Therapie


Erst die Kontrolle – dann das Implantat

12.09.2022


Wundheilung und Immunsystem sind wichtige Einflussfaktoren für das Outcome oralchirurgischer Eingriffe. Für die Steuerung von Heilungs- und Abwehrprozessen sind Enzyme verantwortlich, deren Aktivität zum Teil auch zu diagnostischen Zwecken genutzt wird. Insbesondere die Konzentration von Matrix-Metallo-Proteinasen ist für die Stabilität von Parodont und Kieferknochen von Bedeutung.

Unser Körper ist permanent stoffwechselaktiv. Die Prozesse werden maßgeblich durch Enzyme gesteuert. Sie sorgen dafür, dass Auf- und Abbauprozesse stets im Gleichgewicht gehalten werden. Während der Organismus einige Enzyme selbst bilden kann, müssen sogenannte Nahrungsenzyme in Form von Rohkost und Obst aufgenommen werden. Für ihre Funktionsfähigkeit benötigen Enzyme lokal einen spezifischen pH-Wert und z. B. Metall-Ionen wie Zink als Katalysatoren. Aufgrund ihrer hohen Sensibilität reagieren sie schnell auf Veränderungen im Organismus und eignen sich daher auch für diagnostische Zwecke.

Enzyme mit zahnmedizinischer Relevanz

Im Mundraum sind Enzyme Teil des oralen Immunsystems und tragen zu einer gesunden Mundflora bei. Die Aktivität der Kollagenase aMMP-8 wird z. B. auch zu diagnostischen Zwecken genutzt: Sie baut Kollagen im Zahnhalteapparat ab und kann als Destruktionsmarker genutzt werden. Eine erhöhte Konzentration von aMMP-8 in der Sulcusflüssigkeit ist Ausdruck einer Zunahme dysbiotischer, parodontalpathogener Keime – und damit ein Risiko für die Implantatsicherheit. Im Rahmen der Parodontitis-Therapie im Vorfeld einer Implantation gibt eine aMMP-8-Messung Zahnärztinnen und Zahnärzten Auskunft darüber, inwieweit der Patientenstoffwechsel durch ein Entzündungsgeschehen belastet ist.

Itis-Protect wirkt gegen die Entzündung

Eine herkömmliche Parodontitis-Behandlung basiert in erster Linie auf einer Verbesserung der Mundhygiene und Keimreduktion. Nicht selten ist der Erfolg dieser Therapien nur von kurzer Dauer. Ist das Entzündungsgeschehen zahnmedizinisch nicht zu beherrschen, sollte unterstützend ein systemischer Ansatz gewählt werden. Wirksame Hilfe bietet in vielen Fällen Itis-Protect® I-IV. Die bilanzierte Diät zum Diätmanagement bei Parodontitis reduziert die Entzündung und Destruktion, trägt zur Regeneration von Gewebe und Knochen bei und unterstützt dadurch die zahnärztliche Behandlung – auch vorbereitend für die Implantologie. Vier Monate lang nehmen Patienten täglich hochreine Mikronährstoffe ein, die speziell auf das Parodont abgestimmt sind. Sie reduzieren die Entzündung sowohl systemisch als auch lokal hinsichtlich der oralen Mikrobiota. Eine Pilotstudie konnte die hohe Wirksamkeit von Itis-Protect® selbst bei schwerer Parodontitis nachweisen [1].

Quelle:
[1] H.-P. Olbertz et al.: Adjuvante Behandlung refraktärer chronischer Parodontitis mittels Orthomolekularia – eine prospektive Pilotstudie aus der Praxis, Dentale Implantologie - DI 15, 1, 40-44, 2011.


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