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Metoxit präsentiert Zirkonoxid der Zukunft

Von links: Der ehemalige Geschäftsführer der Metoxit AG Dr. Wolfram Weber, Dr. Sigmar Schnutenhaus, Prof. Dr. Ralf-Joachim Kohal und Franz Berghänel.
Von links: Der ehemalige Geschäftsführer der Metoxit AG Dr. Wolfram Weber, Dr. Sigmar Schnutenhaus, Prof. Dr. Ralf-Joachim Kohal und Franz Berghänel.

Bisher wussten es nur die Fachleute der Branche – ab sofort geht der Keramik-Spezialist Metoxit aus Thayngen jedoch in die Offensive: Im Zuge der Markteinführung des neuen Zirkonoxid-Implantatsystems Ziraldent wurde bekannt, dass das Schweizer Unternehmen bereits seit Jahren im Bereich Keramik führend ist. Und mit einem seit über 25 Jahren gewachsenen Know-how und diversen Produkten kann der Spezialist als Erster alles für die metallfreie Zahnrestauration von der Wurzel bis zur Krone anbieten.

Die Metoxit AG hat kontinuierlich ihr Know-how erweitert und beliefert bereits seit Jahren renommierte Firmen im Dentalmarkt mit CAD/CAM-Blöcken, Wurzelstiften, Abutments, Instrumenten sowie Zirkonoxid-Implantaten. Der bisherige OEM-Kurs wird nun ergänzt durch den Direktvertrieb des seit Jahren in Entwicklung befindlichen Zirkonoxid-Implantats. Es liegt auf der Hand, was Zirkonoxid so einzigartig macht: Biokompatibilität und Ästhetik. Die entscheidende Frage lautete vor Jahren: Bringt dieser Werkstoff auch die nötige Dauerfestigkeit für den Einsatz in der Mundhöhle mit? Die moderne Antwort heißt: heißisostatisches Nachverdichten („BIO HIP“) und - speziell bei Ziraldent - keramikgerechtes Implantatdesign.

Osseokonduktiv und biologisch effektiv

Product Manager Franz Berghänel stellte bei einer Pressekonferenz die Grundlagen und den gesamten Prozess vom Zirkonsilikat bis zum Pulver dar. Yttrium dient dazu, die so genannte tetragonale Phase zu stabilisieren, denn in dieser Modifikation weist das Kristallgitter eine besonders hohe Stabilität auf. Und es entwickelt sogar die Fähigkeit kleine Risse zu stoppen, da es bei Rissbildung lokal in die monokline Phase übergeht. Dieser Vorgang ist mit einer Volumenvergrößerung verbunden: Das Risswachstum ist unterbrochen. Charakteristisch für die heiß-isostatische Nachverdichtung ist die Einwirkung von Kräften aus allen drei Raumrichtungen. Das führt zu einem homogenen Gefüge – beste Voraussetzungen für die Langzeitstabilität. Verifiziert wurde die Festigkeit von Zirkonoxid im Ermüdungstest durch Kausimulation über fünf Millionen Kauzyklen. Speziell für Implantate hat Metoxit die keramische Zusammensetzung entwickelt – für hohe hydrothermale Beständigkeit und hohe Bruchfestigkeit. Die Oberfläche weist eine gewisse Rauhigkeit auf und ist mikroporös, daher die Bezeichnung Zircapore. Dies führt zu günstigen osseokonduktiven Eigenschaften und damit zu einer guten Einheilung – kurz: das System verhält sich biologisch effektiv. Zu weiteren Merkmalen des Implantatsystems zählen ein extra für CAD/CAM optimiertes Abutment, ein auf dem Niveau des krestalen Austritts reduzierter Durchmesser, ein konisches selbstschneidendes Gewinde und eine atraumatische Implantatspitze. Es handelt sich um Einstück-Implantate in drei verschiedenen Größen. Die für die Chirurgie benötigten schneidenden Instrumente bestehen ebenfalls aus Zirkonoxid.

