GOZ Mindest- und Höchstsätze für die zahnärztlichen Leistungen festzusetzen, wobei den Interessen der Zahnärzte und der zur Zahlung der Entgelte Verpflichteten Rechnung zu tragen ist, wurde vom Verordnungsgeber ignoriert.

Das Bundesministerium für Gesundheit nennt auch die Gründe: Die fiskalischen Interessen von Beihilfestellen und die Interessen privater Krankenversicherungen führen zunächst zu einer virtuellen Begrenzung der „Ausgabenvolumina“ und im zweiten Schritt zum staatlichen Postulat einer Erhöhung des Honorarvolumens von 345 Mio. Euro. Für eine Erhöhung des GOZ-Punktwerts war deshalb für das Bundesministerium für Gesundheit kein Raum.

Download Implantologische Leistungen Teil 2 

Die Abrechnungshinweise sind vom Autor nach ausführlicher Recherche im Januar 2012 erstellt worden. Eine Haftung und Gewähr wird ausgeschlossen. Letztendlich kann nur der Behandler die erbrachten Maßnahmen entsprechend bewerten.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Eckhard Meiser




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