Ziraldent in der klinischen Untersuchung

Bereits seit 2009 läuft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg unter Leitung von Prof. Dr. Ralf-Joachim Kohal eine prospektive klinische Studie. Der Fokus liegt auf der Erfolgs- bzw. Überlebensrate der Implantate sowie auf dem periimplantären Weichgewebe. Die Ergebnisse nach zwei Jahren: Bei 40 Patienten wurden insgesamt 53 Implantate inseriert. 27 Patienten erhielten je ein Implantat zum Ersatz eines einzelnen Zahns, und bei 13 Patienten wurden jeweils 2 Implantate für eine Brückenversorgung gesetzt. Alle Patienten wurden sofort nach der Insertion provisorisch versorgt. Die definitive Kronen- bzw. Brückenversorgung erfolgte dann zwei bis vier Monate später. Zwölf Monate nach dem Setzen der Implantate erfolgte die erste Nachuntersuchung. Weitere werden im jährlichen Rhythmus durchgeführt. Von den 53 eingesetzten Implantaten gingen bis heute drei Einzelzahnimplantate in der Frühphase (vor prothetischer Versorgung) verloren. Die reine Implantatüberlebensrate beträgt rund 96 % bei einer Beobachtungszeit von mindestens 6 Monaten und höchstens vier Jahren. Bei 17 der 24 Einzelzahnimplantate konnten die Zwei-Jahres-Untersuchungen des periimplantären Weichgewebes durchgeführt und ausgewertet werden. Die Plaqueanlagerung an die Implantate betrug im Mittel 0,30 und kann als niedrig bezeichnet werden. Die mesialen Nachbarzähne zeigten einen Plaque-Index-Wert von 0,32 und die distalen Zähne von 0,83. Der Gingivarand lag bei Eingliederung der Kronen im Mittel 0,36 mm vom Bezugspunkt entfernt. Bei der Zwei-Jahres-Untersuchung betrug dieser Wert 0,11 mm. Insgesamt sind die Ergebnisse des Weichgewebsverhaltens um die Implantate als positiv zu bewerten. Die Untersuchung des marginalen Knochenverhaltens bei den 17 Einzelzahnimplantaten ergab einen durchschnittlichen Knochenverlust von 0,88 mm ein Jahr nach Belastung. Anlässlich der Pressekonferenz stellte Prof. Kohal erste Drei-Jahres-Ergebnisse vor. Sie konnten bereits bei 17 der insgesamt 40 Patienten erhoben werden. Die guten Resultate der Nachuntersuchungen nach zwei Jahren werden bestätigt. Als besonders ermutigend erwies sich die Reaktion des Kieferknochens: Nach bis zu drei Jahren betrug der durchschnittliche Knochenverlust 0,43 mm, nach einem Jahr waren es noch 0,72 gewesen. Der Knochenverlust ging damit zurück bzw. es kam zu einer Knochenneubildung – was auch im Vergleich zu anderen Implantatsystemen als extrem positiv zu bewerten ist. Auch das Weichgewebe erholte sich. Nach anfänglichen Rezessionen wuchs die Gingiva im Sinne eines „creeping attachments“ wieder an das Implantat heran und bildete dabei naturnahe Emergenzprofile aus. Der Studienleiter zog konsequenterweise das Fazit: „Mit dem Implantat, dem klinischen Handling und der momentanen Performance bin ich sehr zufrieden – auch im Vergleich zu anderen Keramikimplantat-Systemen. Wenn Ziraldent sich in den zukünftigen Nachuntersuchungen weiterhin als so leistungsstark erweist, dann kann es ein keramisches Implantatsystem für die Zukunft sein.“

Ziraldent in der Praxis

  • Das Ziraldent-Implantat wird in drei verschiedenen Längen angeboten: 9, 12 und 14 mm.

  • Das Ziraldent-Implantat wird in drei verschiedenen Längen angeboten: 9, 12 und 14 mm.
Aspekte aus dem Blickwinkel einer Praxis lieferte Pilotanwender Dr. Sigmar Schnutenhaus (Hilzingen), der das System bereits seit über einem Jahr in seiner Praxis einsetzt, anhand mehrerer Fallbeispiele. „In einem kleinen Ort mit rund 8.000 Einwohnern darf es keine Misserfolge geben, das würde sich sofort herumsprechen. Daher brauche ich ein zuverlässiges Implantatsystem, das auf der Grundlage evidenzbasierter Zahnmedizin klinisch abgesichert ist. Das ist für mich nicht zuletzt aus forensischer Sicht ein Muss. Ziraldent erfüllt diese Anforderungen. Darüber hinaus erlaubt es eine sichere Implantation mit einfachen chirurgischen Abläufen sowie Instrumenten und dementsprechend mit einer reduzierten Zahl möglicher Fehlerquellen. Das System ist reif für die Praxis“.

Ziraldent in der eigenen Praxis

Wer das Implantatsystem kennenlernen möchte, bekommt in Kürze die Möglichkeit dazu. Metoxit veranstaltet gemeinsam mit seinen Partnern in der Zahntechnik Fortbildungen. Referenten des Unternehmens und je ein Zahnarzt stellen das System mit vielen Tipps „aus der Praxis für die Praxis“ vor. Eine zukünftige Zusammenarbeit für komplette Rehabilitationen aus Zirkonoxid von der Wurzel bis zur Krone kann vor Ort persönlich besprochen werden. 

Carmen Bornfleth

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Carmen Bornfleth

Bilder soweit nicht anders deklariert: Carmen Bornfleth


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